Umsetzungsphase für Hornberger Schlossberg gefordert

Räte legen Limit für Stadthallen-Sanierung fest

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11. Januar 2019

Gefühlte zehn Jahre sei man mit der Schlossberg-Konzeption hintendran, meint die CDU-Fraktion. ©Petra Epting

Im Rahmen der Hornberger Haushaltsberatungen kamen am Mittwoch auch die Dauerbrenner Schlossberg und Stadthallen-Sanierung auf den Tisch. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 3,1 Millionen Euro, was vor allem der CDU-Fraktion viel zu hoch war und worüber eine lebhafte Diskussion entbrannte.

Dass in Sachen Schlossberg-Konzeption jetzt dringend etwas passieren müsse, wurde in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch deutlich.
Für die CDU-Fraktion war dies in ihrer Stellungnahme zum Haushalt gar eine Forderung, dass sich der Rat damit beschäftige und endlich in die Umsetzungsphase gehe. »Gefühlte zehn Jahre zu spät«, sagte der Fraktionssprecher Erich Fuhrer. Seiner Fraktion ist nach wie vor ein Panoramaweg rund um den Schlossberg wichtig und noch vor Ostern sollte weitergeplant werden. Bürgermeister Siegfried Scheffold informierte darüber, dass man für die »Ertüchtigung« des bestehenden Panoramawegs und des Mühlenwanderwegs, was in diesem Jahr geplant sei, einen Zuschussantrag gestellt habe.

Gemeinsames Treffen mit Stadtmarketing-Ausschuss

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Es finde bald ein gemeinsames Treffen mit dem Stadtmarketing-Ausschuss statt, danach sollen Ideen weiterentwickelt werden. Die allgemeinen Planungskosten wurden dafür im Haushalt um 25 000 Euro erhöht. Auch die Freien Wähler sprachen sich dafür aus, den Schlossberg »dringend anzugehen«. Klare Statements gab es von den Fraktionen zur geplanten Sanierung der Stadthalle mit Kosten von derzeit geschätzt 3,1 Millionen Euro. »Es ist unstrittig, dass die Stadthalle saniert werden muss, aber wir befürworten die hohen Kosten nicht und schlagen vor, vor dem Treffen mit den Architekten ein Limit von 1,8 Millionen Euro zu setzen«, so Erich Fuhrer. Die SPD-Fraktion sieht Rat und Verwaltung zwar mitunter »Zuschuss-getrieben«, »doch wenn halt gerade ein Topf offen ist, sollte man diesen wie am Beispiel der Schule auch nutzen. Auch bei der Stadthalle gibt es Zuschüsse und wir sollten nicht an der Realität vorbeiplanen, die uns dann doch wieder einholt«, betonte Sprecher Bernd Laages und hatte mit drei Millionen Euro keine Probleme.

Kosten müssen dargestellt werden

Fritz Wöhrle, Sprecher der Freien Wähler, setzte wiederum ein Limit von 2,2 Millionen Euro für die Stadthalle. »Wir wollen keine hohe Zahl, von der man nicht wieder herunterkommt.« Er plädierte dafür, die Planungskosten von 150 000 Euro im Haushalt zu lassen. Bürgermeister Siegfried Scheffold erläuterte generell, dass die Kosten im Haushalt dargestellt werden müssten, auch um zu zeigen, dass man es mit Maßnahmen ernst meine. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion darüber, ob ein Limit sinnvoll ist oder nicht. »1,8 Millionen Euro sind nicht zu realisieren und schon 2,2 Millionen Euro sind anspruchsvoll«, so Scheffold. Bereits 2013 seien die ersten genannten Beträge nicht ausreichend gewesen.
Der Vorschlag Erich Fuhrers für ein Limit über zwei Millionen Euro, über den der Bürgermeister abstimmen ließ, wurde abgelehnt. Mit vier Gegenstimmen wurde das Limit auf 2,2 Millionen Euro und die Planungskosten 2019 auf 150 000 Euro festgelegt. Die weiteren Kosten werden für die Folgejahre dargestellt. Der Gemeinderat wird sich im Februar mit den Planern treffen, um durchzusprechen, »was muss, was kann«. Dann werde man sich über Abstriche unterhalten und weiterplanen.

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