Schüler und Eltern befragt

Positive Rückmeldungen für Haslacher Bildungszentrum

Autor: 
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
04. April 2020

Der Rektor des Haslacher Bildungszentrums, Christof Terglane, freut sich, dass sich das Lernen von daheim aus gut eingependelt hat. ©Archivfoto

Am Haslacher Bildungszentrum wurden Eltern und Schüler befragt, wie es mit dem Lernen in Corona-Zeiten funktioniert. Die Schule ist auch vorbereitet auf eine etwaige Verlängerung der Auszeit.

Das Offenburger Tageblatt hat sich die interessanten Rückmeldungen von Online-Umfragen vom 21. März am Haslacher Bildungszentrum angeschaut, die ganz transparent auf der Internetseite der Schule für jeden einsehbar sind. Befragt wurden dabei  Eltern und Schüler verschiedener Klassenstufen. 

„Wir haben das gemacht, um nachsteuern zu können“, erklärt Rektor Christof Terglane im Gespräch mit dem OT. Er freute sich dabei natürlich über die vielen positiven Rückmeldungen, aber man wollte gerade auch jene Stimmen hören, die Kritik äußerten beziehungsweise Verbesserungsbedarf sahen.

„Es ist klar, dass jetzt Eltern an ihre Grenzen kommen, die Haushalt, Arbeit und Kinderbetreuung unter einem Hut bringen müssen“, ist er sich bewusst, dass man als Schule nun nicht zu viel fordern darf.

„Auch durch Nachbesserungen hat sich das aber inzwischen gut eingependelt“, meint er zum „Home-Schoolling“. Auch von den Lehrern habe es positive Rückmeldungen gegeben. 

In Telefongesprächen mit Schülern habe er auch erfahren, dass diese nun ihren Tag anders gestalten. „Länger schlafen zu können und dafür später am Tag zu arbeiten, finden sie gut“, erzählt Terglane.

Er ist natürlich auch gespannt, wann der normale Schulalltag wieder beginnen wird. Dabei sieht er die Schule auf die verschiedenen denkbaren Varianten gut vorbereitet. Was er nicht glaubt, ist, dass es am 20. April gleich den Sprung von der Vorgabe von maximal zwei Personen, die gemeinsam unterwegs sein dürfen, auf eine volle Schule geben wird.

Gut findet er, dass die Prüfungen verschoben wurden. „Das war ein Muss. Wir haben auch schon neue Termine für die Abschlussfeiern festgelegt.“

Zehntklässler befragt

Bei der Umfrage vom 21. März waren die Real- und Werkrealschüler, die ihren Abschluss machen, auch zwei extra Gruppen. So nahmen an der Umfrage zum Onlineunterricht bei der Klasse R10 45 Schüler teil.

- Anzeige -

Gefragt wurde unter anderem danach, wie ihr Gefühl in Bezug auf die Vorbereitung für die Abschlussprüfung durch den jetzigen Onlineunterricht ist. Die häufigste Antwort war hier „es geht so“ (24), gefolgt von „kann ich nicht abschätzen (14). Nur drei Schüler gaben an, mehr Unterstützung zu brauchen. Nur sechs Teilnehmer meinten bei einer weiteren Frage, dass die Lehrer zu wenig mit ihnen kommunizieren.

Gefragt wurden die Zehntklässler auch danach, ob die Menge der Arbeitsaufträge passend ist. Etwas mehr Schüler fanden es zu viel, zu wenig kreuzte niemand an.

Den Umgang mit der Onlineplattform Office 365 fanden nur neun der Zehntklässler schwer oder sogar viel zu schwer. Der Rest kam mindestens gut oder sogar sehr gut zurecht. 

Auch die Eltern der Zehntklässler konnten an einer Umfrage teilnehmen. Nur sechs von 40 Rückmeldungen waren dahingehend, dass die Lehrer zu wenig kommunizieren würden. Niemand gab aber an, dass er sein Kind zu viel unterstützen müsse. Sechs müssen nach eigenen Empfinden viel unterstützen, 14 wenig und 19 gar nicht. Mit Office 365 kommen fast alle Eltern zurecht.

Werkrealschüler

Bei der Abschlussklasse der Werkrealschule fand eine Mehrheit der elf Schüler die Menge der Aufgaben genau passend. Nur eine Rückmeldung ergab, dass der Umgang mit Office 365 zu schwer sei.

Nur zwei Schüler gaben an, mehr Unterstützung bei der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung zu brauchen. Vier antworten, es nicht abschätzen zu können, und bei ebenfalls vier ist das Gefühl „es geht so“. 

Wie bei den Zehnktklässlern der Realschule wünschten sich auch die Neuntklässler der Werkrealschule ein einheitliches Vorgehen der Lehrer. Zu wenig zu kommunizieren wurde von ihnen aber keinem Lehrer vorgeworfen.

