Projekte im Rat festgelegt

Steinach will dieses Jahr 7,38 Millionen Euro investieren

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20. März 2019

Im Steinacher Gemeinderat wurde die Frage andiskutiert, ob es noch Sinn macht die Turn- und Festhalle bei der Schule zu sanieren oder ob ein Neubau besser wäre. ©Lars Reutter

Investitionen für das Haushaltsjahr 2019 haben den Steinacher Gemeinderat in der Sitzung am Montagabend beschäftigt. Etwas überraschend war, dass es im Rahmen der Beratungen auch um die Turn- und Festhalle ging. Die Frage lautet hier: Sanieren oder neu bauen?

Kämmerin Petra Meister bekannte im Steinacher Gemeinderat, dass sie zur Abstimmung  eine »Mammutliste« an Investitionsprojekten für das Haushaltsjahr 2019 vortrage, bei der es einem  »schwindlig« werden könne. Insgesamt sind rund 7,38 Millionen Euro an Investitionen geplant (die größten Vorhaben stehen im Infokasten). Hinzu kommt eine Tilgung in Höhe von 275.000 Euro.

Dem stehen nach den Planungen auf der Einnahmeseite rund 3,09 Millionen Euro gegenüber. Zudem ist ein Zahlunsgmittelüberschuss im Finanzhaushalt in Höhe von rund 1,09 Millionen Euro geplant. Bleibt eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro, die durch eine Darlehensaufnahme gedeckt werden soll. Der gesamte Haushalt soll laut Meister  möglichst am 8. April im Rat eingebracht werden.

4,64 Millionen Euro für laufende Projekte

Die Gemeinderäte hatten zwar gelegentlich Nachfragen, aber letztlich keine Einwände gegen die von der Verwaltung vorgeschlagenen Investitionen. Dies liegt vor allem daran, dass laut Meister rund 4,64 Millionen Euro in bereits laufende Projekte wie die Rathaussanierung und der Hochwasserschutz fließen, die natürlich niemand mehr stoppen will. Dagegen entfallen lediglich 895.000 Euro in noch nicht im Rat beschlossene Projekte. 

Aber auch darunter sind laut Gemeinderat Xaver Rockenstein (FWV) »keine Luxussachen«. Die sah auch sein Fraktionskollege Bernd Schwendemann so. Tino Joos (CDU) sah auch keinen Spielraum für das Streichen von Vorhaben. »Es ist ein gewaltiger Haushalt. Den Drops mit der Kreditaufnahme  müssen wir eben lutschen«, meinte er.

Wird die Turn- und Festhalle neu gebaut?

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Eine kurze Diskussion gab es, als es um die Turn- und Festhalle ging. Hier hatte die Verwaltung eine Planungsrate in Höhe von 50.000 Euro in die Liste aufgenommen. Kämmerin Petra Meister informierte darüber, dass allein die geplante Instandsetzung der Sanitäranlagen rund 300.000 Euro kosten würde. Aber auch bei der Belüftung, dem Bodenbelag und beim Dach müsste man etwas machen. 

Gemeinderat Bertin Metzger (Junge Liste), der auch stellvertretender Vorsitzender des TV Steinach als einer der Hauptnutzer der Halle ist, stellte einen Antrag, der angesichts der Raumknappheit vor allem einen Raumgewinn in einer neu zu errichtenden Halle zum Ziel hat. Aus seiner Sicht  sollte man nicht noch »mehr Geld in der alten Halle vergraben« und nicht am Bestand »rumpfuschen«. In eine neue Halle könne man dann eventuell auch ein öffentlich zugängliches WC integrieren.

Auch Gregor Uhl (FWV) meinte, dass man die Halle »eigentlich platt machen« und eine neue bauen müsste. Von der alten sei wohl ohnehin nur das »Gerippe« noch brauchbar. Er brachte auch einen Neubau auf der »grünen Wiese« ins Spiel, was in Reihen der Verwaltung aber  unter Verweis auf die Notwendigkeit, eine Halle bei der Schule zu haben, skeptisch betrachtet wurde.

Spielplatz in  Welschensteinach planen

Bernd Schwendemann (FWV) fand, es sei »höchste Zeit«, dass man das Thema angehe und dieses müsse ganz vorne auf die Prioritätenliste. »Ich hoffe, wir haben dann auch genug Geld dafür«, schob er nach.  Er meinte, man solle auch den Bedarf abfragen und laut Meister soll das Gremium dann entscheiden, was es genau haben will.

Gemeinderat und Ortsvorsteher Erich Maier sprach dann noch den Wunsch nach einem neuen Spielplatz in  Welschensteinach an. Sein Vorschlag, dazu eine Projektgruppe zu gründen und vielleicht dann nächstes Jahr an die Umsetzung zu gehen, stieß auf Zustimmung im Gremium. Im Etat für 2019 sind zudem schon Mittel in Höhe von 3000 Euro für ein Spielgerät in der Josef-Schmid-Straße und 8000 Euro für ein Spielgerät im Kirchgrün eingestellt.

Info

Die teuersten Vorhaben für 2019

Alle Zahlen gerundet:
◼ Sanierung Rathaus: 2,95 Millionen Euro
◼ Hochwasserschutz: 990 000 Euro (inklusive 50 000 Euro Objektschutz)
◼ Kommunale Maßnahmen im Rahmen des Landessanierungsprogramms: 456 000 Euro
◼ Neugestaltung Lindenplatz: 215 000 Euro
◼ Wasserversorgung: 220 000 Euro Materialkosten für Leitungen
◼ Endausbau Mittelgrün: 150000 Euro
◼ Hauptstraße: 100 000 Euro
◼ Baustraße im Neubaugebiet Allmend II: 115000 Euro
◼ Radweg Mühlsbach: 230000 Euro
 

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