Konzeption vorgestellt

Schwarzwald Tourismus Kinzigtal setzt auf Brot und Spiele

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12. Oktober 2018
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Zum Stichwort Spiel und Spaß passt bereits das »Adventure Golf«-Angebot in Gutach. Angedacht ist im STK-Gebiet eine Spielscheune als Indoor-Angebot. ©Archivfoto: Claudia Ramsteiner

Seit Gründung des Vereins Schwarzwald Tourismus Kinzigtal  (STK) vor rund einem Jahr ist bereits einiges passiert. Bei der Mitgliederversammlung in Haslach wurde ein Brot vorgestellt und eine Spielscheune ist als Projekt angedacht.

Das große Thema der Mitgliederversammlung des Vereins  Schwarzwald Tourismus Kinzigtal (STK) mit seinen zwölf Mitglieds-Kommunen war am Mittwoch in Haslach-Bollenbach die Vorstellung der neuen Tourismuskonzeption. Dazu gaben STK-Geschäftsführerin Isabella Schmider sowie von IFT-Freizeit-Tourismus der Geschäftsführer Jan Kobernuß und Judith Schulz  einige Informationen. 

»Das Tourismuskonzept soll das Herzstück des Vereins sein und wird ein Leitfaden für die Arbeit der Geschäftsstelle bilden«, erläuterte Schmider. Es soll als fundierte Grundlage für eine systematische und zielgerichtete Entwicklung des Wirtschafts- und Standortfaktors Tourismus im Kinzigtal dienen. Die komplette Konzeptentwicklung sei in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort erfolgt. Unter anderem gab es auch eine Online-Umfrage (wir haben berichtet) bei der knapp 1000 Teilnehmer mehrere Fragen beantwortet haben.

Studie zur Kinzigtal-Card

Inhalt des Konzepts ist unter anderem eine Ist-Analyse und ein erarbeitetes »SWOT-Profil« (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken Profil).   Zu den Botschaften nach außen gehört: »Wir sind eine traditions- und erlebnisreiche sowie gut erreichbare Urlaubsregion in einzigartiger Landschaftskulisse« und  »Wir bieten vielfältige Unterbringung in Traditionsbetrieben«. 

Punkten kann und will man laut einer Grafik von IFT vor allem in den Erlebnisfeldern Natur (Wandern und Radfahren), Kultur (Brauchtum und Kulinarik) und Freizeit (Spiel und Spaß), wobei es jeweils weitere Unterrubriken gibt und auch der Geschäftstourismus nicht vergessen wird.

Ideen für neue touristische Angebote sind im Konzept gemeinsam entwickelt worden. Einige sind bereits in der Bearbeitung beziehungsweise in der Umsetzung. Die Priorisierung dieser Maßnahmen erfolgt laut Schmider in Zusammenarbeit mit dem Marketingausschuss. Die Sitzung des Ausschusses ist für Ende November in der Planung, anschließend soll es in die Umsetzungsphase gehen. 

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Bei den Projekten geht es unter anderem um den Ausbau von Indoor-Angeboten und Highlights, aber auch außergewöhnliche Übernachtunsgangebote. Konkreten Vorschläge waren übernachten in Baumhäusern, die Schaffung einer Spiel-Erlebnis-Scheune »Kinzigtal« für Kinder sowie ein »Kinzigtalsteig«, der auf bestehenden Wanderwegen durch das gesamte Tal führen könnte.

Noch kein Logo

Bei den Gastgebern ist eine Profilierungs- und Qualitätsoffensive eine Maßnahme und auch die Kinzigtal-Card ist noch immer ein Thema.  Der Verein STK ist bereits an einer Machbarkeitsstudie, um das Thema fachlich begleitet voranzubringen.

In der Mitgliederversammlung wurde das »Kinzigtäler Wanderbrot« vorgestellt, das ab April 2019 zunächst beim STK-Fördermitglied Café Bäckerei Konditorei Dorfbeck erhältlich sein soll. Zudem will die STK hierzu auch weitere Bäcker aus dem Einzugsgebiet ansprechen. Das Brot ist als ein erstes Pilotprojekt gedacht, weitere »Kinzigtäler« Produkte könnten folgen.  

Die Ausgestaltung eines neuen Logos ist laut Schmider noch nicht ganz abgeschlossen. »Das Logo ist ein wichtiger Teil des Markenbildungsprozesses, bildet in der Markenkommunikation jedoch nur einen Teil der Außendarstellung ab. Wichtig sind die Werte, die dahinterstehen«, meint sie. Hier sei man noch nicht ganz am Ziel angelangt. »Die ersten Entwürfe waren sehr gut, eine 100-prozentige Identifikation gab es noch nicht. »Wir sind 90 Prozent gegangen, die letzten  zehn Prozent gehen wir nun auch noch«, so die STK-Geschäftsführerin. 

Neue Mitarbeiterin

STK-Vorsitzender Thomas Geppert erläuterte das Jahresergbnis 2017 und Schmider stellte den Haushaltsplan 2018 vor. Als neue Mitarbeiterin der Geschäftsstelle war Carina Leinmüller bei der Versammlung. Gabriele Nuoffer (Schiltach) arbeitet jetzt im Marketing-Ausschuss mit. Mühlenbachs Bürgermeisterin Helga Wössner wurde als Nchfolgerin von Henry Heller zur dritten Vorsitzenden gewählt.

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