Wolfach

Rolle rückwärts in der Personalbesetzung des Wolfacher Amtsgerichts

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 2 Minuten
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10. Juni 2021
Richterin Elena Eckert hatte am Mittwoch ihren letzten Verhandlungstag am Amtsgericht Wolfach. Zum 1. Juli wechselt sie ans Landgericht Offenburg und Amtsgerichts-Direktorin Katrin Kilguß kehrt zurück nach Wolfach.

Richterin Elena Eckert hatte am Mittwoch ihren letzten Verhandlungstag am Amtsgericht Wolfach. Zum 1. Juli wechselt sie ans Landgericht Offenburg und Amtsgerichts-Direktorin Katrin Kilguß kehrt zurück nach Wolfach. ©Andreas Buchta

Am Amtsgericht Wolfach werden wieder die Plätze getauscht: Am Mittwoch hatte Richterin Elena Eckert ihren letzten Verhandlungstag – zum 1. Juli kehrt Katrin Kilguß zurück.

Richterin Elena Eckert verlässt nach einem Jahr das Amtsgericht Wolfach in Richtung Landgericht Offenburg. Nach kurzer Übergangszeit übernimmt Direktorin Katrin Kilguß nach dem Ende ihrer Abordnung nach Karlsruhe wieder die Geschäfte auf dem Wolfacher Richterstuhl.

Abordnung ans Oberlandesgericht

Eckert war zum 1. Juli 2020 dem Amtsgericht Wolfach als Richterin zugeteilt worden. Anfangs hatte sie von Ina Roser als Elternzeitvertretung die Zuständigkeit für Strafsachen übernommen. Ab 1. Oktober war Eckert dann als Richterin allein für das laufende Geschäft vor Ort zuständig. Denn: Amtsgerichts-Direktorin Katrin Kilguß wechselte zum 1. Oktober zu einer sogenannten „Erprobungsabordnung“ für neun Monate an das Oberlandesgericht Karlsruhe, Außensenate Freiburg.

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Zum 30. Juni laufen diese neun Monate ab und Katrin Kilguß kehrt ans Amtsgericht Wolfach zurück. Schon im vergangenen Jahr hatte Kilguß angekündigt, Wolfach voraussichtlich treu zu bleiben. Nun löst sie wiederum Elena Eckert ab, die dann genau ein Jahr in Wolfach tätig gewesen sein wird. Eckert wechselt zu diesem Termin als Richterin in Zivilsachen ans Landgericht Offenburg.

Lehrreiche Zeit in Wolfach

Aufgrund Urlaubs hatte Eckert den letzten Verhandlungstag aber schon am Mittwoch (wir werden noch berichten). Als „sehr lehrreich“ bezeichnet sie ihre Zeit in Wolfach. Das sei vor allem dem Umstand geschuldet, dass sie seit Oktober allein alle richterlichen Aufgaben wahrgenommen habe. Die vielen Bereiche zu managen habe für sie eine nicht geringe Herausforderung dargestellt. „Ich bin dankbar für die Zeit hier“, betont sie. Bei einem solch kleinen Gericht müsse man einfach alles machen. „Man lernt unheimlich viel in sämtlichen Bereichen.“ Und unter den Kollegen herrsche eine fast familiäre Atmos­phäre. Auch räumlich sei das Amtsgericht Wolfach wunderschön. „Ich bin jeden Tag gerne ins Schloss gekommen.“

Im großen Sitzungssaal habe sie immer gerne verhandelt. Ein solch prächtiger Saal sei beileibe nicht selbstverständlich. Sie habe im vergangenen Jahr sehr viel erlebt und einen „reichen Erfahrungsschatz“ gesammelt. Ihre Zuteilung ans Amtsgericht Wolfach habe sie letztlich in keiner Sekunde bedauert. „Ich bin jetzt gerüstet für die weite Welt!“

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