Wolfach

Thorsten Frei will im CDU-Wahlkampf-Endspurt Samthandschuhe ausziehen

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15. September 2021
Thorsten Frei (links) sowie die Stadtverbands-Spitze Kordula Kovac (von rechts) und Ursula Tibaldi ehrten die Wolfacher CDU-Urgesteine Klaus Bea, Walter Schmider, Reinhard Nitsche, Peter Ludwig und Paul Schmieder.

Thorsten Frei (links) sowie die Stadtverbands-Spitze Kordula Kovac (von rechts) und Ursula Tibaldi ehrten die Wolfacher CDU-Urgesteine Klaus Bea, Walter Schmider, Reinhard Nitsche, Peter Ludwig und Paul Schmieder. ©Tobias Lupfer

215 Jahre Treue zur CDU: Thorsten Frei – Landes-Vize und Bundestagskandidat – ehrte am Montag fünf langjährige Stützen des Wolfacher Stadtverbands. Auch der Wahlkampf war dabei Thema: „Es kommt auf jede Stimme an.“

Fünf Jubilare und insgesamt 215 Jahre Treue zur CDU ehrten der stellvertretende Landesvorsitzende Thorsten Frei und die Stadtverbandsspitze Kordula Kovac und Ursula Tibaldi am Montag im Gasthaus „Krone“. In den Dank für jahrzehntelange Treue mischte sich dabei auch der Appell zum Zusammenhalt im knappen Endspurt des Bundestagswahlkampfs.

Meinungsvielfalt in der Partei

Die Zeit für den Besuch in Wolfach nehme er sich gerne, betonte Frei, „weil das unsere treuen Mitglieder sind, die in den letzten bis zu 50 Jahren nicht nur gute Zeiten in der CDU erlebt haben“. Die Jubilare hätten gewiss auch „mit der ein oder anderen Entscheidung gehadert“. Doch, so betonte Frei: „Das ist das normalste der Welt in einer Demokratie in einer Volkspartei.“ Er wolle „natürlich auch gratulieren, aber vor allen Dingen danken für die Treue zur CDU, auch in schwierigen Zeiten“. Nur rund ein Prozent der Bevölkerung bringe sich überhaupt in irgendeiner Partei ein. Doch Demokratie funktioniere nur mit Leuten, die mehr täten als es ihre Pflicht ist. „Wer sich in einer Partei engagiert, der tut auf jeden Fall etwas Gutes in unserer Gesellschaft, weil anders Demokratie wie wir sie kennen nicht funktioniert.“

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„Sie sind auch Vorbilder für alle hier, weil Sie Verantwortung getragen haben und tragen – nicht nur in unserer Partei, sondern auch darüber hinaus“, lobte Frei die Jubilare. Geehrt wurden – zum Teil auch nachträglich, weil 2020 pandemiebedingt keine Ehrung möglich war: Peter Ludwig für 25 Jahre, der nach seinem Beitritt direkt für den Gemeinderat kandidierte und inzwischen auch Fraktionssprecher ist. Walter Schmider für 40-jährige Treue („Ich bin eines der kleineren Lichte in der CDU, aber ein kritischer Mitdenker“), sowie Paul Schmieder, Klaus Bea und Reinhard Nitsche für jeweils 50-jährige Mitgliedschaft. „Sie haben sich alle voll und ganz zur CDU bekannt, ihren Namen und ihren guten Ruf gegeben und ihr Gesicht. Heute ist das nicht selbstverständlich, lobte Stadtverbands-Vorsitzende Kordula Kovac die Jubilare.

Florett durch den Säbel ersetzen

Beim Blick auf den laufenden Wahlkampf bilanzierte Frei offen: „Solche Umfragewerte haben wir nicht gekannt. Wir hätten sie auch vor wenigen Wochen noch nicht für möglich gehalten. Wir haben in unserer Partei gute und schlechte Zeiten erlebt – und das gilt sogar schon für dieses Jahr.“ Nichtsdestotrotz: Mit Armin Laschet habe die Union den richtigen Spitzenkandidaten, betonte Frei – und in den verbleibenden knapp zwei Wochen bis zur Wahl gelte es, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. „Es ist Zeit, die Samthandschuhe auszuziehen, wir sollten das Florett durch den Säbel ersetzen. Nicht unsportlich werden, aber den Leuten klar machen: Es ist eine Richtungsentscheidung. Es kommt auf jede Stimme an, es steht Spitz auf Knopf“, betonte Frei.

Dabei habe die Union auch in der Pandemie bewiesen, dass sie mit Weitsicht für eine stabile Wirtschaftspolitik stehe. Als Beleg dafür zog Frei die Zahl der Arbeitslosen heran, die im August mit rund 2,6 Millionen nur unwesentlich über dem Wert vor der Corona-Krise gelegen habe.

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