Hausach

Riesiger Ansturm auf die "Schlachtplatten to go"

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26. Oktober 2020

(Bild 1/2) Um 7 Uhr begann die erste Schicht mit dem Schälen von knapp drei Zentnern Kartoffeln. ©Claudia Ramsteiner

Die Hausacher Landfrauen und der BLHV waren bei ihrem „Schlachtfest to go“ schon nach zweieinhalb Stunden restlos ausverkauft. Mehr als 550 Portionen gingen von 10.30 bis 13 Uhr über die Theke.

Seit mehr als 20 Jahren laden die Hausacher Landfrauen gemeinsam mit dem BLHV am letzten Oktobersonntag zum Schlachtfest ein – zuerst in einem Zelt beim Landfrauenmarkt, dann im katholischen Pfarrheim, und als die Gäste immer mehr wurden in der Stadthalle. In diesem Jahr sollte diese Tradition nicht sterben – auch wenn das beliebte Schlachtplattenessen in der Stadthalle während der Corona-Pandemie nicht möglich war. So entschieden sich die Vereine zu einem „Schlachtfest to go“ und boten die deftige Mahlzeit zum Mitnehmen an – mit durchschlagendem Erfolg. „So ausverkauft waren wir noch nie“, strahlte der BLHV-Vorsitzende Bernhard Kohmann, als um 13 Uhr schon alles ratzeputz weg war. 

Bereits um 7 Uhr begann die erste Helferschicht mit dem Schälen der knapp drei Zentner Kartoffeln für den Kartoffelbrei. Um 10.30 Uhr gingen die ersten Portionen in Einwegbehältern aus biologisch abbaubarem Zuckerrohr über die Theke. Die Abgabe in mitgebrachte Behältnisse war aus Hygienegründen nicht möglich, erläuterten die Veranstalter. „Wir haben schon in der ersten halben Stunde 82 komplette Schlachtplatten ausgegeben“, erzählte Silvia Schmider, die an der Ausgabe stand.

„Solange der Vorrat reicht“, stand auf der Ankündigung – dass die fast 600 Portionen allerdings nur zweieinhalb Stunden reichen würden, hatte niemand vermutet. Silvia Schmider bedauerte ein Paar aus Ohlsbach, das eigens mit dem Fahrrad nach Hausach gefahren war, um sich die deftige Mahlzeit zu holen und mit leeren Händen wieder abziehen musste.

Viele Auswärtige

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„Es war auffällig, dass sehr viele Auswärtige kamen, die wir bisher bei unserem Schlachtfest noch nie gesehen haben“, vermutete der BLHV-Vorsitzende, dass das Abholen offensichtlich eine geringere Hemmschwelle darstelle als in eine fremde Halle zu sitzen. Gab es bisher für die Helfer anschließend zum Lohn noch Schlachtplatten, so holte Bernhard Kohmann nach dem Ausverkauf bei sich zu Hause noch Brot, damit er wenigstens zu den übrigen Bratwürsten noch etwas zu bieten hatte. 

Die Hausacher Landfrauen hatten seit ihrem Neustart im März dieses Jahres einen riesigen Boom erlebt. Viele junge Frauen sind dazugestoßen, die auch ihre Kinder zum Helfen mitbrachten. Und so erlebten mehrere Generationen gemeinsam, wie das Zusammenarbeiten und der gemeinsame Erfolg Gemeinschaft fördert. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, schrieb Nadine Buchholz in ihrem Dank an alle Helfer.

„Gemeinsam super gemeistert“

Linda Pranic, seit März Vorstandssprecherin der Landfrauen, hatte im vergangenen Jahr bereits bei den Vorbereitungen mitgeholfen. „Das ist ein super Team“, lobte sie die Zusammenarbeit auch zwischen Landfrauen und BLHV. Das Umsetzen sämtlicher Corona-Auflagen habe in diesem Jahr schon zu einem großen Mehraufwand geführt: „Aber wir haben das gemeinsam super umgesetzt und gemeistert“, so Linda Pranic: „Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele gekommen sind und uns unterstützt haben“, gab der Erfolg ihnen recht. 

Stichwort

Kuchenrezepte der Landfrauen

Das Kuchenbüfett der Landfrauen zum Schlachtfest ist jedes Jahr ein Magnet. Auch von den 61 Kuchen und Torten, die ebenfalls zum Mitnehmen angeboten wurden, war am Nachmittag fast nichts mehr da. Viele haben ihre Kreationen fotografiert und das Rezept dazu aufgeschrieben. Diese Rezepte werden nach und nach in den Social-Media-Kanälen der Landfrauen Hausach auf Instagram und Facebook veröffentlicht. Wer dort keinen Zugang hat, bekommt sie zum Zuhause ausprobieren auch per Mail an landfrauen_hausach@gmx.de.
 

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