Wolfach

Seltener Segen von päpstlichem Rang zur Primiz in Wolfach

Autor: 
Tobias Lupfer
Lesezeit 2 Minuten
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17. Mai 2018

Hannes Rümmele (von links), Willi Bröhl und Neupfarrer Georg Henn beim Primizgottesdienst in Wolfach. ©Gabi Haas

Ein neuer Pfarrer ist in der Stadt – zumindest vorübergehend: Am Mittwoch feierte Neupriester Georg Henn in der Wolfacher St.-Laurentius-Kirche einen Primizgottesdienst. Seine Heimat-Primiz steht am Pfingstsonntag in Neckarhausen an.

»Ich wollte den Wolfachern ein bisschen etwas Besonderes bieten«, sagte Pfarrer Hannes Rümmele am Donnerstag auf Anfrage. Denn: ein Primizsegen genießt kirchlich einen hohen Stellenwert. Und im Anschluss stand die Premiere des Ehrenamtsabends, mit dem künftig einmal im Jahr allen ehrenamtlichen Helfern in der Seelsorgeeinheit An Wolf und Kinzig gedankt werden soll.

Lange Freundschaft

30 Jahre alt ist der aus Neckarhausen stammende Georg Henn – und seit Sonntag ist er Pfarrer: Mit sieben weiteren jungen Männern weihte ihn  Erzbischof Stephan Burger im Freiburger Münster zum Priester. Wieso er nun in seiner ersten Woche als Priester ausgerechnet in Wolfach einen Gottesdienst gestaltete? »Weil wir uns schon ich weiß nicht wie viele Jahre kennen«, erklärte Rümmele. Noch aus Studienzeiten rührt die Freundschaft. 2017 nach seiner Weihe zum Diakon war Henn schon einmal zu Gast in Wolfach, predigte an Fronleichnam.

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Für Mittwoch hatte Rümmele seinen Freund nun nach Wolfach eingeladen. Die Primiz, die »Prima Missa«, ist die erste Messe, die ein Pfarrer zelebriert. Die allererste habe Henn natürlich mit dem Erzbischof gefeiert, resümierte Rümmele am Donnerstag. Dennoch seien die ersten Gottesdienste nach der Weihe speziell. Der neupriesterliche Segen sei in der Tradition der Kirche etwas Besonderes. Tatsächlich sei der Stellenwert des Primizsegens, den die Gottesdienstbesucher am Mittwoch von Henn erhielten, im Rang des päpstlichen Segens einzuordnen. 

Gestern nutzte der 30-Jährige die Ruhe im Wolfacher Pfarrhaus, um an der Predigt für seine Heimat-Primiz zu schreiben, die am Sonntag in Neckarhausen ansteht. Und, wie hat sich Henn an der Seite von Hannes Rümmele und Diakon Willi Bröhl geschlagen? »Gut. Er war ein bisschen aufgeregt, aber sehr gut«, attestierte Rümmele. »Da muss man auch erst mal hineinwachsen.«

Erster Ehrenamtsabend

Neben dem neupriesterlichen Segen gab es am Mittwoch noch eine andere Besonderheit in der Seelsorgeeinheit: der erste Ehrenamtsabend. Der Abend soll künftig jährlich Gelegenheit bieten, Danke zu sagen bei allen, die sich irgendwo in der Seelsorgeeinheit ehrenamtlich engagieren. Im Vorfeld sei es schwierig gewesen, alle Helfer aufzulisten. »Ich hoffe, wir haben alle«, sagte Rümmele. In den nächsten Jahren werde sich aber auch das immer mehr einspielen.

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