Steinach

Studenten stellen Repaircafé-Projekt im Gemeinderat vor

Autor: 
Maria Benz
Lesezeit 2 Minuten
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23. November 2016
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Die Projektgruppenleiter Thomas Gossner (rechts) und Ingeborg Zechmeister (Zweite von links) waren am Montag mit Studierenden der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl zu Gast in der Steinacher Gemeinderatssitzung.  ©Maria Benz

Studenten der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl haben ein Konzept für ein »Repaircafé« in Steinach ausgearbeitet. In der Gemeinderatssitzung am Montag stellten sie ihre Ideen vor.  
 

Reparieren statt wegwerfen – das ist das Grundprinzip eines Repaircafés, wie es in Steinach verwirklicht werden soll. Studenten der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl haben sich des Projekts auf Initiative von Ingeborg Zechmeister aus Steinach angenommen und stellten ihre Ergebnisse in der Gemeinderatssitzung am Montag vor. Das Repaircafé ist ein Teilprojekt der Projektgruppe »Lebendige Dorfmitte«, die sich, wie gestern berichtet, im Zug des »Sozialen Steinach« entwickelt hat. 

Wissen wird weitergegeben

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Vorgesehen ist, dass Menschen im Repaircafé gemeinsam defekte Gebrauchsgegenstände untersuchen und reparieren, anstatt diese wegzuwerfen. Ehrenamtliche Reparaturhelfer geben dabei ihr Wissen an Laien weiter – eine Wissensvermittlung zwischen verschiedenen Bürgern und Generationen. Dabei soll das Repaircafé aber keine Konkurrenz zu den örtlichen Handwerksbetrieben sein. »In Repaircafés werden in der Regel nur Gegenstände repariert, die von kommerziellen Reparaturbetrieben aus verschiedenen Gründen abgelehnt werden«, heißt es in der Präsentation der Studenten.  Der Wunsch der Studenten ist, dass die Bürger bei der Reparatur und bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen und ein Austausch entsteht – auch Generationen übergreifend. 
Getragen wird das Projekt von ehrenamtlich engagierten Helfern, die ihr Wissen und Können freiwillig und unentgeltlich zur Verfügung stellen, weil sie Interesse an Technik, Selbermachen und Werken haben. 

Einmal im Monat 

Geplant ist, dass die Werkstatt im April eröffnet wird. Die Projektgruppe »Lebendige Dorfmitte« machte am Montag den Vorschlag, das Repaircafé im Pfarrhaus einzurichten – bis dies realisiert werden kann, könne es in den Jugendtreffs in Steinach und/oder Welschensteinach untergebracht werden. Die Studenten schlugen vor, die Werkstatt  jeden ersten Samstag im Monat von 14 bis 17 Uhr zu öffnen.
Auch über die Finanzierung haben sie sich bereits Gedanken gemacht. So seien knapp 300 Euro an einmaligen Kosten – etwa für die Reparaturmaterialien zu erwarten. Hinzu kämen etwa 75 Euro pro Öffnungstag für das Drucken von Postern oder Handzetteln, die Ergänzung des Materials und die Bewirtung. Ziel sei, dies durch Spenden zu finanzieren. 

Stichwort

Infoveranstaltung

Alle, die sich für die Idee der Reparaturwerkstatt interessieren und mitwirken wollen, sind zur Informationsveranstaltung am Montag, 5. Dezember, um 16 Uhr im Sitzungszimmer des Steinacher Rathauses eingeladen (Anmeldungen bis 2. Dezember). Bei Fragen steht Simone Muth (• 0 78 32 / 91 98 27 oder E-Mail: muth@steinach.de) zur Verfügung.

Info

Bürgerhilfe

Eine weitere Projektgruppe, die im Zug des Sozialen Steinach entstanden ist, ist die Bürgerhilfe Steinach/Welschensteinach. Hier engagieren sich 15 Steinacher, um ehrenamtlich und unentgeltlich Hilfe in verschiedenen Bereichen anzubieten:
◼ Gesellschaft leisten, vorlesen, spielen, reden, spazieren gehen
◼ Stundenweise Betreuung als Entlastung der Angehörigen
◼ Begleitung und Fahrdienst zu Arzt, Seniorentreff . . . in der näheren Umgebung
◼ Einkaufshilfe mit Tragehilfe
◼ Kleine Reparaturen in der Wohnung, Fernseher einstellen . . .
◼ Hilfe beim Briefeschreiben an Ämter . . .
Derzeit versuchen die Mitglieder, Spender zu finden. Außerdem sind Mitstreiter willkommen, die sich an den Angeboten beteiligen würden. Die Bürgerhilfe Steinach/Welschensteinach ist unter • 01 70 / 5 40 76 29 zu folgenden Sprechzeiten zu erreichen: Dienstag, 14 bis 16 Uhr sowie Donnerstag, 10 bis 12 Uhr. Unter der Nummer können sich natürlich auch Bürger melden, die Hilfe in den oben genannten Bereichen benötigen.

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