 

Info

Ergebnisse der Grundschul-Umfrage

An der Umfrage des Bildungszentrums für Eltern von Grundschulkindern gab es 96 Teilnehmer. Die Menge der Arbeitsaufträge für die Kinder fand dabei eine deutliche Mehrheit (53) genau passend. Unterstützen müssen die meisten Eltern ihre Kinder viel (48). Sechs meinen sogar zu viel, aber demgegenüber gaben auch 22 an, dass sie ihrem Kind nur wenig helfen müssen. Mit Office 365 kommen nur drei der Teilnehmer nicht gut klar. Ein leichte Mehrheit von 29 wünscht sich ein einheitlicheres Vorgehen der Lehrer. 24 halten das nicht für nötig. Die Kommunikation mit den Lehrern empfanden  55 als sehr gut, 37 als genügend und nur vier als zu wenig.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

vor 1 Stunde
Hornberg
Der Hornberger Künstler José Schloss verarbeitete seine „Spaziergangsbegegnung“ zu einem Bild mit poppigem Hintergrund. 
vor 3 Stunden
Kinzigtäler Talgeflüster
Jeden Samstag gibt es von den Kinzigtal-Redakteuren einen ironisch bis satirischen Rückblick auf die Woche. 
vor 4 Stunden
Hausach
Vergangene Woche hat die Neumayer Stiftung das Grundstück auf dem ehemaligen Badenwerk-Areal für ihr „Neumayer Haus“ gekauft, und wir stehen kurz vor dem Hausacher Leselenz, der ebenfalls mit durch die große Unterstützung der Neumayer Stiftung zu dem geworden ist, was er heute ist. Das Offenburger...
vor 7 Stunden
Fest zum 100-Jährigen fällt aus
Die Musik- und Trachtenkapelle Fischerbach muss schweren Herzens das Strandfest absagen. Am ersten Juli-Wochenende hätte der Verein dabei sein 100-jähriges Bestehen feiern wollen.
vor 9 Stunden
Wolfach
Unter dem Motto „Fit durch die Krise“ bietet das Offenburger Tageblatt zusammen mit dem Elithera-Gesundheitszentrum Wolfach dreimal pro Woche Tipps für einfache Übungen an, die ein bisschen Bewegung in den Alltag zuhause bringen.
vor 16 Stunden
Bad Rippoldsau-Schapbach
Der Besuch aus Frankreich kommt nicht – wegen Corona. Eigentlich hätte im Oberen Wolftal im Oktober die 30-jährige Freundschaft zwischen La Tranche-sur-Mer und Bad Rippoldsau-Schapbach gefeiert werden sollen.  
vor 19 Stunden
Kinzigtäler GEW-Vorsitzende informiert
Hanni Schaeffer berichtet als Vorsitzende des GEW-Ortsverbands Kinzigtal  und als Personalrätin über die Herausforderungen, die Corona für die Rektoren und Lehrer mit sich brachte und bringt. 
vor 20 Stunden
Schramberg
Auf dem Gelände des Thomas-Philipps-Markts in Schramberg sind am Wochenende mehrere Konzerte und eine Zaubershow geplant.
vor 22 Stunden
Ortsgruppe Schiltach/Schenkenzell
Teil 2: Die Schwarzwaldvereins-Ortsgruppe Schiltach/Schenkenzell hat den Mattenweiher wieder gundlegend saniert. Die Geschichte des heutigen Biotops reicht bis ins 19. Jahrhundert.
05.06.2020
Info-Gespräch
In Haslach soll der Sportbetrieb in den Hallen im Corona-Modus wieder möglich sein. Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs von Vereinsvertretern mit der Stadtverwaltung.
05.06.2020
Gutach
Nach einem gemeinsamen Termin beabsichtigt die „Private Schloss-Hotel Collection“, die das tradi­tionsreiche Hotel gekauft hat, eine Zusammenarbeit mit der Firma Jako Baudenkmalpflege aus Rot an der Rot.
05.06.2020
„Nachhaltige Lösungen“ werden gefordert
Vor der für den 16. Juni geplanten Ratssitzung zur Haslacher B33-Umfahrung schildert „Lebenswertes Kinzigtal“ seine Vorstellungen und Forderungen.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • High Performance Fitness: Im Mai hat das neue Studio mit über 900 Quadratmetern eröffnet.
    vor 6 Stunden
    Oberkirch-Zusenhofen: Von der Muckibude zum großen Fitnessstudio
    Zusenhofen hat ein neues Fitnessstudio. Die Huze Muskelschmiede am Wiesenbach bietet, was es sonst eher in Großstädten gibt: Öffnungszeiten rund um die Uhr und einen Gerätepark, bei dem neben den Gesundheitssportlern auch ambitionierte Kraftsportler auf ihre Kosten kommen.
  • 370 Mitarbeiter des Familienunternehmens J. Schneider Elektrotechnik fertigen am Standort Offenburg Produkte für die industrielle Stromversorgung – für Windräder, Fotovoltaikanlagen oder Papierfabriken.
    05.06.2020
    Serie "Wir sind systemrelevant"
    Serie „Wir sind systemrelevant“ – Ortenauer Firmen, die in der Corona-Krise unverzichtbar sind. Teil 22: Die J. Schneider Elektrotechnik aus Offenburg stellt Transformatoren her.
  • Fischer Küchen in Offenburg bietet auf 1100 Quadratmetern eine große Auswahl an Küchenideen.
    04.06.2020
    Aktuelle Trends in der Ausstellung auf 1100 Quadratmetern Verkaufsfläche
    29 Jahre Erfahrung in der Branche sowie der Anspruch an Professionalität und Qualität in Beratung, Planung, Materialien, Geräten oder Montage machen es möglich: Das Fischer Küchenatelier Offenburg verhilft den Kunden zum individuellen Küchentraum - maßgeschneidert, termingerecht und...
  • Mehr als 50 Attraktionen erwartet die Besucher bei Funny World in Kappel-Grafenhausen.
    29.05.2020
    KInderspielparadies in Kappel-Grafenhausen öffnet ab Freitag, 29. Mai, wieder / Tickets vorab reservieren
    Das In- & Outdoor Spieleparadies in Kappel-Grafenhausen öffnet ab Freitag, 29. Mai, wieder seine Tore für seine großen und kleinen Besucher. Ein besonderes Highlight zur Wiedereröffnung ist die neue Attraktion „mexikanischer Adler Flug“.