Hausach

Reise durch Zeiten und Räume beim Hausacher »Zeit-Festival«

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20. Mai 2019
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(Bild 1/3) Volles Haus im Mostmaierhof-Lädele, als Elmar Langenbacher am Samstagnachmittag aus dem Kinderbuch »Einzahn«, illustriert von seiner ehemaligen Schulkameradin Simone Hübner (zweite Reihe, rechts), vorliest. Hübner ist in Hausach eher noch als »Mostmaier-Moni« bekannt, die Künstlerin lebt heute in Starnberg und war Mit-Initiatorin des ersten »Zeit-Festivals«. ©Claudia Ramsteiner

Hausach hat nach dem »Leselenz« und »Huse jazzt« ein drittes Kulturfestival: Das »Zeit-Festival« startete am Wochenende mit sehr vielen Facetten von Kunst, Literatur, Musik und der ersten Hausacher Kulturbörse. 

Drei Mädchen probieren sich am Stand der Stadtkapelle im Hof kichernd an Tuba und Tenorhorn aus, nebenan schmiedet Martin Kempe das Eisen, solange es an der mobilen Feld-Esse noch heiß ist. Drinnen im Mostmaierhof spricht Stefan Blattmann als Glasbläser Peter Munk mit Besuchern über seine Rolle bei den Burgfestspielen »Das kalte Herz«, das Kultur- und Tourismusbüro stellt den neuen Hausacher Kulturkalender vor, der Leselenz macht Lust auf sein Festival im Juli, und das Team um Udo Prange demonstriert, was hinter den Kulissen des Museums so passiert. 
Es waren (noch) längst nicht alle Kulturschaffenden, die sich bei der Kulturbörse auf dem ersten »Zeit-Festival« am Wochenende im Mostmaierhof präsentierten, aber es war ein sehr vielversprechender Anfang. 

Selbst die Stehplätze wurden knapp, als Odile Meyer-Siat und Wilfried Busse am Freitagabend das erste »Zeit-Festival« im Mostmaierhof mit einem Konzert eröffneten und anschließend die Künstler zur Vernissage ihrer Ausstellungen einluden (siehe Kulturseite). Der Eröffnungsabend hatte aber noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Feierlich wurde nach dem Konzert im Hof die alte Kirchturmuhr enthüllt, die von nun an die Stunden im Mostmaierhof anzeigen wird. Woher diese stammt, durfte Werner Hafner, Vorsitzender des Vereins Mostmaierhof, nicht verraten. Die Gemeinde, aus der die Uhr stammt, habe darum gebeten – um dort Proteste zu vermeiden. 

Charmante Orte

Auch die Literatur verteilte sich auf verschiedene charmante Orte des Mostmaierhofs und lud zur Zeitreise ein. Am Samstagnachmittag stellten Schüler der Graf-Heinrich-Schule in der Reha-Werkstatt ihr Buchprojekt vor (siehe Bericht auf der Hausach-Seite), und im »Mostmaier-Lädele« las Elmar Langenbacher aus dem zauberhaften Kinderbuch »Einzahn« von Gioia Wikullil. Die Geschichte über den liebenswerten Drachen mit dem weichen Herzen hat Simone Hübner illustriert. Die Künstlerin, in Hausach besser bekannt als »Mostmaier Moni«, lebt heute in Starnberg. Sie animierte in ihrer Ausstellung auch die Besucher, sich selbst künstlerisch zu versuchen. 

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Werner Hafner hatte in der Begrüßung am Freitag bereits freudig bemerkt, dass der Mostmaierhof mit diesem Festival eine Kooperation mit dem Hausacher Leselenz eingeht. Und so beschloss die Literatur mit einer sehr amüsanten Lesung der Berliner Dichter Björn Kuhligk und Tom Schulz den Samstag. 

Amüsante »Rheinfahrt«

Die beiden literarischen Freunde hatten auf der »MS Regina« das Durchschnittsalter gewaltig gesenkt und berichten in ihrem gemeinsamen Buch »Rheinfahrt« nicht nur über Land und Leute am Rhein, sondern auch über die biedere Kreuzfahrtgesellschaft. Leider ließen sie die Passage über die Hausacher Fasnacht aus. Ein weiterer Grund, sich das Buch im Buchhandel zu besorgen – die Exemplare am Büchertisch waren schnell vergriffen.

»Unveröffentlichtes« von José Oliver gab es in der Matinée am Sonntagmorgen, nachmittags erzählte Billy Sum-Hermann Sagengeschichten – und viele Besucher machten sich erneut auf die Zeitreise vom »unfassbaren« Erlebnis mit José Olivers Klanginstallation »Neue Räume ins Hören« im Keller bis zu Juliane Plögers »Sonnenuhren« auf dem Dachboden. Der Verein Mostmaierhof hatte mit großem Elan und Einfallsreichtum ein Festival auf die Beine gestellt, das für die Zukunft noch viele Chancen birgt. 
 

 

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