Gemeinderat

Schiltach hilft Kinzigkärtle auf die Sprünge

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
28. November 2020
Mehr zum Thema

Das geplante Kinzigkärtle soll voraussichtlich 2021 an den Start gehen. Schiltach sicherte am Mittwochs eine Beteiligung an der Anschubfinanzierung zu. Deren tatsächliche Höhe hängt davon ab, ob die Nachbarkommune Schenkenzell auch an Bord sein wird oder nicht. ©Grafik: Wolber Kommunikation

Schiltach beteiligt sich an der Anschubfinanzierung des geplanten Rabattsystems des Gewerbevereins. Das Kinzigkärtle soll den Beteiligten viele Vorteile bieten – doch noch haben  nicht alle Kommunen zugesagt.

Das geplante Kinzigkärtle soll einerseits Einkaufsvorteile für Kunden sichern und andererseits Kunden- und Kaufkraft binden. Und für Unternehmen generiere es die Möglichkeit, Mitarbeitern bis zu 44 Euro Sachzuweisungen pro Monat als Bonus zu spendieren.

So stellen sich die Gewerbevereine im Oberen Kinzigtal den Nutzen eines einheitlichen Rabattsystems mit dem Kinzigkärtle vor (wir berichteten mehrfach).

Anschubfinanzierung nötig

Dazu benötigen sie jedoch eine Anschubfinanzierung der jeweiligen Kommunen. Basieren soll der auf einem Grundbetrag zuzüglich einer Umlage pro Einwohner – insgesamt rund 25.000 Euro.

Ihrem Anteil daran stimmten die Schiltacher Gemeinderäte am Mittwoch in der Friedrich-Grohe-Halle zu und stellten einen einmaligen Zuschuss von 3346 Euro (35 Cent pro Einwohner) als Anschubfinanzierung für das Haushaltsjahr 2021 in Aussicht.

Das Kinzigkärtle soll danach aus Mitgliedsbeträgen, die für alle Vereinsmitglieder gleich sind, finanziert werden. Sollte das Kärtle ohne Schenkenzell an den Start gehen, erhöhe sich der Zuschuss der Stadt Schiltach auf 4115 Euro (55 Cent pro Einwohner).

- Anzeige -

Bisher Papiergutscheine

In Schiltach geben die beteiligten Einzelhändler und Gastronomem bisher Papiergutscheine aus, die von Hand ausgefüllt werden. Ein System, das fehleranfällig sowie sowohl für Kunden als auch für beteiligte Geschäfte und Wirtschaften aufwendig sei, erklärte Jürgen Haberer (FWV) seinen Ratskollegen in seiner Funktion als Vorsitzender des Gewerbevereins.

Das neue Kinzigkärtle in Scheckkartenformat solle die Einkaufswelt digitalisieren. Noch seien allerdings nicht alle Rahmenbedingungen geklärt.

Dennoch: Das eigentliche Kinzigkärtle soll aus recyceltem Kunststoff bestehen und in zwei Varianten angeboten  werden. Entweder einmalig mit einem bestimmten Betrag aufgeladen oder wiederaufladbar.

Start nächstes Jahr geplant

Die Nutzer könnten den aufgeladenen Betrag in Teilbeträgen in unterschiedlichen Kinzigkärtle-Unternehmen einlösen – ein weiterer Vorteil im Vergleich zum jetzigen System in Schiltach.

Bisher hätten sich Schiltach, Wolfach, Oberwolfach, Hausach und Hornberg für das Kinzigkärtle entschieden, das voraussichtlich im kommenden Jahr an den Start gehen soll.

Mehr zum Thema

Weitere Artikel aus der Kategorie: Kinzigtal

vor 24 Minuten
Bad Rippoldsau-Schapbach
Zur Fasnet 2020 feierten Schapbachs Kaffeetanten ihr 60-Jähriges. Zur Fasnet 2021 würde das nächste Jubiläum folgen: Die dienstälteste Kaffeetante Ursula Waidele tippelt seit 50 Jahren mit.
vor 3 Stunden
Schenkenzell
Wo Schenkenzells zweiter Kindergarten entstehen sollen steht fest – bei der Finanzierung gibt es noch Spielraum. Gleich zwei mögliche Fördertöpfe will der Gemeinderat dafür anzapfen.
vor 6 Stunden
Hausach/Oberwolfach
Der Transport der Windflügel scheitert an den Schneemassen – ein Flügel „parkt“ an der „Bettelfrau“. Erste Anlage soll „in den nächsten Wochen“ ans Netz gehen. 
vor 11 Stunden
Altenpflegeheim
Im Alfred-Behr-Haus in Haslach haben am Samstag die Corona-Impfungen begonnen. In einer Pressemitteilung freut sich das Altenpflegeheim unter dem Dach des Caritasverbands Kinzigtal über die hohe Impfbeteiligung.
vor 11 Stunden
Hornberg
Das Hornberger Pflegeheim ist ab sofort für Besucher geschlossen. Offensichtlich wurden Bewohner „von außen“ infiziert, da die Mitarbeiter alle negativ getestet wurden. 
vor 11 Stunden
Postkartenserie „Zeitsprung“ (11)
Vor mehr als 150 Jahren wurde die erste Bildpostkarte verschickt. Das OT zeigt, was von alten Motiven aktuell noch sichtbar ist. Heute: das Hotel „Zum weyßen Rössle“ in Schiltach.
vor 11 Stunden
Haslach im Kinzigtal
Wie ließe sich die Corona-Zeit besser nutzen, als mal wieder ein gutes Buch in die Hand zunehmen? Bekannte Kinzigtäler verraten in unserer Serie „Buchtipps“ ihre Lieblingsschmöker. Heute: Anna Teresa Agüera Oliver, Mitarbeiterin im Vorstandsstab der Sparkasse Kinzigtal, die privat ein großer...
vor 11 Stunden
Bad Rippoldsau-Schapbach/Oberwolfach
Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die anstehende Fasnet. So auch beim Hamperleverein Schapbach und der Narrenvereinigung Oberwolfach.  
vor 18 Stunden
Wolfach
Ja zum Geschäftsführer-Posten im Rathaus: Die Online-Abstimmung über die Zukunft von Wolfachs ­Gewerbeverein bringt ein eindeutiges Ergebnis. Noch-Vorsitzender Reinhold Waidele erklärt auf Nachfrage, wie das Projekt weitergehen soll – das Gemeinderats-Ja vorausgesetzt.
vor 21 Stunden
Infos zum Thema Impfen
Sehr lange Zeit blieb die Lebenshilfe im Kinzig und Elztal von Corona-Fällen verschont, nun sind aber auch bei ihr einige Fälle aufgetreten – bisher  gab es aber keine schweren Verläufe.
18.01.2021
Gutach
Die wunderschönen Seifenblasen-Bilder von Wolfgang Ott fielen uns auf. Der Leserfotograf Wolfgang Ott aus Gutach erklärt unseren Lesern, wie man so etwas macht. 
18.01.2021
Steinach
Wie ließe sich die Corona-Zeit besser nutzen, als mal wieder ein gutes Buch in die Hand zunehmen? Bekannte Kinzigtäler verraten in unserer Serie „Buchtipps“ ihre Lieblingsschmöker. Heute: Steinachs Bürgermeister Nicolai Bischler.