Talgflüster

Richtig geschrieben, ist's (un)verständlich

Autor: 
Kinzigtal-Redaktion
Lesezeit 4 Minuten
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11. August 2018

Das Elektrofahrzeug des Schiltacher Bauhofs hat ein zündendes Geheimnis. ©Martina Baumgartner

Im satirischen Wochenrückblick der Kinzigtalredaktion des Offenburger Tageblatts geht's diesmal um Zeitungsenten, solche, die es werden wollen, Rechtschreibung und geheimnisvoll Geschriebenes.

 

Zeitungsenten: »Aber in de Zittung isch’s g’schtonde!«

Ob’s an der Hitze lag? Der ein oder andere Kinzigtäler jedenfalls verstand zu Wochenbeginn überraschend wenig Spaß. Um nicht zu sagen: Gar keinen. Haslachs Schwimmbad wegen Überfüllung geschlossen? Ja Blitzdonnerwetter, da wurde aber postwendend an der Freibad-Kasse telefonisch im schnittigen Tonfall nachgehakt.

Das Freibad-Team wusste kaum, wie ihm geschah: Die Tore offen, das Wasser im Becken frisch – alles bereit für eine erfrischende Abkühlung zum Wochenstart. »Aber in de Zittung isch’s g’schtonde!«, polterten die Anrufer.

Nun, wir gestehen: Soweit ist das schon richtig. Nur stand es halt auf einer Seite, die unschwer zu erkennen mit einer gewissen Vorsicht zu genießen war. Und um sicher zu gehen, stand das auch explizit so auf unserer Montags-Jugendseite nachzulesen. Ausnahmsweise nämlich durfte das Team unserer Journalismus AG Meldungen erfinden, um mit den kreativen Gedankenblitzen das Schreiben von nüchtern-nachrichtlichen Texten zu trainieren.

Das Ergebnis war eine bunte Sammlung von »Zeitungs-Enten«, umrahmt von mahnenden Enten-Fotos, viel »Gequake« und einem eindeutigen Hinweis im Erklärtext von AG-Leiterin Katrin Mosmann: »Viel Spaß beim Schmunzeln. Aber nicht vergessen: Das ist alles nur ›Quak‹.« Ob die erbosten Anrufer im Haslacher Schwimmbad anschließend einfach zur Abkühlung ins doch geöffnete Freibad gingen oder ob sie vergeblich beim auf der Jugendseite ebenfalls vermeldeten eiligen Aufbau der Hornberger Stadtmauer helfen wollten, ist leider nicht überliefert. 

Falls Sie zu jenen gehören, die wir tatsächlich mit der satirisch angehauchten Seite Anfang August noch in den April geschickt haben: Grämen Sie sich nicht. Sie dürfen uns auch weiterhin jedes Wort glauben. Sie sollten eben nur manchmal ein paar Zeilen weiterlesen, damit wir Ihnen den Spaß auch erklären können! Tobias Lupfer

Mit Folgen: Wohl aus Langeweile auf Facebook angebliche Tatsachen gepostet

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Dabei braucht es noch nicht einmal prominent angekündigte »Zeitungs-Enten«, um im Hochsommer wilde Gerüchte in die Welt zu setzen, wie das leidgeprüfte Schwimmbad-Team bei der abendlichen Recherche am Beckenrand berichtet. Denn ein inzwischen nicht mehr unbekannter Spaßvogel habe auf Facebook erst unlängst ebenfalls verkündet, dass das Haslacher Bad geschlossen sei – wohlgemerkt ohne journalistische Fingerübung, wohl mehr aus Langeweile.

Und übers gerade erst frisch sanierte Hornberger Freibad werde sich erzählt, dass es zwei Tage hätte schließen müssen, weil die Pumpen nicht mitspielten. Kompletter Nonsens – schließlich wurde das Bad nicht nur optisch, sondern auch technisch auf Vordermann gebracht.

Gehen Sie doch übers Wochenende einfach auch mal in eins der Kinzigtäler Freibäder und genießen Sie die Erfrischung. Klappt in der Saison täglich. Außer vielleicht, Sie kommen erst nach 20 Uhr. Dann nämlich hört der Badespaß in der Regel tatsächlich auf – und der Feierabend für die fleißigen Freibad-Teams fängt an.Tobias Lupfer

Kein Schildbürgerstreich: Elektrofahrzeug mit Dieselkraftstoff betankt

Die Schiltacher Bauhofmitarbeiter fahren künftig elektrisch, zumindest mit dem neuen Pritschenwagen. Ob der allerdings sein Umweltverträglichkeitversprechen hält, sollte nochmal geprüft werden: Hinter der Fahrzeugführerkabine gibt es nämlich nicht nur eine wiederaufladbare Batterie, sondern auch einen Tank mit der Aufschrift »Diesel«.

Ein Pritschenwagen mit Hybrid-Antrieb? Nun, dieser Luxus wäre auch für das reiche Schiltach ein Schildbürgerstreich. Des Rätsels Lösung ist: Die Heizung der Fahrzeugführerkabine kann nicht mit Strom geheizt werden, denn soviel kann die Lithiumbatterie nun auch wieder nicht leisten. Also muss Diesel für Wärme sorgen. Womöglich benötigt das Fahrzeug nun eine grüne Umweltplakette um damit zumindest nach Schramberg fahren zu dürfen. Martina Baumgartner

Herr Duden weißt es besser

Als die Rechtschreibreform 1998 eingeführt wurde, war Chaos«, schrieb unsere Kulturredaktion in der vergangenen Woche zum 20. Geburtstag dieser Reform, die immer wieder auch für Ausreden herhalten muss, wenn etwas nicht so ganz den Regularien des Duden entspricht. Wir halten uns übrigens – von dem einen oder anderen Tippfehler mal abgesehen – grundsätzlich an die neueste Duden-Ausgabe. Und das heißt auch, dass wir die Großschreiberei mitten im Wort ebensowenig mitmachen wie Firmennamen, die sich nicht an die Duden-Vorgaben halten. Ob LeseLenz, KammerChor, LandFrauen oder NaturFreunde – alles durchaus originell, aber halt auch nach der Rechtschreibreform nicht richtig.
Auch wenn sich »hansgrohe« selbst gern klein schreibt, ist es halt nun mal ein Substantiv, und das fängt nach dem Herrn Duden mit Großbuchstaben an. So wird auch alles, was als Wort gesprochen wird (wie Awo oder Vega), in der Regel auch als Wort geschrieben – mit nur einem Großbuchstaben am Anfang. Da wollten wir aus gegebenem Anlass einfach mal darauf hinweisen. Claudia Ramsteiner

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