Wolfach

Termin-Angebot in Wolfachs Corona-Testzentrum wird aufgestockt

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06. Mai 2021
Die Stadtverwaltung Wolfach und das Elithera-Gesundheitszentrum Wolfach bündeln ihre Kräfte im kommunalen Corona-Schnelltestzentrum. Bürgermeister Thomas Geppert (links) und Praxischef Matthias Schulte stellten die bereits ab Mittwoch greifende Planung am Montag vor.

Die Stadtverwaltung Wolfach und das Elithera-Gesundheitszentrum Wolfach bündeln ihre Kräfte im kommunalen Corona-Schnelltestzentrum. Bürgermeister Thomas Geppert (links) und Praxischef Matthias Schulte stellten die bereits ab Mittwoch greifende Planung am Montag vor. ©Tobias Lupfer

In Wolfachs kommunalem Corona-Schnelltestzentrum wird ab sofort an den gewohnten Tagen Montag, Mittwoch und Freitag doppelt getestet: Abends und ab Mittwoch neu auch morgens. Möglich macht’s eine am Montag vorgestellte Kooperation zwischen Elithera-Gesundheitszentrum Wolfach und der Stadtverwaltung. „Wir werfen die Kapazitäten zusammen“, sagte Matthias Schulte bei der Vorstellung des neuen Modells.

Bürokratische Hürden meistern

„Wir haben uns schon lange mit dem Thema beschäftigt“, resümierte Schulte. Mit seinem Gesundheitszentrum habe er sich bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) als Nicht-Mitglied für die Testung registrieren lassen. Fünf Mitarbeiter wurden in der Praxis Christoph Brunner geschult zur Test-Abnahme. „Die Idee ist schon lange da.“ In der vergangenen Woche wurde sie mit Geppert und Sachbearbeiterin Christel Ohnemus konkretisiert. Schulte: „Ich möchte unterstützen und zeigen, dass es kommunal funktioniert.“

Im Fokus der Gespräche habe vor allem die praktische Umsetzbarkeit gestanden. Denn einerseits galt es vor dem Start der Kooperation, diverse bürokratische Hürden zu nehmen, andererseits ging es um die Frage, wie getestet wird. Auch wenn es leichter handhabbare Varianten gibt, die von der KV ebenfalls zugelassen sind: Gesundheitszentrum und Stadt setzen auf die schon bekannten Testvarianten, für die ein tiefer Rachenabstrich durch die Nase nötig ist. „Er ist einfach genauer“, betonte Schulte. „Mal eben einen Schnelltest, damit ist der Region und Wolfach nicht geholfen.“ Geppert pflichtete bei: „Wir möchten es nicht nur machen, damit es gemacht ist. Wir möchten eine gewisse Sicherheit bieten, wenigstens in der Kurzfristigkeit, in der der Test gültig ist.“

Eine Anmeldung, ein Ort

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Für die Bürger soll die Erweiterung des Testangebots einen reibungslosen Mehrwert bieten. Während die Stadt weiter montags, mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr Tests anbietet, übernimmt Schultes Team die Frühschicht von 8 bis 10 Uhr. Da die Tests für Einkäufe oder Friseurbesuche 24 Stunden gültig seien, „haben wir so alles abgedeckt von Montagmorgen bis Samstagabend“, bilanzierte Ohnemus. Ob morgens oder abends: Alle Tests laufen im kommunalen Testzentrum. Und für beide Zeiträume ist weiter eine Terminvereinbarung über die Stadtverwaltung nötig. „Wir sind auch jederzeit bereit, die Zeiten anzupassen. Das beobachten wir erst mal, aber wir sind flexibel“, betonte Schulte.

Mit den Anmeldungen soll vermieden werden, dass es zu Warteschlangen kommt. Zudem werden laut Ohnemus parallel die Formulare für die Test-Bescheinigung vorbereitet, um die Verwaltung in der Teststation schlank zu halten. „Wir haben vor, das über ein Terminvergabesystem zu organisieren, dass jeder online Termine buchen kann“, stellte Ohnemus in Aussicht. Für Ältere soll es aber auch weiter die telefonische Variante geben.

Um die Schlosshalle nicht dauerhaft zu blockieren, soll das Testzentrum spätestens nächste Woche umziehen, stellte Geppert in Aussicht. Letzte Gespräche stünden noch aus, voraussichtlich werde das Angebot aber ins katholische Gemeindehaus verlagert.

INFO: Anmeldungen fürs erweiterte Testangebot sind ab sofort montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr unter Telefon  07834 / 835337 möglich.

Stichwort

Interkommunales

„Wer anruft wird prinzipiell nicht abgewiesen“, sagte Thomas Gep­pert: Wolfachs Testzentrum sei auch für Bürger anderer Kommunen offen.

Dass Wolfach sich vermeintlich gegen eine Kooperation mit den Nachbarn gestellt habe, sei nicht richtig. Im Fünfer-Verbund Hornberg, Gutach, Hausach, Wolfach und Oberwolfach habe es am vergangenen Dienstag einen informellen schriftlichen Austausch gegeben. Zu diesem Zeitpunkt seien aber vor Ort noch Gespräche und Fragen offen gewesen. „Dann kam die Pressemitteilung. Die hat mich sehr überrascht.“ Es sei versäumt worden, den Sachstand noch einmal abzufragen. „Das war sicher unglücklich, aber auch von anderer Stelle.“ Nichtsdestotrotz: „Ich finde, die Lösung wie wir sie jetzt haben, ist optimal.“

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