Oberwolfach

Oberwolfachs Schnurranten liefern spitze Pointen mit viel Musik

Autor: 
Berit Hohenstein
Lesezeit 3 Minuten
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11. Februar 2020

(Bild 1/4) Die „Beatles“ sorgten mit ihrem Denglisch-Dialekt-Mix für Lacher. ©Berit Hohenstein

Vier Stunden brannten die Oberwolfacher Schnurranten am Sonntag ein Pointen-Feuerwerk für die Zuhörer ab. Vier Gruppen waren unterwegs und begeisterten mit pfiffigen Ideen und frechen Beobachtungen.

Vier Oberwolfacher Schnurrgruppen zogen nebst Narrenkapelle am Sonntag durch neun Wirtschaften. Spöttische Reime und parodierte Lieder über „dabbige Lit und verruckte Geschichten“ sorgten gut vier Stunden lang für Stimmung. 

Bunte Gäste von der Insel

Als Gäste von der benachbarten Insel alias die „Beatles“ zogen die Musiker Wolfgang Dieterle, Julian Bonath, Thomas Rauber, Peter Würth und Ines Gewald mit skurrilem Denglisch-Dialekt und  jeder Menge toller Musik über Land und Leute her. Vor allem die Google-Übersetzung der Gemeindehomepage hatte es ihnen angetan: da regiert dann plötzlich der „Governeur Mathew Farmer Enemy“ die Gemeinde, unterstützt von „Thomy Jumpman“ und „Antony Beautiful“. „Und de Facility Manager von dem Nescht, isch de House Master Lawrence Armchest“, skandierten die stimmgewaltigen Musiker und nahmen dabei gleich ein paar kleine Eigenheiten der Rathäusler aufs Korn.

Herrlich parodiert wurde die „Spülmaschinenpleite Teil zwei“: Diesmal hatte sich Reinhard Ilg mit den falschen Tabs einen Platz bei den Schnurrkandidaten gesichert. Herrlich spöttisch vertont wurde die Geschichte vom unrühmlichen Abgang eines Rundballens ins Wohngebiet: „D’Moni, de Hubi und de Marci hän faschd blärt, und mer hät bim Diesle de Mattechor nochmal gehört.“

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Oberwolfachs letzter Rocker

„Die Springmänner“ Thomas, Hannes, Lukas und Nils Springmann zogen ungeniert über die Heimspielgäste her und nahmen auch die Ungeschicke von Werner Pautsch, Simon Echle und Heri Schröpfer etwas genauer aufs Korn. Letzteren kenne man vielleicht nicht immer, aber: „Wenn au kei Gsicht, no viellicht e Frisur: Er isch Oberwolfachs letzte Rockernatur!“

Die „Pfadfinder“ Thomas Wild, Gerhard Schmider, Roland Rothfuß und Martin Schmieder spotteten erstmal genüsslich über ihre Nachbarstadt: „Über sieben Brücken musst Du gehen, um das Städtchen Wolfach zu umgehen, über sieben Lügen musst Du gehen, um Wolfachs Info zu verstehen“, sangen sie lästernd, weil Weihnachten im Rathaus-Aushang in den November verlegt worden war. Neben dem Thema Frauen an sich und dem Klimawandel im Besonderen kam auch Marion Echles „Beerensaft-Malheur“ ausgedehnt karikiert zu Gehör. „Sie und ihr Hundedame, von der Hoorfarb her eine – übrigens: d’Marion isch die am hinteren Ende der Leine“ mussten nach dem Malheur die Küche putzen. Oder wie die Schnurranten reimten: „Wie de Husherr dann heim kummt guckt er verdutzt – knieend vor ihm zwei Blonde, die eine leckt, die andere putzt.“

Digitalisierung im Visier

Bei Peter Grabschs, Tanja und Corinna Harters Schnurre über das digitale Leben 4.0 blieb kein Auge trocken. Genau unter die Lupe nahm das Trio auch „Fußballheld“ Hannes Springmann, der mit seinen Pleiten für eine tolle Schnurrade herhalten musste. 

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