Wochentagebuch aus Burkina Faso

Schulhaus und Freundschaft wächst

Annica Auel, Sarah Lauble, Maren Casper, Mathilde Schaeffer, Matthias Dold und Julie Dold
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18. August 2014

Vor der Arbeit auf dem Bau war heute die Hilfe bei der Impfaktion auf der Krankenstation angesagt. Die Kinzigtäler Helfer belohnten die Teilnahme mit Babykleidern. ©Verein Wir für Burkina

Die Leser des Offenburger Tageblatts haben über die Aktion »Sack Zement« sehr viel dazu beigetragen, dass der Verein »Wir für Burkina« und die Hausacher Gymnasiasten den Anbau der Schule in Douroula (Burkina Faso) finanzieren können. Nun schreiben sie, wie es ihnen in der zweiten Woche ergangen ist.

Es ist ordentlich vorwärts gegangen beim Schulanbau in Douroula – 470 Säcke Zement – oder umgerechnet 4700 Euro – kamen zusammen bei der Aktion »Sack Zement« des Vereins »Wir für Burkina«, der gemeinsam mit Schülerinnen des Robert-Gerwig-Gymnasiums Ende Juli aufgebrochen ist, um drei Wochen lang gemeinsam mit Jugendlichen der Partnerstadt Arbois in Douroula (Burkina Faso) zu helfen, die Infrastruktur auszubauen. Da dank der vielen Aktionen des Vereins und des Gymnasiums die Bildung inzwischen einen hohen Stellenwert hat in diesem Distrikt von Burkina Faso, platzte die Schule aus allen Nähten, es mussten Klassenzimmer angebaut werden.
Am Samstag nutzten die Kinzigtäler in der Hauptstadt Ouagadougou vor der Abreise zu einer  Safari-Tour die Gelegenheit, ein weiteres Tagebuch für die OT-Leser zu versenden. Jeder Tag wurde von einem anderen Teilnehmer geschrieben:

  • Donnerstag, 7. August: Frühes Aufstehen war auch diesen Morgen wieder angesagt, denn vor der Baustelle stand heute die Impfaktion auf der Krankenstation auf dem Programm, bei der wir durch das Verteilen von Babyklamotten die Teilnahme immer gern »belohnen«, um die Bedeutsamkeit solcher Impfungen deutlich zu machen. Während sich die meisten nach dem Mittagessen  wieder an die Arbeit machten, haben ein paar wenige von uns die mitgebrachten Materialien für unsere weiterführende Schule, das CEG, offiziell abgegeben. Unter anderem haben wir einen Drucker besorgt, da es seit einigen Monaten einen Stromanschluss gibt.
  • Freitag, 8. August: Den Morgen verbrachten wir wie gewohnt auf unserer Baustelle. Unser Mittagessen wurde am Fahrradlenker baumelnd an unserem Haus vorbeigebracht: vier Hühner, die hinter unserem Haus frisch fürs Mittagessen geschlachtet wurden. Nach dem Mittagessen wurden wir vom Regen überrascht. Der Regen in Burkina kommt plötzlich und heftig und machte an diesem Nachmittag weiteres Arbeiten unmöglich.
  • Samstag, 9. August: Am »Sibiri« (Samstag in der Sprache der Einheimischen) fuhren wir gemeinsam in das Waisenhaus nach Dédougou. Wir brachten für die Kinder Spielzeug und gesammelte Kleider mit und wurden von der Schwester und Leiterin Bernadette über das Grundstück geführt. Danach besuchten wir ein weiteres Dorf der Kommune Douroula, Bladi, um die Schule, die Krankenstation und den großen Garten anzuschauen und mit den Menschen über Verbesserungen zu sprechen.
  • Sonntag, 10. August: Ani Somo! (Guten Morgen) an diesem Hati (Sonntag). Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es wie üblich direkt an die Arbeit. Während die eine Gruppe entfernt von der Baustelle weitere Stahlstützen in mühsamer Kleinstarbeit vorbereitete, sind die anderen direkt zur Baustelle gefahren, um den Bau der neuen Schule Stein um Stein voranzubringen. Wie so häufig zogen während der Mittagspause tief hängende schwarze Regenwolken auf, weshalb wir im Gästehaus festsaßen. Um die Zeit dennoch zu nutzen, brachten uns die Einheimischen in einem Crashkurs ihre Sprache, das »Dafing«, näher.
  • Montag, 11. August: Wir arbeiteten wieder viel auf der Baustelle, denn alle Stahlstützen waren fertiggestellt. An unserer Schule sah man jetzt täglich die Fortschritte: die Mauern waren an manchen Seiten schon so weit hochgezogen, dass wir beginnen konnten ,Platz für die Fenster auszusparen. Nach zwei Wochen konnte man endlich sehen, was wir schon alles geschafft hatten und was daraus werden sollte: die neue Grundschule.
  • Dienstag, 12. August: Ein weiterer Arbeitstag ließ uns abends müde zurückkehren. Trotzdem nutzten wir den Abend wie so oft zum Kartenspielen – unter dem Motto wie bei allen Aktivitäten: »Es lebe die deutsch-französische-burkinabè Freundschaft!«
  • Mittwoch, 13. August: Unseren zweitletzten Arbeitstag ließen wir zusammen mit unseren Helfern aus dem Dorf mit einem Feierabendbier ausklingen. Danach ging es für die ganze Gruppe direkt weiter zu einem von den Schülern des CEG organisierten typisch afrikanischen Fest.
  • Donnerstag, 14. August: Nun war heute leider schon unser letzter Tag hier in Douroula, da wir morgen zur fünftägigen Safari-Tour aufbrechen werden. Deshalb war nochmal kräftiges Arbeiten angesagt, um ein zufriedenstellendes Gesamtergebnis zu erreichen. Dies ist uns auch, wie auf dem Bild zu erkennen, sehr gut gelungen, denn fast auf allen vier Seiten haben die Wände mittlerweile die Kopfhöhe überschritten. So können wir nun alle zufrieden und mit vielen reichen Erfahrungen heimwärts reisen.

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