Wolfach

Stefan Voß hat bewusste Entscheidung fürs Land nie bereut

Autor: 
Andreas Buchta
Lesezeit 3 Minuten
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04. Mai 2020

Stefan Voß (von links) wurde am 26. April 2010 vom stellvertretenden Dekan Wolfgang Gehring als neuer Pfarrer in Wolfach eingeführt. ©Archivfoto/ Andreas Buchta

Stefan Voß kann auf zehn Jahre als Pfarrer der evangelischen Gemeinden Wolfach und Kirnbach zurückblicken. Das habe sich stimmig angefühlt, resümiert er.

Wenn Stefan Voß auf die vergangenen zehn Jahre als Pfarrer in Kirnbach und Wolfach zurückblickt, dann habe sich das Leben dort für ihn so stimmig angefühlt, dass er allen geistlichen Kollegen solches ein Amt nur wärmstens empfehlen könne, sagt er. 

Das Zusammenleben in beiden Gemeinden und insbesondere in Kirnbach, wo der Pfarrer im dortigen Pfarrhaus hoch über der Nikolauskirche wohnt, erlebe er noch immer als etwas ganz Besonderes. „Hier war ich gleich mittendrin“, erinnert er sich an die herzliche Aufnahme in die Gemeinschaft der Menschen, auch in der Nachbargemeinde Wolfach wo er glückliche und unglückliche Ereignisse begleiten durfte sowie den intensiven Zusammenhalt der Menschen miterlebte.

Gleich mehrere Besonderheiten vereint 

Die Weitläufigkeit des Gebiets, das er als Pfarrer betreut und das sich über 28 Kilometer von Kirnbach bis zur Friedenskapelle in Bad Rippoldsau erstreckt und in der die Protestanten eine Minderheit sind, erlebt er als spannende Besonderheit seines Amtes. „Das kannte ich vorher so nicht“, stellt er fest.

Eine Besonderheit für ihn ist auch das ungemein gute Miteinander mit den Kirchenältesten in den beiden Kirchengemeinderäten und mit den Nachbarskollegen.

Als regelrecht inspirierend erlebt er im Kirnbacher Pfarrhaus die Nähe zur Natur mit ihrer unbändigen Dynamik. Der Garten, in dem er das Wachstum unterstützt und den schwächeren Pflanzen zum Gedeihen verhilft, ist für ihn auch ein Sinnbild für seine Arbeit in der Gemeinde.

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Einige Höhepunkte in den vergangenen zehn Jahren erlebt

Gerne erinnert sich Voß an einige Höhepunkte seiner Amtszeit. So hat ihn das prägende Reformationsjubiläum mit seinen vielen Aktivitäten lange begleitet. Er denkt dabei an zahlreiche Gottesdienste im Grünen und Taufen unter freiem Himmel sowie die Gemeindereise nach Israel mit einer „tollen Gruppe“ und intensiven Erlebnissen. 

Die Sanierung der Nikolauskirche und der Friedenskapelle, die energetische Sanierung des Pfarrhauses sowie der Neubau des inzwischen fertig gestellten Gemeindehauses in Wolfach gehörten zu den Großprojekten bisher. Kleinere Vorhaben, etwa die bewegenden Abendmahlfeiern mit den Drittklässlern und die Johannisfeiern auf der Terrasse des Pfarrhauses sind eine Bereicherung des Jahreskalenders.

Und, nicht zu vergessen, das kirchliche Umweltprojekt „Grüner Gockel“ und die „wunderbare Entwicklung“ der Tradition der Adventsfenster in Kirnbach: „Hier haben wir offensichtlich ein Bedürfnis der Menschen getroffen.“ 

Noch nicht „Spruchreifes“ für die Zukunft

Am Anfang habe er Anlaufzeit gebraucht, sich auf die Mentalität innerhalb dieses neuen Kosmos’ einzustellen, erinnert er sich. Und wie es in der Zukunft weitergehe, da sei „noch nichts spruchreif“. „Ich bin sehr froh, dass ich mich damals dafür entschieden habe“, blickt er heute zurück.

Stichwort

Bereits zehn Jahre her

Dekan Frank Wellhöner führte Stefan Voß am 18. April 2010 als Pfarrer in der Kirnbacher Nikolauskirche ein und der stellvertretenden Dekan Wolfgang Gehring eine Woche später in der Wolfacher Stadtkirche. Voß kam aus der Lukasgemeinde in der Karlsruher Innenstadt und hatte sich damals ganz bewusst für einen Pfarrei auf dem Land entschieden.

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