„Der Reim hat immer recht“

Publikum in Haslach lacht Tränen bei "Einfach so"

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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22. Januar 2020

Mit „Hals- und Reimbruch“ begeisterte das Duo „Einfach so“ (Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel) ein großes Publikum im Haslacher Kloster. ©Andreas Buchta

Es war am Sonntag im Alten Kapuzinerkloster ein ganz besonderes Spektakel, das Programm „Hals- und Reimbruch“ von Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel: Halb Comedy, halb Bühnenshow, mal nachdenklich oder auch mal ganz einfach Nonsens – stets aber waghalsig gereimt. 

„Der Reim hat immer recht“, so lautet die grundlegende Devise des Duos „Einfach so“ (Cäcilia Bosch und Ansgar Hufnagel), das am Sonntag in Haslach das Publikum begeisterte.

„Mit wem haben wir’s hier eigentlich zu tun?“, wollten die zwei von ihrem großen Publikum wissen und ließen sich im Chor dessen Vornamen nennen. Schon mit diesem Eingangsgag hatten sie die Lacher voll auf ihrer Seite. Wo es Reime gebe, da seien auch Reimbrüche nicht fern, hieß es da. Beispiel: „Piep, piep piep, wir haben uns alle – gern!“ 

„Don’t worry, be happy“

Auch Ausbrüche, Einbrüche oder Durchbrüche gebe es. Allen gemeinsam aber sei: Wo ein Bruch stattfinde, sei hinterher etwas anders als vorher. Und diese Veränderungen erzeugten Angst; dagegen gebe es Strategien wie die Flucht, der Angriff oder aber das Totstellen. Darin Weltmeister aber sei das Opossum, das beim Totstellen auch noch nach Tod rieche. Für die Menschen sei das Summen von „Don’t worry, be happy“ die Strategie der Wahl, was die beiden gleich mit den Zuhörern einübten. 

„Lasst uns aufhören, uns tot zu stellen, fangt an zu leben!“, rief Cäcilia Bosch unter großem Beifall ihr Publikum auf. Sie selbst würde sich wegen ihres angeborenen Schluckaufs, der in den dümmsten Momenten ausbreche, oft am liebsten tot stellen, verriet sie. Aber sie habe ihn, den sie Markus nenne, inzwischen richtig liebgewonnen. Zum Glück halte Markus wenigstens auf der Bühne die Klappe. 

„Sei schlau, sei faul“ 

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Das Faultier sei als weiterer Weltmeister im Totstellen sogar zum Aussterben zu faul. Cäcilia Bosch mimte das träge Tier, das wohl dem Buddhismus angehöre und das Stadium der Glückseligkeit erreicht habe, so schreiend komisch, dass im Saal kein Auge trocken blieb. Und die Moral? „Sei schlau, sei faul.“ 

Dann vollführten die beiden eine atemberaubend schnelle Nummer über alles, was man einfach mal tun sollte und landeten über die „Volksdroge Zucker“ schließlich bei der Schokolade, von der sie den Besuchern in der Pause sogar ein „Versucherle“ kredenzten.

Kompliment-Reime

„Die Wüste steht vor der Tür“, warnten die beiden und rühmten das Wasser als „tolles Gut – und riesiges Geschäft“. Es bedeute gewaltige Macht in nur wenigen Händen. „Wasser ist Leben und gehört als Menschenrecht verankert!“, forderten sie. „Das war der Moll-Teil des Abends“, erklärten sie.

Sie packten dann gleich wieder ihren Nonsens aus und ließen sich über das Liebeshemmnis unterschiedlicher Socken aus oder die vegane Ernährung und erfanden zum quäkenden Kazoo so eingängige Reime wie „Gut getwittert ist halb gevögelt“, „Duschvorhänge verdecken Knutschvorgänge“ oder „Gelegenheit macht Liebe“. 

Mit perfekten Kompliment-Reimen an die Zuhörer verabschiedete sich das Duo unter gewaltigem Applaus, durfte aber erst nach einer Zugabe von der Bühne.

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