Schiltacher "Normalo" trainiert mit Fabian Hambüchen

Schiltacherin bereitet sich mit Olympiasieger zu Lauf vor

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18. Oktober 2018

Die gebürtige Schiltacherin Nina-Carissima Schönrock trainiert mit »Normalos«, darunter Fabian Hambüchen, auf den Bridge­stone-Zehn-Kilometer-Lauf in Berlin. ©Bridgestone

Ungeübte Läufer machen sich fit, um an einem  Zehn-Kilometer-Lauf teilzunehmen. Die »Exil-Schiltacherin« Nina-Carissima Schönrock hat Fabian Hambüchen im Team. Bei Ende des Trainings verletzt sich die Läuferin und muss aussetzen – die Freundschaften bleiben. 

 Um nach der Geburt ihrer Tochter körperlich wieder fit zu werden, sollte Jogging das Mittel zum Zweck der gebürtigen Schiltacherin Nina-Carissima Schönrock werden. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer mittlerweile dreijährigen Tochter im Münchner Exil, wie sie selbst im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt sagt.Regelmäßig besucht die Familie Schiltach und Nordrach, die Wohnorte der Eltern und Schwiegereltern.

Gerne wollte Schönrock nachhaltige Ergebnisse mit Sport erzielen. Doch der innerer Schweinehund war groß. Deshalb brannte die Journalistin ihm mit der Herstellung von Öffentlichkeit eins über den Pelz: »Ich bewarb mich bei einer Ausschreibung zur Vorbereitung auf den Bridgestone-Zehn-Kilometer-Lauf in Berlin.« Ein Team ausgesuchter Trainer und Ärzte sollte einer willkürlich zusammengestellten Gruppe von »Normalos« aus ganz Deutschland zum Ziel verhelfen. »Inklusive mir, allesamt Laufidioten«, sagt Schönrock und denkt wohlwollend an die ihr ans Herz gewachsenen Mitläufer. Sahnehäubchen obendrauf war Teilnehmer und Gruppenmitglied Fabian Hambüchen. Auch der ehemalige Kunstturner und Olympiasieger hatte mit Laufen bis dahin nicht viel am Hut. 

Keine Chance ausgerechnet

Weil sich mehr als 10 000 potenzielle Läufer für die Gruppe bewarben, rechnete sich Schönrock keine realistische Chance auf einen der 14 Plätze im Hambüchen-Team aus – und war plötzlich doch dabei.

Dem zuvor ging ein Casting der Organisatoren in Köln: »Die wollten abchecken, wie du dein Leben auf die Kette bringst und was deine Motivation ist«, erinnert sich die 32-Jährige. Aus ihrer beruflichen Erfahrung heraus dachte sie, dass Hambüchen aus der Verpflichtung gegenüber seines Sponsoren heraus bei der Aktion teilnahm. Doch im Laufe der Trainingstreffen und -wochen stellte sich heraus, dass der ehemalig Kunstturner einer von ihnen war, mit ähnlichen Problemen kämpfte und sich rege und authentisch an der Unterhaltung der Whatsapp-Gruppe beteiligte.

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»Falsch gedacht. Ich bin nicht der Gruppenkuschel-Freund. Doch das  gemeinsame Ziel hat uns alle miteinander zusammengeschweißt« , so Schönrock. 

Gemeinsam stark und deshalb  mit dabei

Muskelzerrung gepaart mit Erkältungs- und Magen-Darm-Beschwerden waren letztlich der Cocktail, der Schönrock einen gesundheitlichen Strich durch die Lauf-Rechnung machte und Berlin am vergangenen Wochenende kurz vor dem Lauf eine Absage erteilen musste: »Doch ich war jede Sekunde mit den Leuten dabei. Über die Whatsapp-Gruppe informierten sie mich zeitnah, wie es jedem erging und was passierte.

Gemeinsam am Start

Alle waren mit einem ›Nina-Schriftzug‹ auf dem Arm am Start. Das hat mich sehr berührt«, so die gebürtige Schiltacherin.

Im Nachgang hat Hambüchen beschlossen, sich mit der Gruppe nochmals zu treffen und den Lauf für diejenigen, die nicht dabei sein konnten, erlebbar zu machen – vor Ort in Berlin. Das bedeutet für alle: »Im Training bleiben«, so Schönrock zu ihrer Motivation am Ball zu bleiben. 

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