Bad Rippoldsau

Schnurranten berichten von Krokodilen im Burggraben

Martina Harter
Lesezeit 3 Minuten
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17. Februar 2020

(Bild 1/6) Die Fliege Brummel (von links), Spinne Ludwig Hoferer, Marienkäfer Juliane Bächle und Biene Regina Hermann machten einen Ausflug ins Markgräfler Land. ©Martina Harter

Drei Gaststätten, sechs Schnurrgruppen und jede Menge Anekdoten aus dem vergangenen Jahr im Oberen Wolftal: Die Bad Rippoldsauer Schnurranten begeisterten ihre Zuhörer am Samstagabend.

Auch in diesem Jahr waren die Gaststätten „Alte Tränke“, das Café „Zum Schlüssel“ und die Lokalität „Vor Seebach“ beim Schnurren in Bad Rippoldsau gut besucht, und das Publikum freute sich am Samstagabend auf die zahlreichen Anekdoten, die sich über das Jahr so oder ähnlich im Tal zugetragen hatten.

Eine der sechs Schnurrgruppen waren die Geschwister Claudia und Thomas Armbruster, die als Wissenschaftler die Zustände im Tal näher untersuchten. So wurde unter anderem auf die weitgefächerte Fauna im Tal eingegangen, da ein Bewohner öfter nachts Besuch von einem Dachs in seinem Garten hatte und diesen wohl mit Krokodilen im Burggraben vertreiben wollte. Erfahrungsberichte dazu lagen indes nicht vor. Die beiden stellten fest, dass am Ende vom Wolftal die Welt eben noch in Ordnung sei.

Klimasünder am Pranger

Tobias Zanger und Sebastian Neef demonstrierten als Tobi­ Thun und Basti Berg für die Umwelt und stellten besondere Klimasünder an den Pranger. Da wurde die Klimabilanz der Skifahrer unter die Lupe genommen und auch die vermeintlich umweltfreundliche Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel – die sich ins Negative kehrt, wenn man aus Versehen in den entgegengesetzten Bus einsteigt, in die falsche Richtung fährt und man sich dann in Baden-Baden mit dem Auto abholen lässt. 

Gesanglich starteten die Biene Regina Hermann, das Marienkäferchen Juliane Bächle und die Spinne Ludwig Hoferer mit Unterstützung ihrer Fliege Brummel direkt voll durch. Von Campingausflügen ins Markgräfler Land, die durch eine 80-jährige Teilnehmerin einen besonderen Rekord aufgestellt hatten, wie auch von Schnapsbrunnen, die zu Jungbrunnen wurden, sangen die drei, und das Publikum stimmte begeistert ein und klatschte mit. Und so ganz ausgekurt hatte es sich im Badeort Rippoldsau doch noch nicht. In der Ortsmitte konnten dem aufmerksamen Betrachter Saunasitzer und Holzbiegenflitzer auffallen.

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Munteres Reimen

Martin, Ludwig und Fabian Hoferer setzten das muntere Reimen dann als Familiengruppe fort. Die drei waren in Schapbach bereits beim Schnurren unterwegs und stellten fest, dass in Bad Rippoldsau die Witze anders ankamen als im talabwärtsgelegenen Teilort. 

Zwischendurch spielte die „Radau“ aus Rippoldsau ein paar fetzige Lieder, und Herbert Decker unterhielt die Zuhörer mit einigen lustigen Anekdoten aus seinem Leben. Die Lacher hatte er damit auf seiner Seite.

Training für die Pilgerreise

Kathrin Gebele und Sandra Schaub trainierten für ihre Pilgerreise auf dem Jakobsweg und rasteten kurz im Oberen Wolftal. Dabei trafen sie auf Männer, die natürlich ganz aus Versehen mit dem guten, schneeweißen Hemd den Mulag putzten und Frauen, die ihre gefangenen Mäuse an der Leine spazieren führten. 

Holger Herrmann und Stefan Schoch zogen mit ihrem Wortwitz die Zuhörer in ihren Bann und stellten gleich zu Beginn fest: „ Alles da, was Rang und Schulden hat“. Die beiden Holzwälder Originale erzählten von schwarzen Löchern im Glaswald und blau bekleideten Beamten im Bärental. Manch einem Bewohner im Tal unterstellten sie auch den Denk-Mal-Schutz, der übrigens nur wenig mit Renovierungsarbeiten zu tun habe.

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