Pläne für B33-Ausbau vorgestellt

Steinach will keinen Umleitungsverkehr haben

Autor: 
Lars Reutter
Lesezeit 3 Minuten
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18. Januar 2018
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Der Knotepunkt in Steinach wird überprüft. Ziel ist es möglichst viel Verkehr aus dem Ort zu halten und auf die B 33 zu leiten. ©Lars Reutter

Die B  33 zwischen Steinach und Haslach soll dreistreifig ausgebaut werden. Die Planungen hat Kai Steinborn, zuständiger Planer beim Regierungspräsidium, im Steinacher Gemeinderat vorgestellt.

Deutlich wurde, dass die Gemeindevertreter großen Wert darauf legen, dass die Steinacher Ortsdurchfahrt nicht als Umleitungsstrecke genutzt wird. Dies ist auch das Ziel des RP. Dass die Nachbarn aus Bollenbach mit den Planungen der Umleitung nicht zufrieden sind, war am Montagabend kein Thema. 

Bürgermeister Nicolai Bischler stellte eingangs noch einmal die Ziele des Ausbaus dar: »Die Verkehrssicherheit soll erhöht und der Verkehrsfluss verbessert werden.« Steinborn erläuterte die Planungen. Die Bauzeit soll rund zwei Jahren betragen, die Kinzigbrücke mindestens halbseitig gesperrt werden und der Verkehr Richtung Offenburg auf die Kreisstraße abgeleitet werden. Auf Nachfrage stellte er unmissverständlich klar: »Der Verkehr soll nicht durch Steinach abgeleitet werden.«  

Knotenpunkt wird geprüft

Zudem wird derzeit der Knotenpunkt  überprüft beim Feuerwehrhaus. Letztlich soll der Durchgangsverkehr einfacher auf die B 33 geleitet werden und so möglichst viel Verkehr aus dem Ort gehalten werden. Darauf hatte  bereits Bischlers Vorgänger, Frank Edelmann, bei einem Gespräch mit dem RP im Sommer großen Wert gelegt.

Steinborn führte in der Gemeinderatssitzung weiter aus, dass es »klare Sicherheitsmängel« bei den jetzigen Auffahrten auf die B 33 gebe. Entstehen sollen daher möglichst lange Einfädelspuren. 

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Wie berichtet sollen auch die Lärmschutzwände  in Steinach erhöht werden. Die Kostenverteilung war eigentlich auch bereits 2011 geklärt worden, aber nun gibt es laut dem Planer dennoch zu klärenden Differenzen. Für drei Gebäude unweit der B 33 sei der Lärmschutz unzureichend, hier müssten die Besitzer passive Lärmschutzmaßnahmen beantragen. 

Konsens ist das Ziel

Die Offenlage im Rahmen des Planfstellungsverfahrens endet am heutigen Donnerstag, informierte Sonja Wichmann. Die Mitarbeiterin der Planfeststellungsbehörde sagte, dass Einwendungen noch bis 1. Februar möglich sind. Bis Freitag sei nur eine aus Haslach beim RP eingegangen.

»Die kommen aber meist auf den letzten Drücker«, sagte sie.  Nach der Prüfung der  Einwendungen werde ein Erörterungstermin anberaumt, bei dem ein Konsens gesucht werde. Was nicht geklärt werden könne, werde rechtlich entschieden, was  aber nicht das Ziel sei. 

Der Gemeinderat stimmte am Ende der Stellungnahme der Verwaltung zu: Auf Wasserleitungen sei bei der Maßnahme zu achten, das RP wird auf den geplanten Neubau des Bollenbacher Stegs hingewiesen, die Ortsdurchfahrt soll unattraktiv gestaltet beziehungsweise der Verkehr bevorzugt auf die B 33 geleitet werden.

Zudem sollen bei der Kostenvereinbarung zwischen Gemeinde und RP die Differenzen geklärt werden und man lege Wert darauf, den Verkehr während der Bauzeit nicht durch Steinach zu leiten.

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