Gutach

Nur Gewinner bei bei Gas-Konzessionsvertrag mit der EGT

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16. Dezember 2018

Die Unterzeichnung des Konzessionsvertrags zwischen der EGT Triberg und der Gemeinde Gutach ist eine »Win-win-Situation für alle«: von links Mike Rissler und Erik Hugel von der EGT, Bürgermeister Siegfried Eckert und Peter Lassahn, Geschäftsführer der Breitband Ortenau. ©Claudia Ramsteiner

Die EGT Triberg wird Partner der Gemeinde Gutach und verlegt hier zum zweiten Mal »Gas und Glas«. Am Donnerstagnachmittag wurde der Vertrag unterschrieben.

Der Konzessionsvertrag zur Gaslieferung zwischen der EGT Triberg und der Gemeinde Gutach ist unterschrieben. Damit verwirklicht die EGT nach dem Pilotprojekt Eschbronn zum zweiten Mal ihre Idee »Gas und Glas«, mit dem gleichzeitig mit dem Gasanschluss quasi Huckepack auch der Anschluss für Glasfaser ins Haus kommt. 

Der Konzessionsvertrag regelt die Nutzung der öffentlichen Straßen und Wege für die EGT. Die Konzessionsabgabe der EGT von 0,5 Cent pro Kilowattstunde wird mit der Kostenbeteiligung der Gemeinde verrechnet – 20 Jahre lang gedeckelt auf 200000 Euro. Erst danach bekommt Gutach für die Nutzung der öffentlichen Straßen und Wege von der EGT die 0,5 Cent pro Kilowattstunde. 

Win-win-Situation

Bürgermeister Siegfried Eckert und Erik Hugel, Geschäftsführer der EGT, sehen das als Der Konzessionsvertrag zur Gaslieferung zwischen der EGT Triberg und der Gemeinde Gutach ist unterschrieben. Damit verwirklicht die EGT nach dem Pilotprojekt Eschbronn zum zweiten Mal ihre Idee »Gas und Glas«, mit dem gleichzeitig mit dem Gasanschluss quasi Huckepack auch der Anschluss für Glasfaser ins Haus kommt. 
Der Konzessionsvertrag regelt die Nutzung der öffentlichen Straßen und Wege für die EGT. Die Konzessionsabgabe der EGT von 0,5 Cent pro Kilowattstunde wird mit der Kostenbeteiligung der Gemeinde verrechnet – 20 Jahre lang gedeckelt auf 200000 Euro. Erst danach bekommt Gutach für die Nutzung der öffentlichen Straßen und Wege von der EGT die 0,5 Cent pro Kilowattstunde. 
Bürgermeister Siegfried Eckert und Erik Hugel, Geschäftsführer der EGT, sehen das als Win-win-Situation. Die EGT habe damit auch in kleinen Gemeinden eine wirtschaftliche Grundlage zur Erschließung, so Hugel. Und als die Gemeinde vor mehr als zehn Jahren schon einmal über eine Gaslieferung verhandelt hat, hätte Gutach die notwendige Einspeisestation für einen hohen sechsstelligen Betrag noch selbst bauen müssen. Nun könne man mit dem Projekt »Gas und Glas« den Einwohnern sogar noch ein Zuckerle dazu bieten.
Der Vertrag beginnt am 1. Januar 2019 und läuft 20 Jahre. Perspektivisch werde man die Netze in Gutach und Hornberg miteinander verbinden und so die bestmögliche Versorgungssicherheit erreichen, so Hugel. 
»Gas kann auch grün«
»Gas kann auch grün« verwies er auf die Zukunftstechnik, mit der aus der Aufbereitung von Wasserstoff ein technisches Gas entsteht, das laut Hugel »das Erdgas irgendwann verdrängen wird«. Auch beim Ausstieg aus Atom und Kohle werde der Energiebdarf bleiben, »und den Wärmebedarf über Elektro zu decken, wird nicht möglich sein«. 
Wenn die EGT buddelt, will die Breitband Ortenau ihr Glasfaserkabel gleich mit verlegen. Deshalb hatte Bürgermeister Siegfried Eckert auch deren Geschäftsführer Peter Lassahn eingeladen. Solche Kooperationen seien nicht nur kostengünstiger, auch die Bevölkerung werde weniger durch Bauarbeiten belastet, so Lassahn. . Die EGT habe damit auch in kleinen Gemeinden eine wirtschaftliche Grundlage zur Erschließung, so Hugel. Und als die Gemeinde vor mehr als zehn Jahren schon einmal über eine Gaslieferung verhandelt hat, hätte Gutach die notwendige Einspeisestation für einen hohen sechsstelligen Betrag noch selbst bauen müssen. Nun könne man mit dem Projekt »Gas und Glas« den Einwohnern sogar noch ein Zuckerle dazu bieten.

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Der Vertrag beginnt am 1. Januar 2019 und läuft 20 Jahre. Perspektivisch werde man die Netze in Gutach und Hornberg miteinander verbinden und so die bestmögliche Versorgungssicherheit erreichen, so Hugel. 

»Gas kann auch grün«

»Gas kann auch grün« verwies er auf die Zukunftstechnik, mit der aus der Aufbereitung von Wasserstoff ein technisches Gas entsteht, das laut Hugel »das Erdgas irgendwann verdrängen wird«. Auch beim Ausstieg aus Atom und Kohle werde der Energiebdarf bleiben, »und den Wärmebedarf über Elektro zu decken, wird nicht möglich sein«. 

Wenn die EGT buddelt, will die Breitband Ortenau ihr Glasfaserkabel gleich mit verlegen. Deshalb hatte Bürgermeister Siegfried Eckert auch deren Geschäftsführer Peter Lassahn eingeladen. Solche Kooperationen seien nicht nur kostengünstiger, auch die Bevölkerung werde weniger durch Bauarbeiten belastet, so Lassahn. 

Stichwort

Breitband im Steinenbach

Peter Lassahn gab am Donnerstag auch Auskunft über die Vorgehensweise beim Breitbandanschluss Steinenbach. Erst, nachdem der Förderbescheid eingegangen ist, kann nun ausgeschrieben werden. Dann erst weiß man, wie teuer die Leitung von der Bundesstraße bis zum Müllerjörgenhof wird. »Das ist unbefriedigend, dass die Kosten nicht von Anfang an auf dem Tisch liegen«, räumte Lassahn ein. Bevor dann die Leerrohre verlegt und Glasfaserkabel eingezogen werden, wird der Gemeinderat darüber befinden müssen, welche Kosten die Gemeinde übernimmt und wie hoch der Selbstbehalt der Anlieger sein wird. 
 

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