Politikerbesuch in Hausach

Sandra Boser (Grüne) informiert sich über Bäder und Schulen

Autor: 
Maria Benz
Lesezeit 3 Minuten
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18. Mai 2018

Bauamtsleiter Herrmann-Josef Keller und Bürgermeister Wolfgang Hermann zeigen der Grünen-Landtagsabgeordneten Sandra Boser die Pläne für die Bäder. ©Maria Benz

Die Grünen-Landtagsabgeordnete Sandra Boser war am Freitag zu Gast im Hausacher Rathaus. Bürgermeister Wolfgang Hermann sowie einige Gemeinderäte und Mitarbeiter der Verwaltung diskutierten mit ihr Themen, die Hausach derzeit bewegen. 
Der Bürgermeister und Bauamtsleiter Herrmann-Josef Keller zeigten die Pläne fürs Kinzigtalbad und die Freibadsanierung. In Hinblick auf die bisherigen Submissionsergebnisse sagte Hermann: »Wir haben viel Glück gehabt.« Denn bislang halten sich die Kosten in Grenzen (wir berichteten). 

Er geht allerdings davon aus, dass der anvisierte Termin für die Fertigstellung mit Juni oder Juli 2019 nicht gehalten werden kann. Realistischer sei Herbst 2019. Zwar könne das Freibad somit auch im kommenden Jahr nicht genutzt werden, doch gehe Qualität vor Schnelligkeit. 

Gut für die ganze Region

Der Bürgermeister hob hervor, dass das Kinzigtalbad der ganzen Region zugute komme – nicht nur in Hinblick auf den Tourismus und den Schulsport, sondern in erster Linie für die Bürger. Boser unterstrich dies. Es sei ein Problem, dass immer weniger Kinder richtig schwimmen können. 

Schon mehrfach zu Gast war Boser in der Graf-Heinrich-Schule und deshalb sehr gespannt auf die Erweiterungs- und Umbaupläne. Hermann erklärte, dass das Bauprojekt innerhalb von fünf Jahren in verschiedenen Abschnitten verwirklicht werden soll. Schwierig sei, den Umbau während des laufenden Betriebs zu verwirklichen. »Wir versuchen es so hinzukriegen, dass wir den Schulbetrieb so wenig wie möglich stören.« 

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Modellcharakter bleibt

Insgesamt werden sich die Investitionen für die Schulen in den kommenden Jahren auf 14 Millionen Euro belaufen. Neben dem Großprojekt Graf-Heinrich-Schule sind auch eine neue Kantine sowie fünf neue Klassenzimmer im Gymnasium vorgesehen. Hier meldete sich Kämmerer Werner Gisler zu Wort: »Es wäre wünschenswert, wenn der Modellcharakter auslaufen könnte. Wir hätten um ein Haar Probleme mit der Schulbedarfsförderung bekommen.« Denn das Robert-Gerwig-Gymnasium ist eine »G-9-Modellschule«. Das Abitur kann dort theoretisch in acht oder neun Jahren abgelegt werden. Allerdings sei das Interesse am G9 so groß, dass eine G8-Klasse in Hausach gar nicht mehr zustande gekommen ist. 

Den Status »Modellschule« werde das Gymnasium dennoch nicht los, machte Boser deutlich. »Es war immer klar, dass das G9 nur auf Grundlage des G8 geht.« So gebe es auch keine zusätzlichen Mittel, etwa für den erhöhten Raumbedarf. 

Sehr problematisch

Hermann wies darauf hin, dass Hausach für das Schulbauprojekt auf eine Förderung von 40 Prozent hoffe, also etwa 60 Prozent der Kosten selbst tragen müsse – und das obwohl 80 Prozent der Schüler Auswärtige seien. Boser sagte, dass dies andernorts mit Raumschaftsvereinbarungen gelöst werde, sich also andere Kommunen an den Kosten beteiligen. Doch Gisler merkte an, dass dies sehr problematisch sei, zumal andere Kommunen in der Region ihre eigenen Schulhäuser liebend gern voll hätten. 

Weitere Themen des Gemeindebesuchs waren die Schülerbeförderung, der Flächenbedarf für Wohnen und Gewerbe, der Breitbandausbau in den Außenbereichen, die Offenhaltung der Landschaft und die Sorge vieler Landwirte vor einer Ansiedlung des Wolfs. 

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