Wolfach

Roter Alleskönner für Wolfachs Feuerwehr soll 2022 anrollen

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16. Oktober 2020

Robust und vielseitig: Dieser 2019 bei der Feuerwehr Hildesheim in Dienst gestellte Gerätewagen mit Unimog-Basis und Planen-Aufbau ist Vorbild für den Neuzugang der Feuerwehr Wolfach, der in zwei Jahren ins Gerätehaus rollen soll. ©Daimler AG

Wolfach investiert in den Fuhrpark der Feuerwehr: Knapp 350 000 Euro kostet das geländegängige Logistikfahrzeug, für das der Gemeinderat am Mittwoch die Aufträge vergab. 

Da hin kommen, wo gewöhnliche Löschfahrzeuge nicht hinkommen soll er – und dank flexibel bestückbarer Rollcontainer oder alternativ der Beladung mit einem Wassertank das zum Einsatzort bringen, was gerade benötigt wird: der neue Logistik-Alleskönner der Feuerwehr Wolfach, der nach der Auftragsvergabe vom Mittwoch im Oktober 2022 im Gerätehaus stehen soll.

Ein Fahrzeug wird eingespart

„Fachlich ist’s ein Gerätewagen Transport“, erläuterte Gerätewart Manuel Rauber, der dem Gemeinderat zusammen mit Kommandant Christoph Mayer das Konzept für das Logistikfahrzeug präsentierte. Perspektivisch war dessen Kauf bereits im Mai 2018 im damals vorgestellten Feuerwehrbedarfsplan angekündigt. Er soll den Rüstwagen und mittelfristig auch den Schlauchwagen ersetzen, die beide vor kostspieligen Reparaturen stehen. „Über die Jahre gesehen wird am Schluss mal ein Fahrzeug wegfallen, weil man auf das neue Fahrzeug immer das drauflädt, was man für den Einsatz gerade braucht“, kündigte Rauber am Mittwoch an.

Im Zug der Bedarfsanalyse sei 2018 auch klar geworden, dass man den Rüstwagen in seiner bisherigen Form nicht mehr brauche. „Aber dass wir ein hoch geländegängiges und watfähiges Logistikfahrzeug brauchen.“ Basis für den Neuen ist ein Unimog, der Aufbau wird mit Plane abgedeckt. Unter anderem, um im Hochwasserfall die vorbereiteten Sandsäcke auch von der Seite laden zu können. Generell soll das Fahrzeug mit bis zu neun Rollcontainern beladen werden, in denen Werkzeuge für verschiedene Einsatzschwerpunkte untergebracht werden. Standardmäßig werde hydraulisches Werkzeug geladen, „sodass im Fall eines Unfalls schnell agiert werden kann“. 

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Selbst bei Hochwasser mobil

Da die Feuerwehr Wolfach mit den Kameraden aus Niederwasser und Hofstetten den Hochwasserzug Kinzigtal bilde, soll es auch einen speziell dafür ausgelegten Rollcontainer geben. Und eben für den Hochwasser-Fall sei auch die Wattiefe von bis zu 1,20 Meter entscheidend – etwa, um vom Wasser eingeschlossene Personen zu retten. Im Fall eines 50- oder 100-jährlichen Hochwassers sei mit dem übrigen Feuerwehr-Fuhrpark kein Durchkommen. „Man muss sich im Klaren sein, dass die Stadt dann in zwei Teile geschnitten würde.“

Und schließlich müsse der rote Alleskönner auch geländegängig sein. Rauber: „Die Löschfahrzeuge, die wir haben, werden immer größer und schwerer. Wenn irgendwo Forstunfälle sind, haben wir keine Möglichkeit mehr, das Material vor Ort zu bringen.“  Die Wehr brauche ein Fahrzeug, das auf Maschinenwegen fahren könne – und davon gebe es auf den gut 5400 Hektar Wald auf Wolfacher Gemarkung immerhin gut 160 Kilometer. Auch mit Blick auf die steigende Waldbrandgefahr sei die Geländegängigkeit wichtig. Bis zu 4000 Liter Wasser kann der „Neue“ mit einem Tank, der anstelle der Rollcontainer geladen werden kann, dann ins unwegsame Gelände wuchten.

Haushaltsansatz unterboten

„Es waren etliche Termine vor Ort“, resümierte Bürgermeister Thomas Geppert, der insbesondere Rauber für „etliche Stunden im Ehrenamt“ dankte. Diesem Einsatz sei es zu verdanken, dass der Haushaltsansatz von 350 000 Euro ausreicht: Auf rund 342 750 Euro summieren sich die Kosten für das Fahrzeug. Den Auftrag vergab der Rat einstimmig.

Stichwort

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten von 342 750 Euro unterteilen sich in vier Hauptlose: Den Unimog als Basis liefert die Firma Knoblauch aus Immendingen für rund 154 700 Euro. Den Aufbau erledigt Firma Dufner in Elzach für rund 113 320 Euro. Auch die Rollcontainer liefert Dufner, Kosten rund 33 390 Euro. Die feuerwehrtechnische Beladung schließlich übernimmt die Firma Barth aus Fellbach für 25 880 Euro. Vervollständigt wird die Bestellliste von Forstgeräten der Firma Eberhard in Halbmeil für 2200 Euro sowie einer Tragkraftspritze der Firma Weber aus Bad Krozingen (13 240 Euro).

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