Robert-Gerwig-Gymnasium Hausach

Schüler spenden 7758 Euro für Afrika

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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21. Dezember 2015

Freude beim Geben und beim Nehmen am Weihnachtsbaum des Robert-Gerwig-Gymnasiums: Das Schülersprecherteam überreichte gestern den beiden Organisationen »Poliohilfe Kenia« und »Wir für Burkina« jeweils 3879 Euro. Von links Otto Bonath (Poliohilfe), Selina Schmid, Oliver Voß, Vincent Welzel, Michael Waitz (Wir für Burkina), Mathilde Schaeffer und Jule Walter. ©Claudia Ramsteiner

Große Freude herrschte gestern im Robert-Gerwig-Gymnaisums, als die Schülersprecher den Erlös des Weihnachtsbasars überreichten: Jeweils 3879 Euro für die Vereine Poliohilfe Kenia und Wir für Burkina.

 Ein vorgezogenes Weihnachtsfest gab es gestern im Robert-Gerwig-Gymnasiums – und es war deutlich zu spüren, dass das Geben ebenso viel Freude macht wie das Nehmen. Da können die Schülersprecher auch stolz drauf sein: Beim Weihnachtsbasar nahmen die Schulgemeinschaft mit vielen verschiedenen Aktionen 7758 Euro ein, mit dem sie wie jedes Jahr Kindern und Jugendlichen in Afrika helfen will. Je ein Scheck über 3879 Euro ging an die »Poliohilfe Kenia« in Oberwolfach und an »Wir für Burkina«.
»Im vergangenen Jahr konnten wir mit Eurer Spende sieben schwerstbehinderte Jugendliche behandeln, die jetzt wieder selbstständig gehen können«, erzählte Otto Bonath von der Poliohilfe Kenia, die vor 25 Jahren von seinem Freund Hubert Seifer aus Oberwolfach gegründet worden war.

Wichtige Aufklärung

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Angefangen mit einer Kinderklinik in Mombasa, wurde inzwischen ein Netzwerk von Kliniken und mobilen Kliniken im ganz Kenia aufgebaut – inklusive Werkstätten für Orthopädie und Rollstühle. »Nachdem die Struktur aufgebaut ist, legen wir jetzt den Fokus auf die Erfassung der körperbehinderten Menschen«, so Bonath. Diese werden in den Slums von Mombasa und Nairobi aufgespürt, aber auch in den entlegenen ländlichen Gegenden.
Hier spiele auch die Aufklärung eine sehr große Rolle. Ein »Klappfuß« lasse sich gut behandeln, wenn man’s früh erkennt – später brauche man bis zu acht Operationen über mehrere Jahre, bis so ein Fuß wieder »gerichtet« ist.
Michael Waitz berichtete von den Projekten des Vereins »Wir für Burkina«, der ja am Robert-Gerwig-Gymnasiums entstanden ist. Derzeit laufe ein »Crowdfunding« für die Finanzierung eines weiteren Klassenzimmers für die Schule in Douroula, wo in der Grundschule noch bis zu 80 Kinderin einer Klasse sitzen. Um den Bau beginnen zu können, müssten es allerdings zwei sein. »Euer Scheck gibt schon ein halbes Klassenzimmer«, freute sich Waitz. Es gebe eine Gruppe von Handwerkern in Hausach, die sich dort beim Bau einbringen wollen.

Politische Lage geglättet

Die Zeichen dafür, dass das klappt stehen gut. »Wir sind glücklich, dass sich die politische Lage in Burkina Faso höchstwahrscheinlich geglättet hat«, sagte der zweite Vorsitzende des Vereins. Dann könnten die Burkiner sehr stolz darauf sein, zu einem der wenigen afrikanischen Länder zu gehören, das durch einen demokratischen Prozess eine neue Regierung bekommen hat. »Wir hoffen, dass von den Unruheherden in der Nachbarschaft da nichts mehr hinüberschwappt«, so Waitz.
Otto Bonath und Michael Waitz dankten den Schülern herzlich für die große Hilfe, die sie den beiden Vereinen jedes Jahr mit ihrem Weihnachtsbasar angedeihen lassen.

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