Bad Rippoldsau-Schapbach

»Sparfuchs« sagt Bad Rippoldsau-Schapbach nach 20 Jahren Adieu

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14. August 2019
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Bernhard Waidele (rechts) verabschiedete Klemens Walter aus dem Verwaltungs-Team. Für Gattin Silke Walter gabs am Dienstagabend Blumen. ©Tobias Lupfer

20 Jahre war Klemens Walter Hauptamtsleiter von Bad Rippoldsau-Schapbach, elf Jahre in auch Kämmerer – am Dienstag wurde er von Bürgermeister und Rat verabschiedet. Ab Mitte September ist Walter Kämmerer in Schramberg. Die Nachfolgersuche läuft noch.

Zum 16. September wird Klemens Walter seine neue Stelle als Kämmerer der Großen Kreisstadt Schramberg antreten. »Wir bedauern seinen Weggang nach mehr als 20 Jahren im Dienst der Gemeinde Bad Rippoldsau-Schapbach, verstehen jedoch seine persönlichen Beweggründe«, sagte Bürgermeister Bernhard Waidele am Dienstag bei Walters Verabschiedung im Ratssaal.

Erinnerungsstück kommt mit

Zuvor hatte der Kämmerer ein letztes Mal die aktuellen und erwarteten Haushaltszahlen erläutert (wir werden noch berichten). Am Freitag hat der Hausacher seinen letzten Arbeitstag im Oberen Wolftal – nach dem Urlaub geht’s im neuen Büro weiter. Ein Erinnerungsstück wird er mitnehmen: Einen Rollcontainer, der selbst die Schapbacher Rathausumgestaltung überstanden hat, und den Walter sich selbst als Abschiedsgeschenk ausgesucht hat. »Der wird im neuen Büro wieder aufgestellt«, betonte Walter nach der Ratssitzung. Zu deren Ende ließ Waidele die Laufbahn Walters Revue passieren: Zum 1. Januar 1999 trat er den Dienst in Bad Rippoldsau-Schapbach als Hauptamtsleiter an. »Sein Chef war damals Bürgermeister Ralf Bernd Herden«, erinnerte Waidele – und im Gemeinderat hatten Ramon Kara (FWV) und Waidele selbst als CDU-Rat mit entschieden.

Wachsende Aufgaben

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Über die Jahre wuchs der Aufgabenstrauß: Seit 2004 ist Walter zuständig für das Personal der Kommune, 2008 wurde der Hauptamtsleiter in Personalunion auch Kämmerer. Sorgfalt, Genauigkeit, Fleiß, Ausdauer und Initiative attestierte Waidele dem scheidenden Kämmerer. Bei komplexen und kostenintensiven Themen habe Walter nicht davor zurückgescheut, seine Meinung zu vertreten – auch wenn die nicht immer die des Rats oder des Bürgermeisters gewesen sei. »Klemens war und ist, wie kann es als Kämmerer anders sein, ein echter Sparfuchs.« Dabei habe Walter stets die Selbstständigkeit der Gemeinde als hohes Gut bezeichnet. »Bei dieser Auffassung und dem Ziel der Wahrung der Selbstständigkeit waren und sind wir immer einer Meinung gewesen.«

»Sie haben eine super Mannschaft«, betonte Walter selbst an die Adresse von Rat und Zuhörern. Alle Mitarbeiter, vom Reinigungspersonal über den Bauhof bis zum Rathaus-Team, zeigten Motivation, Leistungswillen und Flexibilität. 

Vorgaben vollauf erfüllt

Als dienstältester Kommunalpolitiker dankte Ramon Kara dem Kämmerer im Namen des Gemeinderats. 69 Bewerber habe es seinerzeit um die Stelle des Hauptamtsleiters gegeben, unter zweien sei schließlich die Entscheidung gefallen. »Es gab eine eineinhalbstündige Diskussion«, erinnerte Kara. Walter sei »immer bemüht um Gerechtigkeit« und habe den Rat an die rechtlichen Rahmenbedingungen erinnert. Bei der Ausschreibung Ende der 90er-Jahre habe es vom damaligen Rat ein sehr klares Vorgabenprofil gegeben. »Du hast es zu mehr als 100 Prozent erfüllt.«

Stichwort

Nachfolgersuche

Rund fünf Bewerbungen seien für die Nachfolge von Klemens Walter eingegangen, sagte Bürgermeister Bernhard Waidele am Dienstag auf Nachfrage. Bewerbungsfrist in der Ausschreibung für einen Amtsleiter Zentrale Dienste und Finanzen war der 2. August. Man wolle die Stelle möglichst bald wieder besetzen, sagte Waidele. Noch sei aber keine Entscheidung gefallen. Auch eine erneute Ausschreibung, um eventuell noch weitere Bewerbungen zu erhalten, schloss Waidele nicht aus.

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