Wolfach

Pralinenkünstler Benjamin Wöhrle gewinnt NFTE-Landesevent

Autor: 
Tobias Lupfer
Lesezeit 3 Minuten
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28. Juli 2016

Benjamin Wöhrle startet als Nummer eins in die Ferien: Beim Landesevent des Network for Teaching Entrepreneurship in Stuttgart räumte der 15-jährige Realschüler mit seinen Pralinenkreationen den ersten Platz und das Ticket zum Bundesfinale ab.

»Ich probier’s einfach mal«, sagte sich Benjamin Wöhrle und bewarb sich, unterstützt von Lehrerin Silke Klimek, für das Landesevent des Netzwork for Teaching Entrepreneurship (NFTE). Warum auch nicht: Bereits im November hatte der 15-Jährige mit seiner Geschäftsidee »Ben’s Choclet« und seinen selbst kreierten Pralinen die lokale Jury an der Realschule Wolfach überzeugt. Vergangene Woche holte er sich auch in Stuttgart den ersten Platz.

»Ben’s Choclet« schnitt am besten ab im lokalen Entscheid

Eine clevere Idee, für die es einen Markt gibt, und ein Geschäftsmodell, das funktioniert – die Grundzutaten für ein erfolgreiches Abschneiden im NFTE-Projekt. Im vorigen Schuljahr hatte Klimek die AG mit 19 Schülern gestartet, zwölf hatten sich bis zum Ende durchgebissen. »Ben’s Choclet« schnitt am besten ab.

»Im Vorfeld hat er gemeint: Ich will nicht gerade Letzter werden«, verriet Schulleiter Franz Kasper gestern. Am letzten Schultag wurde Wöhrle in Wolfach willkommen geheißen und geehrt – die vergangenen Tage war dafür keine Zeit: Am Mittwoch vergangener Woche stellte er sich der Jury beim Landesevent, am Donnerstagmorgen fuhr er mit seinen Mitschülern nach London.

Eigenkreationen haben bereits zahlreiche Fans

Mit seinen Pralinen hat sich der 15-Jährige an der Realschule schon einen Namen gemacht: Einem Teil der Mitschüler verriet er mit seinem Freund Dominik Lehmann in der Backstube des »Dorfbeck« in Gutach die Tricks der Pralinenfertigung, beim Schuljubiläum im Juni glänzte Wöhrle mit einer Schauconfiserie. Granatapfel, Himbeer und Mango sind die aus einem Grundrezept heraus entwickelten Eigenkreationen, die »Ben’s Choclet« fertigt.

18 Konkurrenten aller Schultypen und Altersklassen beim Landesevent

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Mehr als 30 Jungunternehmer unterschiedlicher Jahrgänge und Schultypen hatten sich für den Landesentscheid beworben, 19 durften sich der neunköpfigen Jury stellen. Vier Nachmittage hatte Wöhrle mit Klimek an seiner neuen Präsentation gearbeitet: Weil die Teilnehmer ohne Beamer auskommen mussten, stellte der 15-Jährige sein Konzept mit einer Präsentationsmappe in Form eines großen Backbuchs vor, gab Kostproben und verteilte eigene Visitenkarten. Eine quälende Stunde dauerte die Jurysitzung – dann kamen zwei Juroren wieder zu Wöhrles Stand: »Da war ich ein bisschen nervös und wusste nicht, ob das ein gutes Zeichen ist.« Offensichtlich: Die »zartschmelzende Geschmacksexplosion«, so der Werbeslogan des Pralinenkünstlers, überzeugte.

Im Oktober geht es zum Bundesfinale nach Berlin

250 Euro Preisgeld, ein Gutschein der Schule und das Ticket für das Bundesevent am 7. und 8. Oktober in Berlin sind die Belohnung. »Die Ferien kann ich trotzdem genießen«, versicherte er. Ob Klimek ihren Schützling nach Berlin begleiten kann, ist noch offen: Der 15-Jährige wechselt zum neuen Schuljahr an die Beruflichen Schulen und startet die zweijährige Berufsfachschule. Das Berufsziel? Klar: Konditor.

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