Hornberg

Schöpferin von echten Hinguckern

Autor: 
Petra Epting
Lesezeit 3 Minuten
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27. März 2015

Die litauische Kunstmalerin Egle Brandstädter (links) mit Krimi-Spielleiter Gebhard Kienzler. ©Petra Epting

Kunstmalerin Egle Brandstädter aus Lahr wird in diesem Jahr erstmals für den Hornberger Krimi Kulissen malen. Sie ist die Besitzerin des Hauses Wurth am Bärenplatz, aus dem derzeit ein Schmuckstück wird. Im Buchenbronn hat sie ein weiteres Haus gekauft.

Krimispielleiter Gebhard Kienzler und ein Teil seines Teams kamen am Mittwoch in der Freilichtbühne zusammen, um Details zu den Kulissen für das kommende Stück »Sweeney Todd, der teuflische Barbier« zu besprechen. »Die Planungen sind bereits ziemlich weit fortgeschritten«, freut sich der Spielleiter.

Doch noch viel mehr freut er sich über ein neues Gesicht im rührigen Team, denn beim Termin gab es eine Überraschung. So stellte er Egle Brandstädter vor, die für die Herstellung der Kulissen vor einiger Zeit ihre Hilfe anbot. Doch ihre Geschichte ist noch aus einem ganz anderen Grund interessant. Ist sie doch die Besitzerin des ehemaligen Hauses Wurth, das unter den Händen ungarischer Arbeiter seit vielen Monaten eine erstaunliche Verwandlung erfährt. Und das nächste Objekt, das sich ebenfalls nicht im besten Zustand befindet, wartet schon im Buchenbronn.

Aber natürlich interessiert, wie eine gebürtige litauische Kunstmalerin, die gar nicht in Hornberg wohnt, dazu kommt, relativ marode Hornberger Häuser zu kaufen und zu sanieren? »Gewandert bin ich hier ein paar Male, aber ich habe mich dann ganz einfach in das Haus Wurth verliebt«, ließ sie sich von dieser großen Aufgabe nicht abschrecken. Denn für sie hat das Haus durchaus einen eigenen Reiz, verweist sie beispielsweise auf besondere Details im Inneren. Und so steht dem Haus, das doch eine ganze Zeit lang auf seine neue Besitzerin hat warten müssen und jetzt zu einem echten Hingucker wurde, eine offensichtlich gute Zukunft bevor.

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»Ob ich hierher ziehe und was ich mit den Häusern machen werde, das weiß ich alles noch nicht«, sagt sie. Möglicherweise werden aus den Räumen im Haus Wurth Ferienwohnungen. Auf weitere Ideen darf man gespannt sein.

Vom Krimi begeistert

Und wie kam sie nun zu ihrem Engagement in der Bühne? »Ich war letztes Jahr bei der Krimipremiere und völlig überwältigt von dem, was ich da zu sehen bekam«, erläutert Egle Brandstädter ihren ersten Eindruck. Was in dieser Bühne auf die Beine gestellt wird, hat die sympathische Dame tief beeindruckt. Dazu gehört auch Marvin Polomski, der nicht nur im Krimi mitspielt, sondern auch Mitarbeiter in der Hornberger Tourist-Info ist. Damit ist er quasi auch »Nachbar« des Hauses Wurth.

Bei ihm »bewarb« sich Egle Brandstädter dann mit einem Exposé ihrer verschiedenen Werke. Marvin Polomski musste Gebhard Kienzler gar nicht mehr überzeugen. »Wir waren völlig platt ob ihrer detailgetreuen Arbeiten«, berichtet dieser und jetzt freuen sich alle auf die Zusammenarbeit. Sie wird nun die Außenfassade eines Hauses für das kommende Krimistück gestalten sowie eine Zimmerwand mit Fenster – alles ehrenamtlich. Das bereitet ihr ebenso viel Freude wie im Übrigen die Arbeit mit Kindern.

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