Schenkenzell

Studenten packen im Workcamp Schenkenzell ehrenamtlich an

Autor: 
Lothar Herzog
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2019
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Bürgermeister Bernd Heinzelmann (Vierter von rechts) begrüßte die Studenten aus aller Welt zum Workcamp in Schenkenzell. Zwei Wochen werden die jungen Erwachsenen ehrenamtlich arbeiten und die Region erkunden. ©Lothar Herzog

Arbeiten und Entdecken in Schenkenzell: Zehn Studenten aus der ganzen Welt sind seit dem Wochenende für die Teilnahme am Workcamp in Schenkenzell. Bis zum 25. August packen sie bei Arbeitseinsätzen an und erkunden zudem Region und Kultur.

Seit Sonntag campieren in der Mehrzweckhalle Schenkenzell zehn Studenten und zwei Betreuer. Sie werden bis zum 25. August freiwillig arbeiten, Freizeiteinrichtungen besuchen und Land und Leute kennenlernen.

Aus aller Welt nach Schenkenzell

Vermittelt wurden die freiwilligen jungen Erwachsenen im Alter von 19 bis 28 Jahren durch den gemeinnützigen Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten Stuttgart. Teilweise hatten die Studenten bei ihrer Ankunft am Sonntag weite und lange Anreisen aus Taiwan, Hongkong, Japan und Mexiko hinter sich. Deutlich näher hatten es da die Studenten aus Russland, Italien und Serbien.

Bürgermeister Bernd Heinzelmann hieß sie am Sonntag allesamt willkommen und stellte ihnen Schenkenzell als kleinste selbstständige Kommune im nordwestlichen Zipfel des Kreises Rottweil vor. Auch den Ortsteil Kaltbrunn, wo sich die jungen Erwachsenen in den nächsten Tagen handwerklich einsetzen werden.

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Ausgleichsmaßnahme als Aufgabe

Bei der Aufstellung des Bebauungsplans Sportplatz Kaltbrunn habe die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Rottweil für den Bau eines Umkleidegebäudes einen ökologischen Ausgleich gefordert: Die Anlegung einer circa 900 Quadratmeter großen Nasswiese. Für diese müssten ein paar Gräben gezogen werden, um das Oberflächenwasser von einer nahen Hangquelle abzuleiten, erklärte Heinzelmann. Des Weiteren sei vorgesehen, die vor zwei Jahren ebenfalls durch Studenten begonnene Sanierung der Grillhütte auf dem Staufenkopf fortzusetzen. 

Neben der Arbeit sollen im Workcamp aber der Spaß und die Geselligkeit nicht zu kurz kommen. Darum stehen unter anderem eine Besichtigung der Klosterbrauerei Alpirsbach sowie Besuche im Freibad Schiltach/Schenkenzell und im Europa-Park Rust auf dem Plan. Auch zum Vorlandfest und der Schiltnacht sowie zu einer Grillparty bei sich zu Hause lud Heinzelmann die Gäste ein. Eine weitere Einladung erhielten die Studenten von Hans-Kurt Rennig. In seinem Pferdestall-Museum stünden demnächst kleine Konzerte mit Musikgruppen aus Bolivien und Frankreich an. Auch Heinzelmanns Vorgänger Thomas Schenk und dessen Tochter Linda wollen die Gruppe begleiten, ebenso der Bauhof bei den Arbeiten in Kaltbrunn.

Austausch der Kulturen

Nach dem förmlichen Empfang unternahmen der Bürgermeister, einzelne Gemeinderäte und Rennig mit den Studierenden einen kleinen Spaziergang durch den Ort. Damit die Studenten bei ihren Arbeitseinsätzen und Freizeitangeboten sicher von A nach B kommen, hat die Gemeinde einen Kleinbus angemietet. Während ihres Aufenthalts sollen die Studenten nicht nur die hiesige Kultur, sondern auch die der anderen Teilnehmer kennen und schätzen lernen.

Stichwort

Workcamps

Workcamps bietet der Verein Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten auch im Ausland an. »Verschiedene Projekte in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Bau und Renovierung, Archäologie und im sozialen oder künstlerischen Bereich bieten vielfältige Einsatzmöglichkeiten.« Die Arbeitszeit betrage circa 30 Stunden pro Woche. Je nach Projekt bestehe die Gruppe aus sechs bis 20 Freiwilligen.

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