Mittleres Kinzigtal

»Startplatz Gründung« soll Kinzigtäler Start-ups beflügeln

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19. Oktober 2018
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(Bild 1/2) Im Hornberger ZIG, Hauptstraße 12, findet am kommenden Donnerstag die Premiere des »Startplatz Gründung« statt. Vier Vorträge sowie anschließend ein lockerer Austausch sind für potenzielle Existenzgründer geplant. ©Jigal Fichtner

Von der Idee zum Unternehmen: Wirtschaftsregion Ortenau (WRO) und Sparkasse Haslach/Zell laden für Donnerstag, 25. Oktober, zur Premiere von »Startplatz Gründung« ins Hornberger Zentrum für Innovation und Gewerbe (ZIG) ein. Zielgruppe: junge Menschen mit einer Idee für eine Existenzgründung.

Start-ups? Gründerszene? Da denken viele ans amerikanische Silicon Valley, an deutsche Großstädte oder sechsstellige Deals in der »Höhle der Löwen«. Gute Ideen gibt es aber auch vor der eigenen Haustür – und denen wollen WRO und Sparkasse Haslach/Zell auf die Sprünge helfen: Der »Startplatz Gründung« in Hornberg soll potenziellen Existenzgründern Impulse geben auf dem Weg von der Idee zum eigenen Geschäft.

Vier Vorträge stehen an

Vier Vorträge sollen den Unternehmern von morgen Informationen rings um die Existenzgründung bieten und gleichzeitig Gelegenheit schaffen, Kontakte zu knüpfen. Kern-Zielgruppe: junge Menschen, die bereits eine Geschäftsidee für eine haupt- oder nebenberufliche Existenzgründung haben. Ein spannendes Experiment, wie Bernd Jacobs, Vorstandschef der Sparkasse, wertet. Denn: Wie viele potenzielle Gründer im Kinzigtal bislang im Stillen an ihren Ideen tüfteln und die Chance annehmen wollen, weiß keiner. Doch versuchen wolle man es und das Thema ins Kinzigtal bringen.

Wie groß ist das Gründer-Potenzial in der Ortenau? »So groß wie in anderen Regionen auch«, sagt WRO-Geschäftsführer Dominik Fehringer. »Das gilt natürlich auch fürs Kinzigtal.« Oft fehle Gründern, die sich mit der Idee der Selbstständigkeit befassen, der letzte Kick. »Ein starkes Netzwerk kann dort unterstützen.« Deshalb habe die WRO ihr Netzwerk Start-up Connect ins Leben gerufen. Dessen Geschäftsführer Florian Appel wird einer der Referenten sein.

Wachstumsperspektiven wichtig

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Ob Gründer-Typ, der immer wieder neue Start-ups anstoßen und sich nach erfolgreichem Aufbau daraus zurückziehen will, oder Manager-Typ, der aufbaut und ein bestehendes Unternehmen weiterentwickelt – beiden wolle man zur Seite stehen. »Wir wollen thematisch nicht beschränken. Wichtig ist uns allerdings ein unternehmerischer Blick, der darauf abzielt, eine Idee mit Wachstumscharakter zu erzeugen«, erklärt Fehringer.

Mut allein führt nicht ans Ziel: »Es ist ein langer, steiniger Weg für sehr viele. Da platzt auch mancher Traum auf diesem Weg«, sagt Klaus Schmid, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse und Bereichsleiter Firmenkunden/Private Banking. Seit 22 Jahren ist der erfahrene Banker in diesem Marktbereich tätig und hat in dieser Zeit schon viele Firmengründungen begleitet. Auch solche, die sich zu Unternehmen mit mehr als 350 Mitarbeitern mauserten.

Gründung bedeutet Arbeit

Große Deals wie in der TV-Show können Sparkassen und Genossenschaftsbanken Existenzgründern nicht bieten. »Wir sind keine Eigenkapitalgeber, wir sind Fremdkapitalgeber«, betont Schmid. Dennoch gebe es Wege, wie Gründer auch finanziell unterstützt werden können. Beraten sowieso. »Jede Existenzgründung muss individuell angeschaut werden.« Die Idee sei das eine. »Von der müssen wir auch überzeugt sein.« Doch bedeute die Umsetzung für den Gründer oft eine persönliche Durststrecke: Von einer 40-Stunden-Woche als Angestellter hoch auf 70 Stunden, weniger Zeit für Hobbys und Familie, »viel, viel mehr Arbeit und weniger Urlaub«. Mitunter müsse man auch sagen: »Das können wir jetzt nicht machen.«

Und welche Resonanz erhoffen sich die Initiatoren vom »Startplatz Gründung«? Fehringer: »Wir beurteilen den Erfolg der Veranstaltung nicht nach belegten Stühlen. Wenn wir den einen erreichen, der in den kommenden Jahren ein erfolgreiches Unternehmen aufbaut und dazu die Kontakte von Start-up Connect nutzen kann, können wir zufrieden sein. Wir sind es genauso, wenn zehn Interessierte dabei sind, die zunächst einmal mit Gründungsideen spielen.«

Stichwort

Das Programm

Der »Startplatz Gründung« beginnt am Donnerstag, 25. Oktober, um 17 Uhr im ZIG Hornberg. Der Eintritt ist frei, Anmeldungen sind auf der Webseite von Start-up Connect möglich. Vier Vorträge um die 20 Minuten sind geplant.

  • Vorstellung Start-up Connect – Florian Appel, Geschäftsführer Start-up Connect
  • Erfolgsfaktoren der Start-up-Finanzierung – Raphael Matt, Firmenkundenbetreuer Sparkasse Haslach/Zell
  • Vom Gründer zum Unternehmer – Fabian Silberer, Gründer und Geschäftsführer Sevenit
  • Die Wahl der richtigen Gesellschaftsform – Florian Künstle, Geschäftsführender Partner Kanzlei Reisch & Künstle

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