Vakanzzeit für Gutacher Kirchengemeinde

Scheidenden Pfarrer erreichen viele Reaktionen

Autor: 
Redaktion
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16. Mai 2018

Gutachs Pfarrer Mirko Diepen ist dankbar für die Zusammenarbeit und das Miteinander, was beides sehr kostbar sei. ©Claudia Ramsteiner

Nach den ersten Reaktionen auf den Abschied und den Umzug nach Heidelberg zum September informiert Gutachs Pfarrer Mirko Diepen nicht nur über die nächsten Schritte für die Kirchengemeinde, sondern blickt auf "elf erfüllte Jahre".

Wie letzte Woche berichtet, wechselt das Pfarrer-Ehepaar Mirko und Imke Diepen zum 1. September nach Heidelberg. Diese Nachricht schlug bei vielen hohe Wellen und die Familie Diepen erreichen viele Reaktionen. »Nachdem zu lesen war, dass wir nach Heidelberg wechseln werden, höre ich von Trauer, Sorgen und manchmal auch Ärger. Das kann ich gut verstehen. Es fühlt sich nie gut an, verlassen zu werden«, reagiert Pfarrer Mirko Diepen mit einer Pressemitteilung. Als vor einiger Zeit bei einem Geburtstagsbesuch das Gespräch auf den von der Landeskirche geforderten Stellenwechsel nach zehn bis zwölf Jahren gekommen sei, habe der Jubilar gesagt: »Aber das geht doch nicht. Pfarrer in einer Gemeinde zu sein ist doch wie verheiratet zu sein!«  »Ich bin überzeugt, dass es für Pfarrer und Gemeinde gut und richtig ist, nach dieser Zeit einen Wechsel zu vollziehen. Andere Pfarrerinnen oder Pfarrer haben andere Stärken und andere Schwächen und bringen einen anderen Wind«. 
Die Evangelische Kirchengemeinde Gutach hat einen solchen Wechsel und die damit verbundene Vakanzzeit in den vergangenen 60 Jahren nicht erlebt. Pfarrer Lothar Volz war 20 Jahre in Gutach und übergab die Geschäfte an Pfarrer Rolf Berger 1973. 2007 war ein Monat Vakanz in den Sommerferien, bis Mirko Diepen im September die Arbeit aufnahm.

Vakanzverwaltung

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In der Vakanzzeit übernimmt ein Nachbarpfarrer die »Vakanzverwaltung«. Er ist mehrmals im Monat vor Ort, nimmt an den Sitzungen des Kirchengemeinderats teil, unterschreibt Rechnungen und führt die Finanzen und leitet die Verwaltung.  Für Gottesdienste und die sogenannten »Kasualien« (Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung), gibt es einen Vertretungsplan. Prädikantinnen und Prädikanten, Pfarrerinnen und Pfarrer aus der Nachbarschaft übernehmen die Dienste. »Den Konfirmandenunterricht wird voraussichtlich unsere Gemeindediakonin Doris Klett übernehmen«, informiert Diepen. »Wir werden gemeinsam im Kirchengemeinderat an einer Stellenausschreibung arbeiten. Unser Wunsch ist, dass sie möglichst noch vor den Sommerferien im kirchlichen Amtsblatt erscheint«. Danach gibt es eine fünfwöchige Bewerbungsfrist. 
In einem Gottesdienst mit anschließender Gemeindeversammlung stellen sich die Bewerber vor. Alle Gemeindeglieder dürfen Fragen stellen und den Kirchenältesten Empfehlungen geben und ihre Wünsche äußern. Zudem stellen sich die Bewerber im Ältestenkreis (in Gutach identisch mit dem Kirchengemeinderat) vor. Auch wenn es jetzt für ein Resümee noch zu früh sei, möchte Mirko Diepen doch schon jetzt sagen, dass er »allen Menschen in Gutach dankbar ist für die elf erfüllten Jahre hier«. Die Zusammenarbeit und das Miteinander seien sehr kostbar. »Ich habe viel gelernt und nehme sehr wertvolle Erinnerungen mit. Zudem bin ich sehr froh, dass meine Kinder hier eine glückliche Kindheit verbringen konnten und noch können«.

Drittes Kirchenfenster
Im Gottesdienst am Pfingstsonntag um 10 Uhr geht es um das dritte Fenster im Chorraum. Es verbindet im Kopfteil die Neuschöpfung aus dem Buch der Offenbarung mit Bildern von Geschichten aus der Entstehungszeit der Kirche. 

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