Hausach/Gutach

Teamarbeit bei Internationaler Handwerkermesse ausgezeichnet

Autor: 
Claudia Ramsteiner
Lesezeit 3 Minuten
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24. März 2017

(Bild 1/3) Aus 40 Quadratmeter Wohnfläche das Optimale herausgeholt: Für Planung und Ausführung gab es beim Wettbewerb der Internationalen Handwerksmesse eine Auszeichnung für das Kinzigtäler Team Nora Bischler (Innenarchitektin) und Rüdiger Huschle (Schreinermeister) Fotos: Bischler ©Nora Bischler

Knapp 100 Teams bewarben sich für den Wettbewerb »Geplant und ausgeführt« der Internationalen Handwerksmesse. Eine der begehrten Auszeichnungen gingen an das Team Innenarchitektin Nora Bischler aus Hausach und Schreinermeister Rüdiger Huschle aus Gutach.  

Es war der erste Architekturwettbewerb, an dem sich Nora Bischler beteiligte – und sie sahnte gleich eine der begehrten Auszeichnungen ab. Die Hausacher Innenarchitektin wirkte im vergangenen Jahr bei der Jury des Architekturwettbewerbs »Baukultur Schwarzwald« mit. »Diese spannende Aufgabe hat mir Lust gemacht, selbst einmal eine Arbeit einzureichen«, sagte sie im Gespräch mit dem Offenburger Tageblatt.

Da bot sich der Wettbewerb »Geplant und ausgeführt« der Internationalen Handwerksmesse geradezu an. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, herausragende Ergebnisse aus der Zusammenarbeit zwischen Planern und Handwerkern auzuzeichnen, »um die Wertschätzung dieser Zusammenarbeit zu fördern«, heißt es in der Ausschreibung.

Wettbewerbsarbeit zum Thema »Erschwinglicher Wohnraum«

Nora Bischler bewarb sich mit einer Arbeit, die in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinn. Für Streit Liegenschaften hatte sie den Auftrag, 27 identische Ein-Zimmer-Wohnungen in einem 40 Jahre alten Haus in der Freiburger Schwarzwaldstraße so zu planen, dass die rund 40 Quadratmeter künftig von zwei statt von nur einem Mieter bewohnt werden können. »Das Thema erschwinglicher Wohnraum ist in Freiburg immens wichtig geworden«, erläutert Manfred Streit.

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Und sicher nicht nur dort. So spielte das hochaktuelle Thema bei der Jury mit eine Rolle beim Kinzigtäler Wettbewerbsbeitrag »Serienreif«. »Mit dem Ziel höchst möglicher Funktionalität und Wirtschaftlichkeit ermöglicht die geschickte Umstrukturierung der bestehenden Wohnungszuschnitte aus den 70er-Jahren einem Zwei-Personen-Haushalt das einwandfreie Fuktionieren auf engstem Raum. Unter dem Aspekt der Flächeneinsparung und somit der Realisierung von bezahlbarem Wohnraum gelingt es der Bauherrschaft gemeinsam mit dem Planungsteam, ein Vorzeigeobjekt auf höchstem gestalterischen und technischen Niveau zu schaffen«, begründete die Jury ihre Entscheidung.

»Auf der anderen Seite«

»Wir konnten gemeinsam mit der Tischlerei Huschle eine höchst kreative, funktionale und nachhaltige Lösung entwickeln«, blickte Nora Bischler zufrieden zurück. Schreinermeister Rüdiger Huschle, der in Gutach-Turm eine Tischlerei mit sieben Mitarbeitern betreibt, steht mit diesem Wettbewerb nun als Ausführender »auf der anderen Seite«. Im vergangenen Jahr wurde er im Team mit dem Architekturbüro Hättich und Faber ausgezeichnet – im Wettbewerb »Baukultur Schwarzwald« und er als Bauherr seiner Schreinerwerkstatt direkt an der B 33.
Immer mehr möbliert

»Perfekt, sehr ästhetische und funktional möbliert«, teilen Manfred Streit und Simone Weber von Streit Liegenschaften die Freude mit Planerin und Handwerker. Nachverdichtung sei in Freiburg wegen der explodierenden Immobilienpreise ein ganz großes Thema. Immer mehr Wohnräume bietet Streit deshalb möbliert an. Das sei erstens gerade bei kurzzeitigen Mietern wie Studenten sehr gefragt – und zum anderen würden die Wohnungen geschont, wenn nicht dauernd Möbel gerückt und auf- und abgebaut werden. 

Hintergrund

Das Team und der Wettbewerb

»Geplant und ausgeführt« heißt der Wettbewerb der Internationalen Handwerksmesse in München. Knapp 100 Teams aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien haben sich dafür beworben. 30 wurden für die Messe nominiert, zehn erhielten eine Auszeichnung – darunter das Team Bischler/Huschle.

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