Baustellenbesuch in Schenkenzell

Renovierungsarbeiten im Glockenturm schreiten voran

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15. Oktober 2019

(Bild 1/2) Die größte Glocke „St.Johannes“ ist zurzeit abgehängt, lagert auf Hölzern und es wird ein neues Joch eingesetzt. Neue Glockenklöppel warten darunter auf alle fünf Glocken im Kirchturm. ©Martina Baumgartner

Je nach finanzieller Kapazität möchte die Pfarrgemeinde St. Ulrich in Schenkenzell die katholische Kirche dort renovieren. Zurzeit läuft der Bauabschnitt in der Glockenstube und Turm von St. Ulrich.

Ursprünglich sollten die zweiwöchigen Arbeiten am Glockenturm der St.-Ulrich-Kirche am 4. Oktober fertig sein. Doch die beauftragte Firma Schneider Turmuhren- und Glockentechnik Schonach kam später als zunächst geplant zu ihren Arbeiten in Schenkenzell. „Doch wir können den Termin am Sonntag, 20. Oktober, mit Besichtigung des Glockenturms und der Neuerungen dort halten“, so Hans Wagner vom Kirchengemeinde- und Stiftungsrat auf Nachfrage des Offenburger Tageblatts. Und mit etwas Glück läuten die Glocken dann auch im Familiengottesdienst zuvor erstmals wieder.

Zu einer Besichtigung des Baufortschritts machten sich Wagner und Bernd Jehle vom Gemeindeteam am Donnerstagabend an den Aufstieg im Glockenturm von 1774 (siehe Stichwort). Das hölzerne Treppenhaus von 1980 ist gut erhalten. Lediglich die Brüstungshöhe auf den Wendepodesten der einzelnen der vier Stockwerke musste durch Auflattung teils um zehn Zentimeter erhöht werden. Ganz neu ist die Ausleuchtung des Turms, die jetzt den Sicherheitsvorgaben entspricht. Die Glockenstube muss durch den Einbau einer Klappe komplett zum unteren Turm abgeschottete werden.  Diese Arbeiten sind bereits erledigt.

Joche auswechseln

Die bisher metallenen Joche aller fünf Glocken zeigten Ermüdungserscheinungen und werden durch hölzerne ersetzt: „Das verbessert auch deren Klang“, erklärt Wagner während der Besichtigung. Drei Glocken liegen bereits auf den neuen Jochen aus Eichenholz. Neue Lager sind ebenfalls angebracht, und die neuen Schwungräder warten auf ihren Einbau.

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St. Johannes, die größte Glocke, ist derzeit abgehängt, und ruht auf Kanthölzern. Bei Baustellenbesichtigung war deren neues Joch gerade in die Glockestube transportiert. Auch die neuen Klöppel lagern bereits dort (großes Foto). Die mit drei auf drei Metern Turmfläche öffnet lediglich einen beengten Arbeitsraum in der Glockestube. Der Weg zur Baustelle  führt über ein Gerüst an der Außenseite des Glockenturms durch eines der Turmfenster. Alle Schaltschränke sind im Stockwerk unter der Glockenstube bereits von der Turmwand an eine innenliegende des Treppenhauses verlegt. 

Die Steuerungstechnik, die teuerste Maßnahme dieses Sanierungsabschnitts, wird erneuert und die elektrischen Anschlüsse gelegt, sobald die Arbeiten in der Glockenstube  beendet sind. 

Per Fernbedienung

Nach der bereits erfolgten  Reinigung des inneren Turms soll auch der Turmhelm gesäubert und die Schallwände der Fenster ergänzt werden, sodass Vögel dort nicht mehr einfliegen. Künftig können die Glocken auch per Fernbedienung angeschaltet werden, beispielsweise bei Beerdigungen vom Schenkenzeller Friedhof aus. 

INFO: Nach Abschluss der Arbeiten kann der bis dahin frisch renovierte Glockenturm am Sonntag, 20. Oktober, nach dem Gottesdienst in der Zeit von 11.30 bis circa 13.30 Uhr besichtigt werden.

Stichwort

Turm und Chor sind von 1774

Ein Vorgänger der bestehenden St.-Ulrich-Kirche wurde 1515 geweiht. Im 18. Jahrhundert machten Schäden und Platzmangel einen Neubau notwendig. Er entstand von 1774 bis 1780 nach Plänen des fürstenbergischen Baumeisters Franz Joseph Salzmann. Am 24. Juli 1784 wurden Kirche geweiht. Größere Renovierungen waren 1883 und 1938. 1980 begannen die Arbeiten am Neubau der Kirche. Allein der Chor und Glockenturm aus dem 18. Jahrhundert blieb erhalten, das Kirchenschiff wurde abgerissen und vergrößert wiederaufgebaut. Am 27. Februar 1983 wurde die neue Kirche geweiht.

Info

Spenden

Die Pfarrei bittet noch um Spenden für das zum größten Teil selbst zu finanzierende Sanierungs-Projekt in Schenkenzell, Iban: DE58 6645 2776 0001 0677 60, Verwendungszweck »Glocken St. Ulrich«. Bei Bedarf stellt das Pfarrbüro auch Spendenbescheinigungen aus.

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