Spanische Weiterbildungsakademie in Hornberg

Neues Projekt mit Fokus für die Betriebe

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15. März 2019

Helfen bei vielen Fragen: Links Concetta Fiorentino und Touria Fischer. ©Spanische Weiterbildungsakademie

"Willkommen in Baden-Württemberg" heißt das Projekt der Spanischen Weiterbildungsakademie in Hornberg, bei dem sich in der jüngsten Förderperiode der Handlungsschwerpunkt auf die Betriebe verlagert. Die Unternehmen sollen über Möglichkeiten aufgeklärt werden, wie man ausländische Mitarbeiter qualifizieren und fördern kann.

»Der Handlungsschwerpunkt hat sich geändert«, erläuterten Touria Fischer und Concetta Fiorentino von der Spanischen Weiterbildungsakademie in einem Gespräch am Mittwoch. Denn während es in der letzten Förderperiode noch um die Migranten ging, stehen in der Förderperiode 2019 bis 2022 beim Projekt »Bienvenid@s – Willkommen in Baden Württemberg« nun die Betriebe im Mittelpunkt. Ziel ist, Neuzugewanderte und Unternehmen zusammenzuführen. Auch die interkulturelle Öffnung sei dabei sehr wichtig, weil so manches Unternehmen immer noch keine Migranten beschäftige. Dabei werden diese angesichts des Fachkräftemangels für die Betriebe immer wichtiger – und die Öffnung könne ja durchaus auch eine Bereichung sein, so Concetta Fiorentino.

Viele Akteure werden mit einbezogen

Konkret stehen die beiden Mitarbeiterinnen den Betrieben bei den Anerkennungsverfahren, den aufenthaltsrechtlichen Aspekten sowie für betriebsinterne und externe Fördermöglichkeiten für ausländische Fachkräfte als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung. Arbeitsmarktakteure, Wirtschaftsverbände, Job Center und die Bundesagentur für Arbeit werden mit einbezogen. 
Damit soll ein weiterer Grundstein für eine dauerhafte Integration gelegt werden. »Viele Migranten wollen arbeiten, fühlen sich durch die Sprachbarriere unter den Kollegen aber oft noch ausgegrenzt, was wiederum zu Frustrationen führt«, sind die Erfahrungen von Fischer und Fiorentino. Es gehe nun konkret um die Aufklärung der Unternehmen, die oft gar nicht um Möglichkeiten wissen, ausländische Mitarbeiter zu qualifizieren und zu fördern. Gemeinsam sollen bedarfsorientierte Strategien erarbeitet werden. Doch nicht nur Fachkräfte stehen im Mittelpunkt, sondern auch Praktikanten und Hilfskräfte. Neben der Beratung direkt in den Firmen wird es außerdem noch eine Veranstaltung zum Thema geben.

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Langer Weg für Zugewanderte

Eine weitere Erfahrung der Spanischen Weiterbildungsakademie ist, dass alles mehr Zeit braucht. »Mit Anfang der großen Flüchtlingswelle waren wir alle naiv und dachten, die Zugewanderten sind in einem halben Jahr integriert. Das konnte aber nicht funktionieren«, so Touria Fischer. Als gebürtige Marokkanerin weiß sie, wie lange ihr eigener Weg dauerte, hier Fuß zu fassen und mit der so ganz anderen Mentalität klarzukommen. Sie lebt seit Ende 1991 in Deutschland. 
Wie in vielen Situationen würden sich dabei manche Zugewanderte leichter, andere schwerer tun. Die letzte Konsequenz sei für viele, wieder in ihr Heimatland zurückzukehren. Angesichts des Fachkräftemangels sollten die hiesigen Firmen aber alles dafür tun, diese Arbeitskräfte hier zu halten. »Es dreht sich nicht mehr nur allein um Flüchtlinge, sondern allgemein um Zugezogene, wie zum Beispiel jene aus Rumänien«, bemerkte Touria Fischer. Und »einige haben einen bemerkenswerten beruflichen Hintergrund«.

 Interne Sprachkurse

Eine weitere Chance, solche Mitarbeiter zu halten, sind Sprachkurse direkt in den Firmen. Damit könne man sich auch an die Schichtarbeit anpassen, damit kein Kurs verpasst wird, und das Erlernen der deutschen Sprache dadurch wesentlich beschleunigt werden kann. Touria Fischer steht unter • 0 78 33 / 9  65  63  77 oder per E-Mail touria.fischer@aef-bonn.de, zur Verfügung, und Concetta Fiorentino ist unter • 0 78 33 / 9  65  63  77 oder per E-Mail an fiorentino@aef-bonn.de zu erreichen.

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