Wolfach

Neues Ungemach bei Wolfacher Schülerbeförderung

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22. Februar 2020

Halbmeiler Schüler müssen künftig Zug fahren – doch der sei morgens oft schon völlig überfüllt. ©Tobias Lupfer

Die Schülerbeförderung in Wolfach ist zum 1. März neu geregelt – doch auch wegen der Änderungen durch den Bahn-Fahrplan rumort es offenbar weiter: Halbmeiler Eltern wollen ihre Kinder wegen überfüllter Züge offenbar künftig lieber mit dem Auto zur Grundschule bringen.
 

Die Linien zur Schülerbeförderung seien nach Abstimmung mit dem Beförderer – der Firma Heizmann aus Oberwolfach – zum 1. März angepasst, informierte Bürgermeister Thomas Geppert am Dienstag den Gemeinderat. Wie berichtet gibt es Schülerbusse nur noch auf den Linien, die der Kreis finanziert. Für die Kindergartenkinder werden ab März im Bereich Kinzigtal zwei Acht-Sitzer-Busse eingesetzt. 13 Kindergarten-Kinder würden diese voraussichtlich nutzen, allerdings könne die Belegung sich monatlich ändern, sagte Geppert. „Da ist es im Moment vage, ob freie Kapazitäten für Schüler vorliegen. Wenn es bei diesen 13 bleibt, dann wird’s schon eng.“

Gespräch mit den Eltern

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Die Eltern aus Halbmeil habe er am 10. Februar mit Sachbearbeiterin Christel Ohnemus in einem Gespräch über die Neuorganisation informiert, am 13. Februar habe es zudem eine schriftliche Information gegeben. Jürgen Schorn (FWV) merkte an, dass die Halbmeiler Eltern „nicht begeistert“ seien, weil die Züge am Morgen ohnehin überfüllt seien. Geppert bestätigte, dass es Ankündigungen der Eltern gebe, Erst- und Zweitklässler nicht zu den Zügen schicken zu wollen. „Wenn jemand sein Kind fahren möchte, ist das nachvollziehbar“, sagte Geppert. Allerdings gebe es außerhalb der Regelbeförderung zunächst keinen Anspruch auf Betreuung, stellte er auf Schorns Nachfrage klar. „Jetzt ist das auch wenig populär. Das wird irgendwann hier landen“, vermutete Geppert.

Auch die generelle Änderung des Fahrplans, die laut dem Elternbeiratsvorsitzenden Pascal Schiefer (CDU) vor allem die Realschule treffe, war Thema: „Wir sind weiter dran, es gibt aber nichts Neues“, sagte Geppert. Der Kreis sei „sehr bemüht“, die entscheidende Nahverkehrsgesellschaft aber „zeigt hier wenig Regung“. Noch in dieser Woche sei aber ein runder Tisch in Lahr geplant. „Bis nach Fasnacht kann man was sagen, denke ich“, prognostizierte Geppert.

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