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Wolfach - Kirnbach

Studenten der Wolfacher Sommeruni präsentieren Ergebnisse

Sommeruni-Studenten präsentieren Projekte / Schwerpunkte: Karl-Wöhrle-Weg, Rathaus, Bewaldung
30. Juli 2016
&copy Matthias Jundt&copy Matthias Jundt&copy Matthias Jundt

Das Projekt »Update Wolfach – Sommeruni 2016« ist beendet. Am Freitag präsentierten die Studenten ihre Zukunftsvisionen für Kirnbach zum Abschluss vor einer Jury. Die Ideen befassen sich mit den Schwerpunkten Talstraße, ehemaliges Rathaus und Bewaldung.

Zehn Tage lernten 27 Studenten Kirnbach ganz genau kennen. Im Rahmen der »Sommeruni 2016« logierten sie bei Anwohnern, kamen mit Bürgern ins Gespräch und entwarfen anhand dieser Erfahrungen Zukunftsvisionen für den Wolfacher Stadtteil. Die Visionen sollten die Frage »Was könnten Zukunftsideen für Kirnbach sein?« beantworten. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am Freitag in der Gemeindehalle vor einer achtköpfigen Jury.

Diese bewertete die Projekte der sieben Gruppen anhand von fünf Bewertungskriterien: Überzeugungskraft, Relevanz für Kirnbach, Übertragbarkeit auf andere Regionen, Nachhaltigkeit und Darstellung der Arbeiten. Die Sieger kürte die Jury erst Freitagabend (wir werden noch berichten).

In den Gesprächen mit Kirnbachern erfuhren die Studenten aus den Bereichen Geografie, Kultur, Architektur oder auch Städteplanung, wo der Schuh drückt. Heraus kamen ihrer Meinung nach drei Schwerpunkte, auf denen Kirnbachs Zukunft aufbauen sollte.

Weniger Wald

Für zwei Gruppen ist die Bewaldung das entscheidende Thema. Früher, so bewies die Gruppe »Initiative Offenland« anhand von Bildern aus der Vergangenheit und Gegenwart, habe es viel weniger Wald und mehr Biodiversität gegeben. Dahin sollte man wieder zurück. Auch Touristen wollten eine helle und damit freundlicher wirkende Landschaft. Bei Gesprächen mit einigen Landwirten habe man herausgefunden, dass der Wille zur Neustrukturierung da sei. Wie dieses Vorhaben wirtschaftlich rentabel für alle Bauern sein könnte, vermochte die Gruppe aber nicht sagen. Auch die Gruppe »Lumos!« (deutsch: »es werde Licht«) befasste sich mit diesem Thema, das ein sehr langfristiges Unterfangen sein würde.

Kurzfristigere Ideen hatten die Projektgruppen »Wegelandschaft Kirnbachtal« und »Zusammen Hang«. Sie sehen den Karl-Wörhle-Weg als wichtigstes Element im Ort. Diese müsse künftig das identitätsstiftende Merkmal der Gemeinde sein. Zu einem Erlebnispfad, wie er derzeit vielerorts entstehe, solle der Weg aber nicht werden. Vielmehr sollten die Kirnbacher selbst entscheiden, welche Stationen die Höhepunkte des Wegs werden. Für Bürgermeister Thomas Geppert, der Teil der Jury war, trafen die Vorschläge den Nagel auf den Kopf: »Das ist eine aktive Unterstützung von Ihnen für uns«, sagte er in Richtung der Studenten. Das Thema »Talstraße« sei bereits in Bearbeitung. Nach dem Sommer gebe es einen Infoabend in der Gemeindehalle.

Rathaus 2.0

Den Schwerpunkt auf das Rathaus und alte Gebäude legten die Gruppen »Perspektivwechsel« und »Das Kirnbachhaus«. Letztgenanntes Projekt will aus dem ehemaligen Rathaus eine denkmalgeschützte Begegnungsstätte machen. Sie soll für Wanderer Übernachtungsmöglichkeiten bieten und zudem etwa für Lesungen oder andere Veranstaltungen fungieren. Sogar eine Finanzierung mithilfe eines Fördervereins präsentierte diese Gruppe. »Perspektivwechsel« will den Kirnbachern ihren Ort in neuen Facetten zeigen. Alte Gebäude, wie das Rathaus, sollten neu interpretiert werden und neue Funktionen bekommen.

Einen anderen Weg ging »Kirnbachtal – energetisch autark«. Die Gruppe meint, Kirnbach  habe alle Voraussetzungen, sich mithilfe erneuerbarer Energien selbst zu versorgen. Diese soll auch für E-Bikes genutzt werden, mit denen Touristen und Einheimische fahren können. Welchen Mehrwert die Fahrräder haben und ob Kirnbach dann wirklich autark wäre, konnten die Studenten nicht beantwortewn.

Autor:
Matthias Jundt

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