Hornberg

Start für den Bau des Windparks Falkenhöhe

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04. Mai 2020

Die Flächen, eine davon auf Reichenbacher Gemarkung, sind gerodet, die Bauarbeiten beginnen. ©Petra Epting

Flächen auf den drei Gemeinden Lauterbach, Schramberg und Hornberg sind gerodet. Auf diesen entstehen drei neue Windräder mit einer Nabenhöhe von 149 Metern.

Der Teilflächennutzungsplan ist nach längerem Prozess in Kraft, die drei Flächen für die neuen Anlagen auf der Falkenhöhe, von denen eine auf Reichenbacher Gemarkung steht, sind gerodet. Dem geplanten Bau der drei neuen Windräder steht nichts mehr im Weg.

Der Windpark Falkenhöhe entsteht an der Gemarkungsgrenze zwischen Lauterbach, Schramberg und Hornberg. Alle drei aneinandergrenzenden Gemeinden berücksichtigen in ihrem Flächennutzungsplanverfahren dieses Gebiet zur Nutzung von Windenergie. Zukünftiger Betreiber des Windparks ist die Teckwerke Bürgerenergie eG, eine regionale Bürgerenergiegenossenschaft aus Baden-Württemberg. 

Von Anfang an waren die Planungen im Bereich Kapfwald/Falkenhöhe Thema im Ortschaftsrat Reichenbach. Lange Zeit konnte wegen des fehlenden Teilflächennutzungplans keine Zustimmung durch die Ortschaftsräte und den Gemeinderat Hornberg erteilt werden. Ursprünglich waren vier Anlagen geplant. Doch eine Anlage auf Lauterbacher Gemarkung wurde auf Einwand der Anlieger des Hilsenbühls wegen einer »optisch bedrängenden Wirkung« vom Landratsamt abgelehnt.

Mehr als fünf Jahre Vorlauf

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Von der ersten Idee bis zur Genehmigung hat die Firma Windkraft Schonach, eine Tochtergesellschaft der RES Deutschland mit dem Initiator Hanspeter Maurer aus Tennenbronn, das Projekt entwickelt, informiert eine große Hinweistafel auf der Falkenhöhe über das Vorhaben. Von der ersten Standortbegehung bis zur Genehmigung sind insgesamt mehr als fünf Jahre vergangen. 

Nun werden an diesem Standort drei Anlagen des Typs Vestas V136 mit einer Leistung von je 4,2 Megawatt und einer Nabenhöhe von 149 Meter entstehen. Damit können mehr als 10 000 Haushalte mit Windenergie versorgt werden. In der Genehmigung des Landratsamts Rottweil für drei Windkraftanlagen in diesem Bereich im November 2019 war die Aufforstung der Wiese auf der Falkenhöhe vorgesehen. Darüber informierte damals Reichenbachs Ortsvorsteher Gottfried Bühler in der Sitzung mit seinen Ortschaftsräten. Damit wolle man den Rotmilan im Bereich von Windrädern vergrämen, so die Begründung. „Das entspricht aber nicht unserem Offenhaltekonzept und wäre ein Jammer“, so Bühler in der damaligen Sitzung. Auf seinen Vorschlag hin versagte der Ortschaftsrat die Zustimmung und wollte für die Offenhaltung kämpfen.

Aufforstung genehmigt

Mittlerweile ist die Genehmigung zur Aufforstung allerdings erteilt. Wie der Ortsvorsteher auf Anfrage informiert, wären die Windräder in der ursprünglich geplanten Ortschaftsratssitzung am 31. März erneut Thema gewesen. Diese fiel allerdings aus. Mit Bedauern nimmt Gottfried Bühler die Genehmigung zur Aufforstung zur Kenntnis. Er sei überzeugt davon, dass sich der Rotmilan auch ohne Aufforstung mit den Windrädern arrangiert hätte. 

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