Steinach

Steinacher Rathaus soll noch in diesem Jahr bezogen werden

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14. August 2019

Noch ist das Rathaus eingerüstet – in der kommenden Woche soll das Gerüst abgebaut werden. ©Maria Benz

Rund acht Prozent höher als veranschlagt liegen derzeit die Kosten für die Rathaussanierung in Steinach. Allerdings sieht es nach jetzigem Stand so aus, als ob die im Haushalt eingeplanten Mittel ausreichen. 
 

Bevor es in der Gemeinderatssitzung um den aktuellen Kostenstand der Rathaussanierung ging, überzeugten sich die Steinacher Räte am Dienstag vor Ort vom Baufortschritt. »Wir wollten eigentlich am Freitag schon das Gerüst abbauen«, schilderte Architekt Thomas Kopf.

Es gebe aber noch einige Malerarbeiten zu erledigen. Er gehe jedoch davon aus, dass es in der kommenden Woche entfernt werden könne. Eine Herausforderung an der Fassade seien verschiedene Arten von Sandsteinen gewesen – schöne, schlechte und einige seien lediglich aufgemalt. Alle galt es optisch in Einklang zu bringen. Die »gefälschten Steine« mussten auf Wunsch des Denkmalamts wieder ebenso aufgemalt werden. 

Barrierefreiheit durch Fahrstuhl

Im Gebäude fiel zunächst der veränderte Eingangsbereich auf. »Wir haben nun das nötige Volumen, das ein Entrée braucht«, betonte Kopf. Im Zentrum des Eingangsbereichs ist der Aufzug, der es künftig ermöglicht, barrierefrei in die oberen Büros und den Sitzungssaal im Dachgeschoss zu kommen.

Kopf wies auf einige Details hin, wie Metallleisten zwischen den Bodenplatten, die eine frühere Wand symbolisieren sollen – ebenso ein Wunsch des Denkmalamts, wie der Erhalt einiger Treppen und Geländer. 

Keine Brandschutzverkleidung

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Der ehemalige Sitzungssaal wird künftig zum Trau- und Besprechungszimmer. Ursprünglich war angedacht, ihn und das Zentralarchiv zu belassen, da in diesen Bereich erst vor rund 20 Jahren investiert wurde. Allerdings habe sich gezeigt, dass die Stahlträger keine Brandschutzverkleidung hatten und es deshalb mehr Sinn machte, alles komplett zu sanieren – auch diesem Aspekt ist ein Teil der Mehrkosten geschuldet, die sich inzwischen auf rund acht Prozent belaufen, wie Kopf später in der Sitzung ausführte. Auch die allgemeinen Baukostensteigerungen machten sich bemerkbar.

Nach der aktuellen Prognose mit allen bekannten Nachträgen werden sich die Kosten für die Rathaussanierung auf 4,54 Millionen Euro belaufen. Im Haushalt bereitgestellt waren 4,58 Millionen Euro. Kämmerin Petra Meister machte aber deutlich, dass der Puffer von rund 40 000 Euro noch benötigt werde – schließlich müsse die Rathausmannschaft wieder vom Ausweichquartier ins Rathaus zurückziehen, die EDV wieder verkabelt und die Räumlichkeiten in der Hauptstraße müssen frisch gestrichen werden.

Einstimmiges Votum

»Es könnte reichen, es kann aber auch sein, dass wir am Ende 10 000 Euro drüber liegen«, so Meister. Dennoch zeigte sie sich erleichtert über den aktuellen Kostenstand, denn »ich hätte nicht gedacht, dass wir diesen Puffer bekommen.« Der Gemeinderat stimmte einstimmig einer Nachfinanzierung im Haushalt 2020 zu, sollten die bereitgestellten Mittel tatsächlich nicht ausreichen. 

Die Gemeinde erhält für die Rathaussanierung 600 000 Euro aus dem Ausgleichsstock. Darüber hinaus gibt es einen Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm von bis zu 2,2 Millionen Euro. Beim Zuschuss aus dem Landessanierungsprogramm müsse aber noch abgeklärt werden, ob die Kostensteigerungen vollständig in die Förderung einbezogen und der Förderrahmen nachträglich erhöht wird, teilte Meister gestern auf Anfrage des Offenburger Tageblatts mit. Bislang sei dies aber immer der Fall gewesen.

Der Zeitplan sieht vor, dass das Rathaus am 6. Dezember möbliert ist, in der darauffolgenden Woche soll die Verwaltung ins sanierte Gebäude umziehen. 

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