Bad Rippoldsau-Schapbach

Staatssekretär Andre Baumann zu Besuch in Bad Rippoldsau

Autor: 
Franz Schmid
Lesezeit 3 Minuten
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27. Juni 2017

Der promovierte Biologe und Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium in Stuttgart Andre Baumann (links) packt beim Heumachen am Bad Rippoldsauer Steilhang mit an. Hier mit Freudenstadts Landrat Klaus Rückert. ©Franz Schmid

Beim Arbeitstag des Landschafts-Erhaltungsverbands Freudenstadt übergab Staatssekretär Andre Baumann vom baden-württembergischen Umweltministerium den Bewilligungsbescheid zur Anschaffung einer Spezialmähmaschine.

Auf dem Bad Rippoldsauer Schembachhof von Meinrad und Melanie Schweikart kamen am Freitag Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Naturschutz zusammen. Trotz Temperaturen um die 30 Grad Celsius haben die 15 Teilnehmer des Arbeitstags zweieinhalb Stunden selbst Hand angelegt, darunter Staatssekretär Andre Baumann vom Umweltministerium in Stuttgart, Freudenstadts Landrat Klaus Rückert, Bad Rippoldsau-Schapbachs Bürgermeister Bernhard Waidele und Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Ziel war, für sie die Herausforderungen bei der Pflege von Flächen erlebbar zu machen, die als Schutzgebiet nach der europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen sind (FFH-Flächen) und an steilen Hängen liegen.

Problem Offenhaltung

Bevor es zum Arbeitseinsatz mit Freischneider, Sense, Handrechen und Gabel ging, überreichte Staatssekretär Andre Baumann dem Freudenstädter Landrat Klaus Rückert, der zugleich Vorsitzender des Landschafts-Erhaltungsverbands Freudenstadt  ist, den Bewilligungsbescheid zur Anschaffung einer ausleihbaren Spezialmaschine mit Anbaugeräten. Damit sollen Kleinsteigentümer bei der Bewirtschaftung ihrer FFH- und Mindestflurflächen besser unterstützt werden. Eigentümer der Maschine ist das Bau- und Umweltamt des Landkreises, sie soll noch in diesem Jahr beschafft werden.

Bürgermeister Bernhard Waidele mahnte, wenn keine bessere Förderung in der Wiesenpflege erreicht werde, bringe dies im Blick auf das Generationenproblem große Nachteile für die Gesamtgemeinde, zumal die Offenhaltung der Landschaft gerade in den Steillagen Knochenarbeit bedeute.

Die Hofbesitzer Meinrad und Melanie Schweikart erzählten, dass die Offenhaltung ihrer acht Hektar Wiesen viel Handarbeit erfordere: Es müsse mit dem Freischneider gemäht werden, das Grüngut werde mit Handrechen und Gabel gewendet und zum Trocknen ins Tal gebracht, um später mit einer Spezialmaschine zu Ballen gepresst zu werden. Die Arbeitvorgänge seien schweißtreibend und erforderten viel Zeit und auch Geld für den Maschinenunterhalt.

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Rege Diskussion

Davon konnten sich die Teilnehmer des Arbeitstags selbst überzeugen. Beim anschließenden Vesper ging es in der regen Diskussion darum, dass die Fördersätze für die Landschaftspflege erhöht werden sollten, insbesondere für arbeits- und kostenintensive Steillagenflächen, wie Landrat Klaus Rückert ausführte. Staatssekretär Baumann versprach sich dafür einzusetzen, dass im Haushalt 2018/19 mehr Gelder für die Landschaftspflege bereitgestellt werden und die Fördersätze für die Steilhangpflege angehoben werden. »In den Tälern muss es hell sein«, und das solle auch in Zukunft so bleiben, so die Worte des Staatssekretärs.

Gefordert wurde auch eine Fachtagung für die Gebiete, wo keine Tiere mehr vorhanden sind, um zu erörtern, wie dort das Grüngut verwertet werden kann. Zudem sollten die Vertreter von Natur- und Umweltschutz sowie der Landwirtschaft unbürokratischer zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen.

Kritik gab es an den jeweils späten Zahlungen der Mähgelder an die Landwirte, was vor allem an den unterschiedlichen Computerprogrammen liege, die vereinheitlicht werden sollten.

www.lev-kreis-fds.de

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