Dorfladen Welschensteinach

Am Donnerstag Start für den kleinen Dorf-Supermarkt

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2017

Björn Krugielka und Christl Weber vom Verein »Unser Dorfladen« sind begeistert von der großen Produktauswahl. ©Lars Reutter

Die Einweihungsfeier war schon am Montagspätnachmittag, los geht es aber »erst« am morgigen Donnerstag. Dann öffnet der Dorfladen im Alten Rathaus in Welschensteinach für Kunden seine Tür.

Nicht nur Björn Krugielka und Christel Weber vom Verein » Unser Dorfladen« waren am Montag begeistert von der großen Produktauswahl, die sie im neuen Dorfladen sahen. Sie  und alle anderen Anwesenden der Einweihungsfeier hoffen nun, dass der kleine Supermarkt dauerhaft viele Kunden anlockt.

Bürgermeister Frank Edelmann bedankte sich allen voran bei den Handwerkern, die auch wegen ihm in den vergangenen Wochen ziemlich Stress hatten. Denn dem scheidenden Rathauschef war es wichtig, noch bei der Einweihungsfeier dabei zu sein. »Hier hat man nun die einmalige Chance, dass sich etwas entwickelt, was ein Dorf ausmacht«, sagte er begeistert.

Sozial-gesellschaftlichen Aspekt

Denn ein Dorfladen sei für ihn nichts rückständiges, sondern ein Ort an dem man beim Einkauf andere Leute treffe, mit ihnen ins Gespräch komme und sich verabreden würde, hob er den sozialen-gesellschaftlichen Aspekt hervor. In diesem Zusammenhang lobte er auch den Dorfladen-Verein, der das ganze auf den Weg gebracht habe und in Zukunft durch seine ehrenamtliches Engagement mit einigen Angeboten begleite. 

Der Verein soll bekanntlich ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke verfolgen, hierzu sollen insbesondere die Förderung der Jugend- und Altenhilfe, die Organisation und der Betrieb eines Generationentreffs mit Workshops und die Organisation eines »Dorfladentaxis« gehören.

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Edelmann dankte dann auch noch dem Zuschussgeber und den weiteren Beteiligten und fand: »Das kann sich hier richtig sehen lassen«. Spannend fand er auch, was in Zukunft sonst noch mit dem Gebäude passieren wird.  »Kaufen Sie einfach von Anfang an ein und bleiben sie langfristig dran, dass die Kasse klingelt«, wünschte er sich einen dauerhaften Erfolg.

Ortsvorsteher Erich Maier  gab zu verstehen, dass er auf ein »patriotischen Handeln«  setzt, so dass am Ende nicht die Bedenkenträger Recht behalten. Außerdem bedankte er sich  unter anderem bei den Gemeinderäten für die Unterstützung des Projekts.

Viel Geld aus Brüssel geflossen

Der Leader-Vorsitzender der Region, Hans Peter Heizmann,  sah den Dorfladen als ein »Leuchtturmprojekt« an, was die Förderkriterien von Leader erfülle. Denn der ländliche Raum und bürgerschaftliches Engagement werden gestärkt, und zudem könne man barrierefrei einkaufen. Daher gab es rund 120 000 Euro an EU-Fördermitteln. »Es ist nicht an der Tagesordnung, dass so viel Geld von Brüssel nach Welschensteinach fließt«, sagte er und zeigte sich »geflasht vom großen Angebot«.

Alexandra Kolinski von Kopf-Architekten erinnerte daran, dass man am 20. März mit der »spannenden Aufgabe« im den 1844 erbauten Gebäude begonnen habe. Der Laden habe nun eine Gesamtfläche von 193 Quadratmetern und eine Verkaufsfläche von 168 Quadratmetern.

Betreiber Günter Thiem dankte allen Anwesenden, den Handwerkern, dem Dorfladen-Verein und seinem Team. Es sei nicht einfach gewesen, die rund 4500 bis 5000 Artikel gut im Laden unterzubringen. »Ich hoffe, dass es immer so voll sein wird wie jetzt gerade«, sagte er und gab bekannt, dass sein laden erstmals am Donnerstag um 7 Uhr für Kunden öffnen werde.

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