Gemeinderat

„Schwarze Null“ für 2020 als Ziel im Hofstetter Wald

Autor: 
Werner Bauer
Lesezeit 2 Minuten
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09. Dezember 2019

Revierleiter Nicolai Doll stellte im Hofstetter Gemeinderat die Planungen für das kommende Jahr vor. ©Archivfoto: Reinhold Heppner

Revierleiter Nicolai Doll und Michael Naber vom Amt für Waldwirtschaft gab in der Gemeinderatssitzung am Mittwoch interessante Einblicke über den Bewirtschaftungsplan 2020 und den Abschluss eines Kommunalwaldvertrags für den Gemeindewald Hofstetten.

Betrug der Erlös der Holzernte aus dem Jahr 2018 noch rund 16 000 Euro und im Jahr 2019 bei 550 Festmetern rund 9000 Euro, so sieht der Forstbetriebsplan von  Nicolai Doll für 2020 mit einem Hiebsatz von 500 Festmetern einen Überschuss von nur 40 Euro vor – wenn keine größeren Kalamitäten anfallen.

Die Erlösplanung inklusive Jagdpacht beträgt 21 870 Euro, wobei der größte Hieb am Hofstetter Eck mit 350 Festmetern vorgenommen werden soll. Dem gegenüber stehen die Ausgaben von 21 830 Euro. Die größten Investitionskosten beinhalten die Holzernte selbst mit 14 280 Euro und die Erschließung für Ausbau des Maschinenweges an der »Alten Steig« – mit rund 2500 Euro. „Im Ergebnis soll eine Schwarze Null angepeilt werden“, schloss Doll seinen Bewirtschaftungsplan. 

Neue Verträge

Michael Naber informierte anschließend über dier Forstreform. Aufgrund der neuen Kommunalwaldverordnung, die zum 11. Januar 2020 in Kraft tritt, sind die bestehenden Beförsterungsverträge und sonstige Vereinbarungen von Forstdienstleistungen zwischen der unteren Forstbehörde und den Gemeinden aufzuheben.

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Naber informierte über die anfallenden Kosten, die nicht mehr wie früher über Festmeter abgerechnet werden, sondern über Gestehungskosten. Hofstetten zahlt künftig 3383 Euro brutto pro Jahr. 

Hubert Kinast fragte, ob man sich auch auf dem freien Markt ein zweites Angebot für die Dienstelistungen einheolen könnte. Naber würde darin kein Problem sehen, jedoch müssten diese Personen über die entsprechende Ausbildung verfügen. Bürgermeister Martin Aßmuth meinte dazu: „Wir sind sehr zufrieden mit der Beförsterung und der Dienstleistung von Herrn Doll“. 

Förster berät weiterhin

Bernhard Kaspar erkundigte sich nach den Waldbesitzern, die nur über fünf oder acht Hektar Wald verfügen. „Unter 50 Hektar wird sich nicht viel verändern. Was bisher über Festmeter abgerechnet wurde, wird heute über geleistete Stunden aufaddiert, war zu erfahren, Die Beratung durch den Förster bleibe weiterhin kostenfrei. 

Der Vertrag mit dem Amt für Waldwirtschaft wird über fünf Jahre abgeschlossen und ist personenbezogen unabhängig, falls ein Förster sein Revier verlässt. „Im Förderprogramm de minimis werden 70 Prozent der Kosten durch das Land übernommen“, informierte Naber. Beide Tagesordnungspunkte wurden einstimmng genehmigt.

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