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Technik auf fahrbarem Untersatz: "Discover Industry" in Wolfach

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13. Juli 2019
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(Bild 1/3) Besonders beliebt bei den Schülern im Industrie-Bus: der 3 D-Scanner, bei dem sie ihre Gesichter mal ebenso geschwind einscannen konnten... ©Anna Teresa Agüera

Industrie entdecken, Technik ausprobieren und Schüler für Mint-Berufe begeistern: Das steckt hinter dem »Discover Industry«-Bus, der kaum zu übersehen zwei Tage lang auch in Wolfach haltgemacht hat.

»Wir sehen uns als Orientierungsgeber«, beschreibt die Biologin Judith Flurer. Gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Chemikerin Jana­ Weßing, und dem »Discover Industry«-Bus hat sie am Donnerstag und Freitag einen Stopp in Wolfach auf dem Gelände der S & G Automobil AG eingelegt. Der Name des Busses ist dabei Programm, so Weßing. Denn im Inneren dreht sich alles um die Fragen: Was ist Industrie? Was kann die Industrie? Wie hat und in welche Richtung wird sie sich entwickeln?

Damit wollen die Initiatoren des zweistöckigen Industriebusses gezielt Schüler ansprechen, ihnen die Möglichkeiten geben, Vorurteile gegenüber technischen Berufen in der Industrie abzubauen, und ihr Interesse wecken. Bei Monja Schlimm (17) vom Sozialwissenschaftlichen Gymnasium in Wolfach hat’s geklappt. Sie hat gemeinsam mit ihren Klassenkameraden dem Bus am Donnerstag einen Besuch abgestattet. »Am Anfang habe ich mich nicht so für Technik interessiert«, verrät sie, »aber wenn man sieht, was es alles gibt.« Gerade für junge Leute, die einen technischen Beruf von Anfang an ausgeschlossen haben, sei der Bus die Gelegenheit, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken, so die Zwölftklässlerin. Das gelte auch für sie.

Fachkräftemangel im Mint-Bereich

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Judith Flurer freut sich über die positive Resonanz. Die Grundidee des Ausstellungsfahrzeugs sei es, dem Fachkräftemangel in den Mint-Berufen (Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) entgegenzuwirken. Schon früh anzusetzen, für Mint zu begeistern und zu zeigen, was für Potenzial in Industrie-Berufen steckt.

Was den modernen Technik-Bus mit seinen knapp 100 Quadratmetern und einer Länge von rund 17 Metern ausmacht: Das ist die Praxis und der Blick auf den Produktentwicklungsprozess von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt. Es sei toll zu sehen, wie sich die Industrie im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt habe, sagt die Schülerin Samira Wöhrle (18). »Das ist interessant!« Vor allem auch direkt selbst die innovative Technik auszuprobieren. VR-Brille, 3 D-Scanner, Roboter-Arm: Der Industrie-Bus ist in seinem Erdgeschoss mit fünf Arbeitsstationen ausgestattet. Dabei sind die Schüler gefragt. In einem Miniatur-Windkanal zum Beispiel testen sie Prototypen oder programmieren einen Industrieroboter. 

Berufsbilder und Perspektiven

Marie-Sophie Koukal (18) findet es gut, dass auch Schüler des SG einen Blick in den Bus werfen können – »sonst wird man eher in eine soziale Schublade gesteckt«. Sie selbst kann sich einen technischen Beruf durchaus vorstellen: Medizintechnik oder Biomechanik zum Beispiel. Welche Berufsbilder und Perspektiven es sonst noch so alles im Mint-Bereich gibt, darüber wurden die Schüler im Anschluss auch informiert. 

Stichwort

Das Angebot

»Discover Industry« ist ein kostenfreies Angebot für Schüler ab der siebten Klasse im Rahmen des Programms »Coaching4Future« – Bildungsnetzwerk Baden-Württemberg der Baden-Württemberg Stiftung und von Südwestmetall in Kooperation mit der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit. Das Fahrzeug ergänzt seit 2015 das Angebot.

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