Projekt „Kinder- und Familienbildung“

Stärkung von Familien in Haslach erreicht

Autor: 
red/lr
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03. Juli 2020

Freuen sich über den Erfolgdes Projekts „Kinder- und Familienbildung“ (Kifa): Sambat Sok (Kifa-Mentorin, von links), Michaela Brucker-Schmid (Kifa-Fachkraft im Kindergarten), Florica Popovici (Kifa-Mentorin,), Beate Brudy (Kindergartenbeauftragte der Seelsorgeeinheit Haslach), Michaela Himmelsbach (Psychologische Beratungsstelle der Caritas), Tabitha Eisenmann (Integrationsbeauftragte Haslach), Adrian Ritter (Hauptamtsleiter Haslach), Elena Guzhieva (Kifa-Mentorin, vorne), Alice Kienzler (Kifa-Fachkraft im Kindergarten) und Sonja Nitz (Leiterin Kindergarten Haslach). ©Stadt Haslach

Ein Erfolg: „Kinder- und Familienbildung“ (Kifa) macht Eltern und Kinder stark. Das von der Neumayer Stiftung unterstützte Projekt läuft im Haslacher Kindergarten seit drei Jahren.
 

Kifa, das für die Teilnehmer kostenlose Projekt „Kinder- und Familienbildung“ richtet sich insbesondere an Familien mit Migrationshintergrund, Alleinerziehende und bildungsbenachteiligte Familien. Es läuft nun seit drei Jahren im katholischen Stadtkindergarten in Haslach. Er ist damit Vorreiter im Ortenaukreis (siehe Infokasten). In einer Pressemitteilung freut sich die Stadt Haslach über einen „Erfolg auf ganzer Linie“. 

Das Elternbildungsprogramm zielt vor allem darauf ab, einen Raum des Austausches zu schaffen und die teilnehmenden Mütter zu stärken. Alle 14 Tage treffen sich die Kindergarten-Mütter in der Einrichtung, um sich anhand der Kifa-Materialien beispielsweise über Themen wie Medienerziehung, Ernährung oder spielerisches Lernen auszutauschen. Begleitet werden diese Elternkurse von einer Mentorin, einer Mutter aus der Kita, die pädagogisch qualifiziert ist, und von einer Fachkraft des Kindergartens. 

Auf Augenhöhe begegnen

Das Projekt zeichnet sich dabei durch den niederschwelligen Zugang und einer Begegnung auf Augenhöhe aus. Nach drei Jahren Implementierungsphase zog Iris Schuhmacher von der Neumayer Stiftung bei dem diesjährigen Auswertungstreffen ein Fazit.  

In den vergangen drei Jahren wurden jährlich mehr als zehn Mütter über den Kifa-Elternkurs erreicht, aber weit aussagekräftiger als diese Zahl ist die Wirkung, die durch das Projekt für diese Mütter und ihre Familien erreicht werden konnte.

Die Mentorinnen Elena Guzhieva, Florica Popovici und Sambat Sok betonten beispielsweise, wie interessiert die Kifa-Mütter sind, und wie motiviert sie den Input des Elternkurses immer wieder mit ihren eigenen Kindern umsetzen. Auch in der aktuell schwierigen Corona-Zeit werden virtuell „gemeinsam“ Aktivitäten des Kifa-Materials in den Familien umgesetzt. 

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Deutsch verbessern

Außerdem erzählten sie, dass viele Mütter durch den regelmäßigen Austausch und die Freundschaften, die durch Kifa entstehen, auch ihr Deutsch verbessern können. Das Gefühl im Kurs nur „unter Mamas“ zu sein und sich frei unterhalten und über Sorgen austauschen zu können, stelle eine große Bereicherung für alle Teilnehmerinnen dar. 

Auch aus Sicht des Kindergartens sind die Erfolge des Projekts deutlich spürbar. Sonja Nitz, Leiterin des katholischen Stadtkindergartens Haslach, und Michaela Brucker-Schmid, Kifa-Fachkraft im Kindergarten, nannten sowohl die unbändige Freude der Teilnehmerinnen als auch die positiven Effekte auf Offenheit und Selbstvertrauen der Mütter, als größte Erfolge des Projekts. Ebenso erlebten sie die Vielfalt der Kulturen im Kurs als bereichernd für die gesamte Einrichtung. 

Auch Michaela Himmelsbach zog stellvertretend für die psychologische Beratungsstelle der Caritas Haslach ein positives Fazit. Die enge Vernetzung der Kifa-Kurse mit der psychologischen Beratungsstelle stelle eine wichtige Komponente des Konzepts dar.

Absolutes Erfolgsprojekt

Sie betonte, die nachhaltige, positive Wirkung der Gemeinschaft im Kifa-Kurs, durch welche die Mütter erfahren würden, dass sie wahrgenommen werden und wertvoll sind. Diese Bestätigung sei gerade in der aktuellen Situation für Mütter jeglicher Lebenslage unabdingbar. 

Alle Akteure sind sich einig: Kifa ist im Haslacher Kindergarten ein absolutes Erfolgsprojekt. Auch in den kommenden Jahren soll der Elternkurs dort zu einem gesunden, integrierten und geförderten Aufwachsen von allen Kindern beitragen. 

Info

Projekt läuft auch in Oberwolfach

Das große Potenzial des Projekts „Kinder- und Familienbildung“ (Kifa) haben bereits erkannt: Der katholische Kindergarten in Haslach setzt es bereits im dritten Jahr erfolgreich um und hat auch die Grundschule am Heinrich-Hansjakob-Bildungszentrum mit im Boot und das Familienzentrum St. Josef in Oberwolfach hat vergangenes Jahr damit begonnen. Beim Hausacher Kindergarten St. Anna ist eine Einführung geplant. Mit dem neuen Qualifizierungsstandort Haslach hat die Neumayer-Stiftung den regionalen Zugang für Kommunen, Träger und Kindertageseinrichtungen im Ortenaukreis. Die Neumayer-Stiftung sehe sich in der Verantwortung, ihren Beitrag zu einer gesunden und engagierten Gesellschaft zu leisten. Der Bedarf an mehr Familienbildung werde zwar in der Politik gesehen, aber es werde nicht in die Tiefe gegangen, erklärte Astrid Schimmelpenninck vom Vorstand der Neumayer- Stiftung im Februar deren Motiv, dieses operative Projekt zu starten. Die Stiftung sieht sich dabei nicht nur als Geldgeber, sie will auch gemeinsam mit Trägern und Einrichtungen darum ringen, dass das Projekt gelingen kann“, sagte Schimmelpenninck damals bei dem Pressetermin.

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