Hausacher Leselenz

Start der Kinder- und Jugendliteraturwoche in Hausach

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juli 2015
Sabine Ludwig zieht mit ihren lustigen Geschichten und ihrer lebendigen Präsentation die Kinder sofort in ihren Bann – und signiert nach ihrer Lesung gern ihre Bücher.

Sabine Ludwig zieht mit ihren lustigen Geschichten und ihrer lebendigen Präsentation die Kinder sofort in ihren Bann – und signiert nach ihrer Lesung gern ihre Bücher. ©Claudia Ramsteiner

Mit rund 150 Kindern und der Kinderbuchautorin und wunderbaren Vorleserin Sabine Ludwig startete gestern die Kinder- und Jugendliteraturwoche »kinderleicht & lesejung« in der Stadthalle.

Der Montag ist der schlimmste Tag der Woche? Die Kinderbuchautorin in der Stadthalle mag da schon recht haben, aber dieser Montag zählt ganz augenscheinlich zu den guten. Kichernd und laut losprustend verfolgten die rund 150 Kinder auf den Stühlen die Geschichte der Klasse 4a, der »schlimmsten Klasse der ganzen Schule«. Autorin Sabine Ludwig kennt sich aus. Dass es einen gibt, der so tut, als ob er alles wüsste und einen, der wirklich alles weiß. Einen, der Chinakracher unters Lehrerpult legt und einen, der nur ans Essen denkt. Diese Typen gibt es in jeder Klasse, ob in Berlin oder hier im Schwarzwald, und die Rivalitäten zwischen den »schlimmen Klassen« und den »Strebern« auch.

45 Schulen zu Gast

So identifizierten sich die Kinder gleich mit der Geschichte. Die spannende Handlung, in der die Kinder der 4a plötzlich mit der ungeliebten 4b und der strengsten Lehrerin der Schule zum Wandertag müssen und die überaus lebendige Darstellung taten ihr Übriges dazu, dass die jungen Zuhörer gebannt auf ihren Stühlen saßen und die Autorin zwischen der Lesung mit Fragen löcherten.

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So erfuhren sie, dass Sabine Ludwig großes Glück hatte, dass sie nicht selbst einen Verlag suchen musste, sondern dass sie von einem Verlag gefunden wurde, weil sie Kindergeschichten fürs Radio geschrieben hatte. Dass man dummerweise nie weiß, wie lange man für ein Buch braucht, mal vier, mal acht Monate. Und dass Sabine Ludwig schon etwa 40 Bücher geschrieben hat, und noch viel mehr schreiben will – und muss, weil sie damit ja ihr Geld verdient. Ideen haben sei toll, aber das Schreiben sei ganz schön anstrengend, bekennt sie.

Es gibt wenig Autoren, die ihre Bücher so fesselnd präsentieren können – und genau darauf achtet die stellvertretende Festivalleiterin Ulrike Wörner, die die Woche konzipiert hat. Denn in dieser Woche erleben mehr als 900 Schüler aus 45 Schulklassen zwischen Offenburg und St. Georgen in Hausach neun Autoren hautnah, und diese Berührung mit der Literatur soll eine nachhaltige sein.

Dies wünschten zum Beginn der ersten Lesung auch Bürgermeister Manfred Wöhrle, Wolfgang Zink von der Bildungsregion Ortenau und Schulamtsleiterin Gabriele Weinrich in ihren kindgerecht kurzen Grußworten.

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