Gestaltung im Gemeinderat diskutiert

Steinacher Rathauspläne immer konkreter

Autor: 
Lars Reutter
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18. April 2018
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So könnte einmal die Südansicht des Steinacher Rathauses aussehen. ©Grafik: Kopf Architekten

In den Planungen nimmt das Steinacher Rathaus immer mehr an Gestalt an. Denn in der Gemeinderatssitzung wurde fast allen Vorschlägen von Kopf Architekten zugestimmt. Die Entscheidung zum Haupteingang wurde letztlich vertagt.

Wie sollen die Eingänge und Fenster des Steinacher Rathauses künftig aussehen  und wie das Dach – über diese und weitere Gestaltungsfragen hat der Steinacher Gemeinderat am Montagabend diskutiert. Dabei fanden fast alle Vorschläge von Kopf Architekten eine einstimmige Mehrheit. Die Ideen stellten für das beauftrage Büro Clemens Hupfer und Thomas Kopf vor.

Den größten Diskussionsbedarf gab es beim Eingang Süd (Haupteingang). Hier schlugen die Architekten anstelle des bisher schlichten Eingangs  aus Richtung Kirchgasse eine großzügige 1,20 Meter breite Treppenanlage mit Geländer  und anstelle einer elektrischen Schiebetür eine einflügelige Tür vor. Neben der Tür sollten links und rechts die Fenster bodentief nach unten versetzt werden. 

Geländer wirkt zu massiv

Katharina Schwendemann (Junge Liste) störte sich vor allem an den versetzten Fenstern. Ihr ging es allgemein darum, möglichst nah am historischen Original zu bleiben. Gregor Uhl, Günter Schmidt (beide FWV) und Tino Joos (CDU) gefiel die neue Variante auch nicht, was bei ihnen vor allem an dem recht massiv wirkenden Geländer lag.

Thomas Kopf meinte dazu, dass dies in der Darstellung täusche und verteidigte den Entwurf, der ein »wesentlich ausgewogeneres Bild« herstelle und die Axialität besser berücksichtige als der erste Entwurf, der nicht die nötige Präsenz herstelle.

Bertin Metzger (Junge Liste) fände es besser, wenn man auch von allen Seiten kommend die Treppe begehen könnte. Dies zur Not auch auf Kosten von Parkplätzen. »An die hatten wir uns nicht ran getraut«, meinte Thomas Kopf. Man könne aber bis zur Mai-Sitzung auch diese Variante planen. Daher wurde diese Entscheidung dann vertagt, wobei Bürgermeister Nicolai Bischler schon meinte, dass man die Parkplätze brauche.

Barrierefreier Zugang

Entschieden wurde dagegen schon, dass der Eingang West vom Parkplatz Schulstraße aus barrierefrei sein wird und eine Tür mit automatischen Drehflügelbetrieb erhalten soll. 

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Die Innentüren sollen eine Eichenoptik erhalten und die Trennwände eine Glasoptik. Damit soll in den Büros im Erd- und Obergeschoss die Klassenzimmeroptik erhalten bleiben, was eine Auflage des Denkmalschutzamts war, informierte Clemens Hupfer.

Die Fenster sollen wie im historischen Original nun ohne Sprossen als Holzfenster mit weißen Anstrich erstellt werden. Laut Hupfer wäre nach dem Vorgaben des Denkmalschutzes kein anderes Material zulässig. Das Dach soll mit naturroten Biberschwanzziegeln eingedeckt werden. Die Lichtbänder mit Lamellenfenster werden annähernd bündig in die Dachfläche eingelassen.

Der Aufzug wird ähnlich wie der im Haslacher Rathaus aussehen und soll zehn Personen fassen können. Auch die Vorschläge für die Treppen, die teilweise erhalten bleiben sollen, und die Geländer fanden breite Zustimmung.

Freier Platz im Sitzungssaal

Im Sitzungssaal entfällt der Technikbereich mit eigener Lüftungsanalge, da dieser laut Clemens Hupfer im Dachspitz untergebracht werden kann. Stattdessen könnte beispielsweise ein Stuhllager abgetrennt werden, darüber ist aber noch zu entscheiden.

Der Sonnenschutz soll nicht wie in den Anfangsjahren mit einem Holzrolladen gewährleistet werden, sondern mit Stoff-Markisoletten.

Für die Böden sind dunkle Beläge vorgesehen, im öffentlichen Bereich mit Fliesen in Schieferoptik, im Bürobereich mit Nadelflies schwarz. Die Fließen sahen sich die Gemeinderäte in der Sitzung  im Rahmen einer »kleinen Völkerwanderung« an. 

Die Wände sind in der Farbe weiß mit Kalkputz gefilzt geplant. Die Decken werden ebenfalls weiß gehalten. Akustikelemente an Wand und Decke sollen eingebaut werden, wo zusätzliche Absorption erforderlich ist.

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