Beschichtung im Hochbehälter Eichberg ist nach 33 Jahren nicht mehr zeitgemäß

Supergau beim Trinkwasser durch Sanierung vorbeugen

Autor: 
Martina Baumgartner
Lesezeit 2 Minuten
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06. Dezember 2017

Trinkwasserbehälter Eichberg soll sauber bleiben. ©Archiv/Tobias Lupfer

Vor 33 Jahren wurde die Folienbeschichtung des Trinkwasserbehälters Eichberg vorgenommen. Nun ist eine Sanierung durch eine  risikofreie Mineralstoffbeschichtung fällig.

Im Hochbehälter Eichberg müssen beide Wasserkammern saniert werden. Bereits seit 33 Jahren waren sie mit einer Folie ausgekleidet und sollen nun mit einer mineralischen Beschichtung versehen werden, erklärte Stadtbaumeister Roland Grießhaber den Stadträten bei ihrer Sitzung am Mittwoch im Rathaus.  Heute ginge man von der bisher gängigen Folienbeschichtung von Trinkwasserbehältern ab, denn die Folie könnte undicht werden, Wasser zwischen Folie und Innenwand des Behälters gelangen und einen Nährboden für Keime bilden. »Das wäre für uns natürlich der Supergau«, ergänzte Bürgermeister Thomas Haas. Eine mineralische Beschichtung der Behälterinnenwand würde sich hingegen lediglich abnützen, jedoch keine Keimbildung ermöglichen, erklärte er. Eine Prüfung aller Möglichkeiten bei der Sanierung der Trinkwasseranlage Baldersäcker vor einiger Zeit hätte ebenfalls als beste Möglichkeit die vorgeschlagene mineralische Beschichtung ergeben, erinnerte Haas. Auch Grießhaber empfahl den Räten eine mineralische Beschichtung für den Behälter: »Das ist der neuste Stand der Technik«, so der 
Stadtbaumeister.

Günstigere und teurere Angebote halten sich fast die Waage

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Die Räte vergaben den Auftrag an den günstigsten von insgesamt vier Anbietern: GSB Haungs in Lahr saniert den Beton und bringt die mineralische Beschichtung auf für 155 109,99 Euro, nach Abzug von drei Prozent Nachlass. Das Angebot ist um rund 19 000 Euro teurer als geplant. Die Verwaltung schlug zudem und in einem Zug die Sanierung der Zu- und Ablaufverrohrung mit Belüftungseinrichtung beim Hochbehälter Eichberg vor. Der günstigste Anbieter von insgesamt fünf ist dort Strecker Wassertechnik in Tuttlingen mit 42 267,61 Euro, was um rund 17 000 Euro günstiger als veranschlagt ist.

Schlosserarbeiten gehen extra

Die Einstiegsleitern, Türen und Fenster baut M &R Schmid in Sulz ein. Der einzige Anbieter kalkuliert dafür 21 062,41 Euro. Allen Angeboten der günstigsten Bieter stimmten die Räte einmütig zu.

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