Schenkenzell

Neuer Schenkenzell-Kalender ist da

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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16. September 2019

Uwe Merz (links) schilderte den Besuchern der Vernissage, wie er die Bilder fotografiert hat. ©Uwe Merz

Jetzt schon ans neue Jahr denken. Unter dem Titel »Streiflichter« bietet die Gemeinde Schenkenzell einen Jahreswandkalender für 2020 an, in ungewöhnlichem Design und mit geheimnisvoll mystischen Motiven aus dem Ort.

Bei der Vernissage am Freitag im Ratssaal verriet Bürgermeister Bernd Heinzelmann die Idee für das außergewöhnliche Werk. Sie sei aus den rund 30 Bildern des Künstlers Uwe Merz entstanden, wovon nur fünf für die Ortseingangsbanner ausgewählt worden seien (wir berichteten). Der Gemeinderat habe deshalb beschlossen, mal etwas anderes auszuprobieren, bei dem die Gemeinde sich von anderen Kommunen abhebe. 

Schattenspiele mit Licht

Schenkenzell habe weit mehr zu bieten, als die üblichen Natur- und Schwarzwaldmotive. Vor allem könne der Schwarzwald mystisch reizvoll sein. Zunächst sei an einen Nachtkalender gedacht worden, woraus dann im Schattenspiel mit Licht die Streiflichter geworden seien. Es spiegle das Tun und Wirken von Uwe Merz wider.

Letztmals habe die Gemeinde bei der 750-Jahr-Feier 2005 einen Jahreskalender herausgebracht, erinnerte der Bürgermeister, der sich über den Besuch des Amtskollegen Martin Aßmuth aus Hofstetten freute. Nach Auskunft von Uwe Merz sollten die Bilder für die Ortseingangsbanner einen künstlerischen Anstrich erhalten. Er habe dabei mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachgeholfen, um eine bestimmte Atmosphäre und Fotokunst zu schaffen sei.

Verschiedene Motive aus ungewöhnlichem Blickwinkel

Wenn er als Fotograf Motive auswähle, lasse er diese lange auf sich wirken. Interessant werde es, aus einer anderen Perspektive als gewöhnlich zu fotografieren. So sei er für den Bachlauf in Flip-Flops ins Flussbett gestiegen.
Jedes Bild sei das Produkt aus einer Serie von Aufnahmen. Stets reizvoll sei der Baldachin von Wittichen, den er im Liegen aufgenommen habe. 

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Das Tunnelbild falle im ersten Moment durch ein schwarzes Loch auf. Es komme aber immer auf die Betrachtungsweise an. Deshalb habe er ihn absichtlich verdunkelt, damit sich der Betrachter damit beschäftige. »Ein Bild muss immer etwas machen und Emotionen wecken. Das ist Mystik. Wenn man sich mit dem Objekt verschmilzt, werden das tolle Bilder«, schilderte der Künstler.

Beim Schlüsselbild soll in den Vordergrund rücken, wie viele Finger ihn schon in Händen hielten. Während er Jesus am Kreuz nur mit dem Licht der erleuchteten Kirche fotografiert habe, brauchte es bei der Schenkenburg nur gutes Wetter. Der »Jahrhundert-Fake« sei jedoch das Kloster Wittichen. So eine Aufnahme gebe es von dieser Kirche noch nicht. »Man muss immer alle Mittel ausschöpfen, um Stimmung im Bild zu erzeugen.

Manchmal auch ins Detail gehen wie beispielsweise bei der Nähmaschine. Die ganze Maschine wäre eher uninteressant, verriet Merz seine Sichtweise.

Publikum verfolgt aufmerksam den Erklärungen des Künstlers

Gespannt lauschten die knapp 30 Besucher, darunter kein Gemeinderat, den Ausführungen des Schenkenzeller Künstlers, der zu jedem Bild eine eigene Entstehungsgeschichte zu erzählen wusste und anschließend gekaufte Kalender signierte. 

 

Stichwort

Herstellungskosten einspielen

1000 Kalender wurden gedruckt. Verkauf im Rathaus Schenkenzell zu 19,95 Euro. Circa 250 müssen verkauft werden, um die Herstellungskosten zu erwirtschaften.

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