Tempo 30 an vorgeschlagenen Stellen im Lehengericht nicht gerechtfertigt

Sachverständige prüfen Gefahrensituationen

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 3 Minuten
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06. Dezember 2017

Die schlechte Sicht bei der Einfahrt im Hinteren Erdlinsbach Nummer 137 könne man mit Heckeschneiden verbessern, entschieden die Mitarbeiter des Landratsamts. ©Martina Baumgartner

Ortsvorsteher Thomas Kipp und Vertreter des Landratsamts und der Polizei prüften, welche Verkehrszeichen im Lehengericht den dortigen Gefahrensituationen angemessen sind. 

Einige Anlieger im Lehengericht hätten den Wunsch nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr an zwölf Stellen des Stadtteils geäußert, informierte Ortsvorsteher Thomas Kipp die Ortschafträte während ihrer jüngsten Sitzung. Die Hinweise hatte Kipp gesammelt, und bei der vergangenen Verkehrsschau mit Mitarbeitern des Landratsamtes und der Polizei vor Ort geprüft: Keine der zusätzlich geforderten Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Tempo 30 wurde von den Behörden als erforderlich angesehen.

Street -Buddys dürfen als Anzeige einer Gefahrensituation aufgestellt werden

Allerdings gab es an manchen Stellen Empfehlungen für das Aufstellen von sogenannten Street Buddys – Warnfiguren, als nützliche Ergänzungsanzeige des Gefahrenbereichs. »Solche hat der Bauernhofkindergarten An der Staig aufgestellt«, gab Kipp den Räten ein Beispiel. In einigen Bereichen seien die Hofdurchfahrten als solche bereits gekennzeichnet und erforderten von vornherein ein vorsichtiges Verhalten im landwirtschaftlichen Wohnbereich, durch den die Straße führe, argumentierten die Sachverständigen. 

Sachverständige entscheiden im Einzelfall vor Ort

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Im Eulersbach 93 sei eine Gefahrenbeschilderung nicht erforderlich, informierte Kipp zum Ergebnis der Verkehrsschau und bei Höllgräben 96 lediglich in Richtung bergab – ein Street Buddy wird dort sowie bei Liefersberg 97 empfohlen. Bei Schöngrund/Heuwies wird der Straßenverkehr durch Viehtrieb behindert. Auf die Gefahr soll künftig ein bei Bestehen aufgeklapptes  Schild hingewiesen werden.

Bei Hinterholz 161 würde die Beschilderung mit »Hofdurchfahrt«, »Spielende Kinder« und »Tempo 30« der Gefahrensituation gerecht. Das Landratsamt empfehle den Bewuchs teilweise zurückzunehmen, damit die Situation dort von den Verkehrsteilnehmern rechtzeitig erkannt würde. Das Schild »Hofdurchfahrt« bei Kienbronn 166 reiche ebenfalls aus, wie auch bei Kienbach 156 – allerdings sei letzters zu klein und würde durch ein größeres ersetzt.

Das gleiche Verkehrszeichen bei Herrenweg 144 war offensichtlich bei Straßenbaumaßnahmen dort abgeräumt und muss erneut aufgestellt werden. »Hofdurchfahrt« soll bei Eichberg 133 und Rohrbach 124 die Situation beschreiben und aufgestellt werden. Die Beschilderung der alten und neuen Radwegführung bei Vor Reichenbächle 144 müsse angepasst werden. 

Beim Gebäude Erdlinsbach 137 gibt es eine Ausfahrt die parallel zur Fahrstraße verläuft und talabwärts schwierig einzusehen sei, so Kipp. Dort war die Empfehlung, die durch eine Hecke behinderte Sicht freizuschneiden. Leitmale an den erhöhten Bordsteinen zu beiden Seiten der neuen Brücke werden dort zudem angebracht. Rätin Gabriele Nuoffer stellte fest, dass es häufig die ortskundigen Anlieger selbst und Berufspendler seien, die im Lehengericht zu schnell unterwegs seien. 

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