Schiltach

Räte wollen einen barrierearmen Zugang zur Sportanlage

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15. Oktober 2019

Der Abgang zur Sportplatz-Anlage bei Vor Kuhbach ist viel zu steil. Das soll sich ändern. ©Martina Baumgartner

Der sehr steile Abgang des Stegs zur Schiltacher Sportanlage soll barrierearm werden, darauf einigten sich die Gemeinderäte bereits und entschieden sich in einer der vergangenen Gemeinderatssitzungen für die weitere Planung einer Variante mit Rampe in Richtung Vereinsheim. Stadtbaumeister Roland Grießhaber legte den Räten am Mittwochabend im Rathaus den ausgearbeiteten Entwurf nach deren Wünschen vor.

Der Steg zur Schiltacher Sportanlage soll kinzigaufwärts entlang des Ufers verlaufen und mit acht Prozent Neigung die Sportplatzanlage barrierearm zugänglich machen. Das Architekturbüro Zollmatt konnte den Steg wegen einer etwas steileren Neigung kürzer als zunächst vorgeschlagen planen. Auch die Durchfahrt mit Lastwagen zur Beschickung des Wirtebetriebs zwischen Platz und Steg ist mit vier Metern breit genug, was ebenfalls dem Wunsch der Räte entsprach. 

Trotz Kosteneinsparung soll der Umbau des Sportplatzsteg-Abgangs 62 000 Euro kosten. „Das ist viel Geld, wenn man weiß, wo der Weg hinführt“, gab Bürgermeister Thomas Haas zu bedenken. Er wies darauf hin, dass, auch wenn der neue Sportplatzsteg-Abgang zwar barrierearm zur Sportplatzanlage führe, man dennoch nicht barrierearm auf der gegenüberliegenden steilen und nicht befestigten Seite zur Straße bei Vor Kuhbach gelangen könnte. Ein wenig steiler  Rundweg um die Sportplatzanlage umgeht zwar diesen steilen Zugang zur Straße, ist allerdings größtenteils unbefestigt und lang. Zudem sei auch das Ziel Vereinsheim durch die vielen Treppen dort nicht barrierarm zugänglich, so Haas.

Genehmigung des Landratsamts

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Mit dem Bau des Stegs liege man zudem im Hochwasserabfluss. Dafür benötige man die Genehmigung des Landratsamts. „Außerdem befinden wir uns damit auf fremden Gelände, und wir müssen zunächst mit dem Eigentümer sprechen und eine Einwilligung erwirken“, so Haas. Der Stadtbaumeister war nicht der Ansicht, dass eine Stahlkonstruktion, wie Stadtrat Michael Götz (CDU) die Ausführung des Abgangs vorschlug, zu Kosteneinsparung führen würde. 

Das heutige Kassenhäuschen, das einem barrierearmen Abgang weichen muss, sei vermutlich entbehrlich, weil es bereits heute bei Veranstaltungen nicht unbedingt besetzt sei und der Kassierer oft im Publikum direkt den Eintritt kassieren würde, erklärte Jacqueline Stehle (FWV), die Schriftführerin der Spielvereinigung ist,  zur Frage von Ratskollege Philipp Groß (CDU) zum Thema. Stadtrat Michael Buzzi (BUW) bezog Stellung, denn seines Erachtens nach sei der Aufwand zugunsten einer berrierearmen Zugänglichkeit für Gehbehinderte gerechtfertigt.

Mehrheitlich stimmte der Gemeindrat am Mittwoch für die Weiterverfolgung des Plans, die Aufnahme eines Wasserrechtsverfahrens und dafür, das Gespräch mit dem Grundstückseigentümer zu suchen. 

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