Hornberg

"Rabatz im Zauberwald" begeistert

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juni 2017
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Der König mit den ernannten Mitgliedern der Märchenpolizei: Dornröschen, der gestiefelte Kater, Pinocchio, Aladin und die böse Hexe. Sie alle machen sich auf, die »Schwarze Zauberin« zu besiegen. ©Petra Epting

Sein Mut zu Neuem hat sich für Spielleiter Marvin Polomski ausgezeichnet. Mit seiner modernen Märchenfassung zaubert er mit seinem Ensemble einmal etwas ganz Anderes in den Storenwald. Das Premierenpublikum sparte nicht mit Applaus. Neun weitere Aufführungen sind geplant.

Der gestiefelte Kater ohne Stiefel? Rotkäppchen ohne Käppchen? Frau Holle ohne Kissen und Dornröschen ohne Spindel? Dazu ein trotteliger König, der immer mehr vergisst, wer er eigentlich ist, und eine verschrobene, streitsüchtige Hexe, der an ihrem Knusperhäuschen die Lebkuchen geklaut wurden?

Was ist im Märchenland los?

Was bitteschön ist im Märchenland los und vor allem, wie kann die Ordnung wieder hergestellt werden, damit die Menschen die Märchen nicht vergessen? Über 400 Stunden Zeit der rund 60 Spieler, über 50 Proben, Tanzproben und Aufnahmen im Tonstudio stecken in »Rabatz im Zauberwald«. Und dafür zollte  der Vorsitzende des Historischen Vereins Hornberg, Jürgen Schaumann, bereits vor dem Spiel seinen großen Respekt. 

Wunderschöne Kulissen

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Das Ergebnis war dann ein überwältigendes. Die Aufführung in den wunderschönen Kulissen, die größtenteils selbst gemachten Kostüme, die pyrotechnischen Effekte und ein »total krasses« Ensemble wurden zum Erlebnis für Jung und Alt. Prädikat »sehenswert« verbunden mit dem Rat, unbedingt noch Karten für eine der nächsten neun Aufführungen zu sichern, lässt sich da nur noch festhalten.
Mit Mut zu Neuem überzeugt der erst 24-jährige Spielleiter Marvin Polomski in seinem Debütstück. Entsprechend fiel der tosende Applaus am Ende aus. Er selber hatte sich unter das Publikum gemischt, wo die Anspannung nach den letzten vier Wochen Dauereinsatz immer mehr von ihm abfiel. Glücklich und mit Stolz auf seine Truppe verfolgte er das Geschehen. »Wenn es so gut läuft, dann weiß man, für was man gearbeitet hat«, strahlte er und verriet, auf jeden Fall ein weiteres Jahr dranhängen zu wollen.

Moderne Fassung

Viele bekannte Märchenfiguren mit ihren alten Geschichten finden sich in der modernen Fassung des Hartmann & Stauffacher Verlages wieder, die von Marvin Polomski für die Hornberger Bühne arrangiert wurde. Die »voll coole« Rattenbande – stets zu Diensten ihrer bösen Meisterin – fällt eindeutig aus dem Märchenrahmen und stellt als chaotischer Haufen mit ihrem Anführer Raffzahn der moderne Gegenpol dar. Schon nach wenigen Sätzen mutiert in krasser Jugendsprache die »Checker«-Ratte Bodo zum Publikumsliebling. Kleine und große Besucher haben ihre helle Freude. 

Die Märchenland-Bewohner gründen derweil eine Polizei. Der Kampf Gut gegen Böse nimmt Fahrt auf. Hitzige Wortgefechte und fiese Pläne sind die Folge, denn ihre Gegnerin, die »Schwarze Zauberin«, ist mit allen Wassern gewaschen. Die nächsten Gelegenheiten mitzuerleben, ob es für die Märchen ein Happy-End gibt, gibt es kommenden Mittwoch und Sonntag.

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