Steinach

Steinachs Forstbetriebe blicken zurück auf Rekordjahr

Von Werner Bauer
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09. März 2024
Für Revierleiter Günter Schmidt (Zweiter von links) ist man auf der Suiche nach einem Nachfolger. Mario Herz (links), Joachim Prinzbach und Josef Beha (rechts) informierten die Mitglieder in der Hauptversammlung. 

Für Revierleiter Günter Schmidt (Zweiter von links) ist man auf der Suiche nach einem Nachfolger. Mario Herz (links), Joachim Prinzbach und Josef Beha (rechts) informierten die Mitglieder in der Hauptversammlung.  ©Werner Bauer

Revierleiter Günter Schmidt informierte die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Steinach /Welschensteinach in der Hauptversammlung am Donnerstag im Gasthaus "Zum Wilden Mann" über das Geschäftsjahr 2023, für das es Rekordergebnisse zu vermelden gab. 

Zu diesen gehörten die Einnahmen aus dem Holzverkauf mit 1,88 Millionen Euro und der Einschlag von 23.216 Festmetern.

Der Erlös je Festmeter ohne Hack belief sich auf 84,52 Euro über alle Sorten, was Schmidt als ganz ordentlich einstufte. Im Plan waren zwar nur 6616 Festmeter vorgesehen, doch aufgrund von Insekten, Sturm und Dürre, die das Holz geschädigt hatten, mussten 16.105 Festmeter eingeschlagen werden. In der Summe war das Gesamtvolumen größer als nach dem Orkan Lothar im Dezember 1999, stellte Bernhard Obert fest. „Der Regen war gut, jetzt fast sogar zu viel, doch der Wald braucht es, wenngleich die Wege nun leiden", sagte Schmidt und warnte zugleich, dass der Käfer bereits da sei.

Beachtlich war die Förderung 2023. Über die FBG seien je drei Sammelanträge gestellt worden. So betrug die Aufarbeitungsprämie für 270 Waldbesitzer insgesamt 93.978 Euro bei 15.663 Festmetern, wofür es je sechs Euro gab. „Für die zukünftige Aufarbeitung wird es nichts mehr geben, weil die Fördertöpfe leer sind“, ließ Schmidt wissen.

Geräte im Einsatz

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Kassierer Erich Maier berichtete, dass sich die Kontostände der FBG sehen lassen können. Bürgermeister Nicolai Bischler dankte dem Vorstandsteam für seine ehrenamtliche Tätigkeit. „Ich habe Respekt was hier im Wald geleistet wird“, lobte er die Mitglieder. Bernhard Obert berichtete über die vier Spalter, die von 60 Mitgliedern genutzt werden. „Das funktioniert glänzend“, merkte er an und lobte auch Investition des Sägeautomaten, der für mehr als 20.000 Euro gekauft wurde. Die Mitglieder beschlossen, die Benutzungsgebühr hierfür von acht Euro auf zehn zu erhöhen. Hermann Haas gab noch einen Überblick über den Hangmäher, dessen Anschaffung sich auch gelohnt habe.

Anschließend informierte der Leiter des Forstbezirks Wolfach, Mario Herz, über die Novellierung des Bundeswaldgesetzes. Dass die Handlungsspielräume der Waldbesitzer nach aktuellen Plänen eingegrenzt und sogar mit Strafen belegt werden sollen, sorgte für Hohn. Die gute Zusammenarbeit mit einer funktionierenden Forstverwaltung und engagierten Waldbesitzern in einer harmonischen Zweckgemeinschaft werde mit Füßen getreten, so die Empfindung der Waldbesitzer. „Viele haben sich gegen die Novelle positioniert. Wachsam bleiben und die Politik mit solchen Themen bespielen“, riet Herz. „Ich bin mir sicher, dass es so nie kommt“, schloss er das Kapitel.

Gute Aussichten

Joachim Prinzbach, Vorstand der FVS, ging auf das Holzlieferkettengesetz ein. Demnach müsste ein Stuhlbein so zertifiziert werden, dass der Käufer darüber Bescheid weiß, in welchem Wald der Baum geschlagen wurde, wie alt er war, wer gesägt hatte und einiges mehr. Aufkommende Diskussionen wurden von Herz beschwichtigt: „Das Thema soll erst zum 1 .Januar 2025 kommen, ein Aufschub ist beantragt“. Prinzbach gab noch einen Ausblick auf den Holzmarkt mit der Nachricht, dass das Leitsortiment die 100-Euro-Schallmauer wieder durchbrochen hat, Preise bis April stabil seien und es recht positiv aussieht. Erich Maier berichtete von finanziellen Mitteln in Höhe von 220.000 Euro, die vom BZ-Verfahren aus dem Jahr 1990 noch zur Verfügung stünden, und die für Hofzufahrten im Dochbach verwendet werden könnten.

Wie es mit der Försternachfolge aussieht, wollte zum Schluss Bernhard Obert wissen, denn Revierleiter Günter Schmidt, der kürzlich sein 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert hatte, geht im November in den Ruhestand. Herz teile mit, dass man an der Sache dran sei und ein Interessenverfahren auf den Weg gebracht habe.

Info

FBG Steinach / Welschensteinach

Vorsitzender: Josef Beha

Gegründet: 1981

Mitglieder: 320

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